Attentat

Israeli erliegt Verletzungen

Trauer um Malachi Rosenfeld Foto: Flash 90

Am Dienstagabend ist der Israeli Malachi Rosenfeld, der am Montag durch Schüsse auf sein Fahrzeug nahe der Siedlung Schvut Rachel im Westjordanland verletzt wurde, seinen Verletzungen erlegen. Er war zusammen mit drei Freunden unterwegs gewesen. Israelische Sicherheitskräfte fahnden noch nach den Tätern.

Am Dienstag wurde bei der Grenzkontrolle Kalandia im Norden Jerusalems ein weiterer Terroranschlag verhindert. Ein Palästinenser lief mit »Allahu Akbar«-Rufen auf die Soldaten zu. Als er nicht stoppen wollte, schossen die Soldaten auf seine Beine.

Seit Beginn des Ramadan vor vierzehn Tagen hat es fast täglich zum Teil tödliche Terroranschläge auf Israelis gegeben. Noch vor dem Fastenmonat hatten die israelischen Militärbehörden Erleichterungen für die Palästinenser aus dem Westjordanland sowie dem Gazastreifen angekündigt und diese auch umgesetzt. Wegen der Terrorwelle wurden viele dieser Lockerungen der Bewegungsfreiheit inzwischen wieder zurückgenommen.

Tempelberg Während an Freitagen muslimische Frauen ohne jegliche Genehmigung zum Gebet auf dem Tempelberg in Jerusalem gehen durften, müssen nun Frauen bis 40 Jahre wieder eine Genehmigung einholen. Nur Männer ab 50 Jahren und älter können ohne Genehmigungen auf dem Tempelberg beten. Die Genehmigung für 500 Palästinenser, über den Ben-Gurion-Flughafen ins Ausland zu fliegen, wurde gänzlich annulliert. Ein Kontrollpunkt nördlich von Ramallah wurde aus Anlass des Ramadan für alle Palästinenser geöffnet. Künftig dürfen ihn nur noch Palästinenser mit besonderen Ausweisen passieren.

Obgleich die Sicherheitskooperation der palästinensischen Polizeikräfte mit Israel vor allem bei der Verfolgung von Hamas-Anhängern weitergeht, beklagte sich der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu über das Schweigen der Autonomiebehörde zu den Terroranschlägen der vergangenen Tage. Netanjahu kritisierte auch, dass antisemitische TV-Serien und die Hetze gegen Israel in den palästinensischen Medien zu der Terrorwelle geführt habe.

Die Hamas hat die Attentäter als »Helden« und »Märtyrer« gelobt, aber keine Verantwortung für die Anschläge übernommen. In den meisten Fällen handelt es sich offenbar um einen Einzeltäter und nicht um organisierte Anschläge.

Jerusalem

50. Jahrestag: Israel gibt Geheimdokumente zu Entebbe frei

Am 27. Juni 1976 entführten Terroristen eine Air-France-Maschine nach Uganda. Fünf Jahrzehnte später stellt das israelische Staatsarchiv die Regierungsdokumente zur militärischen Befreiung bereit

von Hans Dahne  26.06.2026

Washington D.C.

Gespräche zwischen Israel und Libanon verlängert

Die USA drängen die beiden Staaten darauf, die Verhandlungen nicht ohne Ergebnis zu beenden. Deshalb sollen die Delegationen heute erneut zusammenkommen.

 26.06.2026

Medien

»Alle Juden haben genug von dir!« Trump soll Netanjahu angeschrien haben

Auslöser für den Streit war einem neuen Buch zufolge ein israelischer Angriff auf Hamas-Führungsmitglieder in Doha

 26.06.2026

Jerusalem

Sa’ar will Anerkennung des Armenier-Genozids

Der israelische Außenminister will eine entsprechende Resolution zunächst im Kabinett einbringen. Anschließend soll sie der Knesset zur Abstimmung vorgelegt werden

 26.06.2026

Jerusalem

Isaac Herzogs Hubschrauber muss notlanden

Die Hintergründe

 26.06.2026

Meinung

Wie Israel zum Juden unter den Staaten gemacht wird

Antisemitismus zeichnet sich dadurch aus, dass er keine empirischen Grundlagen braucht, um zu existieren - weder in der UN noch anderswo

von Jacques Abramowicz  25.06.2026

Tel Aviv

Gemeinsames Seemanöver Deutschlands und Israels vor Haifa

Ein Schiff der Bundesmarine besucht Haifa, es folgt ein Manöver mit Israel. Die gemeinsame Seefahrt geschieht vor dem Hintergrund einer weiter angespannten Lage in der Region nach dem Iran-Krieg

 25.06.2026

Israel

Ex-Armeechef Eisenkot könnte Netanjahu ablösen

In Umfragen holt seine Partei Jaschar rasant auf und liegt auf dem zweiten Platz hinter Likud

von Sara Lemel  25.06.2026

Knesset

Wahltag mit Fragezeichen

Der 20. Oktober gilt als Favorit für Israels nächste Parlamentswahl. Doch Streit in der Koalition und offene Gesetzesvorhaben könnten den Zeitplan noch verändern

von Sabine Brandes  25.06.2026