Türkei

Israel verurteilt Putschversuch

Das türkische Parlament kam am Samstag zu einer Sondersitzung zusammen. Foto: dpa

Israel hat den gescheiterten Putschversuch von türkischen Militärs gegen den Präsidenten Recep Tayyip Erdogan verurteilt. »Israel respektiert den demokratischen Prozess in der Türkei«, twitterte das israelische Außenministerium am Samstag.

Am späten Freitagabend hatten in der Türkei Teile der Armee einen Umsturzversuch gestartet. Nach Medienberichten kamen bislang mehr als 250 Menschen ums Leben, 1140 wurden verletzt.

Das israelische Außenministerium bat Israelis, die sich zurzeit in der Türkei aufhalten, in den Häusern oder den Hotels zu bleiben und Kontakt mit ihren Angehörigen in Israel aufzunehmen.

Oberrabbiner Wie die Online-Ausgabe der »Hürriyet Daily News« am Samstagnachmittag berichtete, haben sich religiöse Autoritäten, darunter der türkische Oberrabbiner Ishak Haleva, in einer gemeinsamen Erklärung zu den Ereignissen geäußert. Darin heißt es: »Wir, die religiösen Repräsentanten von Judentum, Christentum und Islam, und unsere Gemeinden sind tief besorgt über die terroristischen Zwischenfälle, die den Frieden in unserem schönen Land und der Welt zerrissen haben.«

Terror und Gewalt, von wem sie auch immer ausgingen, heißt es weiter, könnten niemals verteidigt werden und seien nicht legitim. Deswegen seien sie bereit, alles zu tun, um Terror und Gewalt vorzubeugen. ja (mit epd)

Sicherheit

Unerlaubter Pilot an Bord: Maschine muss wieder umdrehen

Weil ein indonesischer Kapitän an Bord war, wurde einem Frachtflug von Ethiopian Airlines die Landung in Israel verweigert

von Sabine Brandes  13.10.2026

Krieg

Netanjahu fordert Ermittlungen gegen Soldaten im Film »NAZA«

Der Premier wirft den anonymen Beteiligten mögliche Straftaten im Zusammenhang mit der Weitergabe geheimer Informationen vor

von Sabine Brandes  13.10.2026

Interview

»Wenn wir weder denken noch irgendetwas tun müssen – was machen wir dann?«

Der israelische Mathematiker Assaf Hasson warnt vor oberflächlichen Antworten, undurchsichtigen Beweisen und einer Generation, die sich zu sehr auf Künstliche Intelligenz verlässt

von Sabine Brandes  13.10.2026

Oktoberfest

Wiesn am Mittelmeer

Die bayerische Festtradition wird in Israel neu interpretiert

von Sabine Brandes  13.10.2026

Glosse

Wir stehen zum Existenzrecht Pakistans!

Absurder als im rot-rot-grünen Berlin wird’s nicht mehr

von Philip Fabian  13.10.2026

Replik

Einspruch, euer Ehren!

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ging in diesem Jahr an Philippe Sands. Ausgerechnet ein Mann, dessen Autorität auf juristischer Präzision und universellen Maßstäben gründet, nimmt es mit dem Völkerrecht erstaunlich ungenau

von Leeor Engländer  13.10.2026

Medien

Israel verweigert »taz«-Korrespondentin Arbeitsvisum

Diaspora-Ministerium: »Antiisraelische Akteure und diejenigen, die Israel verleumden, sollten keinen Fuß in das Land setzen«

 13.10.2026

Israel

Ein Toter und 24 Verletzte bei Explosion von Blindgänger

Ein mutmaßlicher Blindgänger explodiert in Nordisrael. Es gibt ein Todesopfer und zahlreiche Verletzte. Berichten zufolge waren Schüler und ein Lehrer in der Gegend gewandert

 12.10.2026

Katharina von Schnurbein

»Ich habe das Gefühl, den richtigen Weg gegangen zu sein«

Die EU-Antisemitismusbeauftragte Katharina von Schnurbein wechselt von Brüssel nach Berlin. Sie folgt dort Felix Klein nach. Ein Porträt

von Michael Thaidigsmann  12.10.2026