Libanon

Israel tötet Hisbollah-Geheimdienstchef

Am Montag griff die israelische Luftwaffe Hisbollah-Ziele in Beirut an Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Nach erneuten schweren Gefechten zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah hat die israelische Armee nach eigenen Angaben den Chef des Geheimdienstarms der Miliz getötet. Die Israel Defense Forces (IDF) teilten mit, bei einem nächtlichen Luftangriff in der libanesischen Hauptstadt sei Hussein Makled ums Leben gekommen. Er sei der »Leiter des Geheimdiensthauptquartiers der Hisbollah« gewesen.

Makled sei verantwortlich gewesen für die »Erstellung eines Lagebildes mithilfe verschiedener nachrichtendienstlicher Mittel, um der Hisbollah Geheimdienstbewertungen über IDF-Truppen und den Staat Israel zu liefern«, hieß es weiter. Zudem habe er »eng mit ranghohen Kommandeuren der Hisbollah zusammengearbeitet, die Terrorangriffe gegen Israel und seine Bürger planten und vorantrieben«.

Zuvor hatte die Hisbollah in der Nacht Raketen und Drohnen auf Israel abgefeuert. Nach Angaben der Organisation geschah dies als Vergeltung für die Tötung des iranischen Oberhaupts Ali Khamenei zu Beginn eines gemeinsamen israelisch-amerikanischen Angriffs auf den Iran am Samstag. Israel reagierte mit massiven Luftangriffen im Libanon, auch in Beirut.

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Die libanesische Regierung kündigte unterdessen an, militärische Aktivitäten der Hisbollah künftig zu unterbinden. Ministerpräsident Nawaf Salam erklärte nach einer Kabinettssitzung, der Libanon lehne militärische Aktionen von seinem Staatsgebiet aus »außerhalb des Rahmens seiner legitimen Institutionen« ab und bekräftige, dass die Entscheidung über Krieg und Frieden »ausschließlich in seiner Hand« liege.

Dies mache ein »sofortiges Verbot aller Sicherheits- und Militäraktivitäten der Hisbollah als rechtswidrig sowie die Verpflichtung, ihre Waffen an den libanesischen Staat zu übergeben« erforderlich, sagte Salam. Er wies Armee und Sicherheitsbehörden an, »sofortige Maßnahmen« zu ergreifen, um den Kabinettsbeschluss umzusetzen und »jegliche Militäroperationen oder den Abschuss von Raketen oder Drohnen von libanesischem Boden aus« zu verhindern. ja

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