Gaza

Israel meldet Tötung eines Terror-Drahtziehers

Am 31. August 2004 starben bei diesem Terroranschlag auf Busse in Beerscheba 16 Israelis. Mehr als 100 Menschen wurden verletzt. Foto: picture alliance / AP Photo

Die israelische Armee und der Inlandsgeheimdienst Schin Bet haben nach eigenen Angaben zwei ranghohe Mitglieder der palästinensischen Terrororganisation Hamas bei gezielten Luftangriffen im Gazastreifen getötet. Die Operationen seien eine Reaktion auf Angriffe auf israelische Soldaten und auf Verstöße gegen den geltenden Waffenstillstand gewesen, teilte das Militär am Mittwoch mit.

Zu den Getöteten gehört demnach Basel Himouni, ein Hamas-Terrorist aus Hebron, der als Drahtzieher eines schweren Anschlags im Jahr 2004 gilt. Damals hatten zwei Selbstmordattentäter in Beerscheba zwei Busse in die Luft gesprengt. Bei der Terrorattacke wurden 16 Zivilisten ermordet und mehr als 100 verletzt. Himouni war später festgenommen und zu einer Haftstrafe verurteilt worden, kam jedoch 2011 im Zuge des Gefangenenaustauschs für den entführten Soldaten Gilad Shalit frei und wurde in den Gazastreifen abgeschoben.

Nach Angaben der israelischen Sicherheitsbehörden hat Himouni nach seiner Freilassung erneut Terroranschläge organisiert und während des aktuellen Kriegs an der Herstellung und Platzierung von Sprengsätzen mitgewirkt, um israelische Truppen anzugreifen. Er sei am 4. Februar bei einem Luftschlag getötet worden.

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Bei einem weiteren Drohnenangriff in Gaza-Stadt kam laut Armee Ahmad Hassan ums Leben, der als Kommandeur einer Scharfschützeneinheit der Hamas im nördlichen Gazastreifen galt. Der Angriff auf ein Wohngebäude im Viertel al-Nasr habe Anfang der Woche stattgefunden. Hassan soll für mehrere tödliche Attacken auf israelische Soldaten verantwortlich gewesen sein, darunter einen Sprengstoffanschlag im Juli 2025, bei dem fünf Soldaten getötet und 14 verletzt wurden. Zudem sei er an weiteren Angriffen beteiligt gewesen, bei denen israelische Soldaten starben oder verletzt wurden, teilte das Militär mit.

Die Angriffe stehen nach israelischer Darstellung in Zusammenhang mit einem Vorfall in Rafah, bei dem bewaffnete Terroristen aus einem Tunnel auf israelische Soldaten geschossen hatten. Die Angreifer wurden getötet, ein weiterer Luftschlag habe in diesem Zusammenhang ein Mitglied des Palästinensischen Islamischen Dschihad getroffen, zu dem Israel zunächst keine Details nannte.

Die Armee sprach von einem »eklatanten Verstoß gegen den Waffenstillstand« und erklärte, man nehme den Vorfall »sehr ernst«. Das im Oktober unter Vermittlung der USA vereinbarte Abkommen sieht unter anderem eine Entwaffnung der Hamas und eine Entmilitarisierung des Gazastreifens vor. Die Terrororganisation lehnt bislang eine Entwaffnung ab. im

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