Die militärische Eskalation zwischen Israel und dem Iran hält an ihrem 24. Tag unvermindert an. In der Nacht und am frühen Morgen kam es erneut zu Raketenangriffen des iranischen Regimes auf israelisches Gebiet, während die israelischen Streitkräfte gleichzeitig ihre Offensive gegen Ziele in Teheran ausweiteten.
Nach Angaben der israelischen Streitkräfte (IDF) wurde ein weiterer iranischer Raketenangriff registriert, der in weiten Teilen Nordisraels Luftalarm auslöste. Sirenen heulten unter anderem in Ortschaften nahe der libanesischen Grenze. Auch in den Grenzorten Manara, Margaliot und Metula wurde die Bevölkerung gewarnt.
Bereits zuvor hatte eine Angriffswelle aus dem Iran Teile Zentralisraels erreicht. Rettungskräfte berichteten von mehreren Einschlägen, die offenbar durch Splitter oder Submunition verursacht wurden.
Infrastruktur des Regimes
Trotz Schäden an Gebäuden blieb die Lage vergleichsweise glimpflich: »Es gibt keine Berichte über Verletzte«, teilte der Rettungsdienst mit. Einsatzkräfte waren dennoch im Großeinsatz, um mögliche Einschlagsorte zu überprüfen und Gefahren zu beseitigen.
Parallel zu den Raketenangriffen meldete das israelische Militär eine neue, umfangreiche Angriffswelle auf Ziele in der iranischen Hauptstadt. Man habe eine »großangelegte« Serie von Luftschlägen gegen Infrastruktur des iranischen Regimes durchgeführt, hieß es.
Details zu den getroffenen Einrichtungen wurden zunächst nicht genannt. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass erneut militärische und strategische Einrichtungen im Fokus standen.
Verletzter in VAE
Die Auswirkungen der Angriffe sind weiterhin auch über Israel hinaus spürbar. In den Vereinigte Arabische Emirate wurde ein Mensch durch herabfallende Trümmerteile verletzt, nachdem eine Rakete abgefangen worden war. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe eines militärischen Areals in Abu Dhabi.
Auch andere Staaten der Region reagierten mit Alarmmaßnahmen: In Bahrain und Kuwait wurden Warnsysteme aktiviert. Saudi-Arabien meldete zudem die Zerstörung mehrerer Drohnen im ölreichen Osten des Landes. im