Teheran

Landesweite Angriffe auf Verkehrsinfrastruktur im Iran

Ein Kampfjet der israelischen Luftwaffe Foto: Copyright (c) Flash 90 2026

Der Iran hat landesweite Angriffe auf seine Verkehrsinfrastruktur gemeldet. Neben der Bombardierung einer Eisenbahnbrücke waren auch mehrere Autobahnen Ziel von Luftangriffen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. In der Provinz Ost-Aserbaidschan etwa sei eine Autobahn nach Einschlägen von Geschossen gesperrt worden. Das Krisenmanagement der Provinz forderte die Bevölkerung auf, nicht notwendige Reisen bis auf weiteres zu unterlassen.

In derselben Provinz sei außerdem eine Autobahnbrücke auf der Strecke zwischen der Millionenstadt Tabris und der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Sandschan attackiert worden, berichtete die Zeitung »Etemad«. 

Nahe der Pilgerstadt Ghom südlich von Teheran meldeten iranische Medien unterdessen einen Angriff auf eine Brücke an einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt.

Die staatliche und englischsprachige Zeitung »Tehran Times« meldete Angriffe auf das Schienennetz in Karadsch, einer Millionenstadt westlich von Teheran.

Netanjahu: Angriffe sollen Regime schwächen

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu bestätigte, dass die Luftwaffe seines Landes Eisenbahnstrecken und Brücken im Iran angegriffen hat. Diese würden von den Revolutionsgarden genutzt und dafür »verwendet, Rohstoffe für Waffen, Waffen selbst sowie die operativen Kräfte zu transportieren, die uns, die USA und auch die Länder der Region angreifen – jene operativen Kräfte, die zugleich das iranische Volk unterdrücken«, sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros.

Netanjahu sagte ferner, man zerschlage den iranischen Machtapparat »mit zunehmend wachsender Kraft«. Die israelischen Attacken zielten nicht darauf ab, das iranische Volk anzugreifen, bekräftigte der Regierungschef. »Im Gegenteil – sie sollen das Schreckensregime schwächen und zerschlagen, das sie seit 47 Jahren unterdrückt.« 

Zur Lage in der Region nach mehr als fünf Wochen Krieg sagte er: »Das ist nicht mehr derselbe Iran, und es ist auch nicht mehr dasselbe Israel. Wir verändern das Kräfteverhältnis grundlegend.« dpa/ja

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