Covid19

Hohe Infektionszahlen

Israelis müssen 130 Euro Strafe zahlen, wenn sie auf den Gesichtsschutz verzichten. Foto: Flash90

Das israelische Gesundheitsministerium vermeldet Rekordzahlen der Corona-Neuinfektionen. Am Dienstag wurden 803 Menschen positiv getestet, die höchste Zahl seit Beginn des Virusausbruchs im Land. Insgesamt ist damit die Zahl der Covid-19-Fälle auf 25.244 angestiegen.

ABRIEGELUNG Das Ministerium fordert wegen der hohen Zahlen die Abriegelung von sogenannten Hot Spots, also Orten, an denen die Infektionsrate überdurchschnittlich hoch ist. Dazu gehören unter anderem die Hafenstadt Aschdod im Süden des Landes, Nahariya an der nördlichen Grenze, Ramle, Beit Schean sowie die arabischen Gemeinden Kafr Qasem, Um-al-Fachem, Jaljuliya und Tira.  

Doch auch die Großstädte Jerusalem und Tel Aviv melden derzeit Hunderte von aktiven Fällen, während es noch im Mai lediglich einige Dutzend waren. Auch das palästinensische Westjordanland berichtet von einem Anstieg an Fällen. Dort werden vor allem die Städte Bethlehem, Hebron und Teile Ostjerusalems als Brennpunkte bezeichnet.

Von den mehr als 7.500 aktiven Fällen seien lediglich 52 »ernst«, gibt das Gesundheitsministerium an.

In der Stadt Herzlija nördlich von Tel Aviv waren am Dienstag acht Kindertagesstätten geschlossen worden, nachdem bekannt wurde, dass sich eine Betreuerin mit dem Virus infiziert hatte.

Derzeit werden im gesamten Land mehr als 7.500 aktive Fälle angegeben, jedoch seien lediglich 52 davon »ernst«, gibt das Ministerium an. Die Zahl der Patienten, die auf Intensivstationen künstlich beatmet werden müssen, liegt bei 24. An den Folgen der Atemwegserkrankung sind 320 Menschen gestorben.

STRAFE Am Montag hatte die Knesset beschlossen, dass das Nicht-Tragen eines Gesichtsschutzes außerhalb des eigenen Hauses nicht mehr wie zuvor mit etwa 50, sondern stattdessen mit 130 Euro Strafe versehen wird.

Während Israels Gesundheitsexperten von einer zweiten Coronavirus-Welle sprechen, hat die Europäische Union eine Liste mit 14 Ländern erstellt, deren Einwohner in die Mitgliedstaaten einreisen dürfen. Israel gehört nicht dazu.

Israel

Jesus-Statue beschädigt: 30 Tage Haft für israelische Soldaten

Mit einem Hammer attackierte ein Soldat die christliche Heilsfigur im Libanon. Jetzt hat ein Militärgericht den Mann und seinen Kameraden verurteilt

 21.04.2026

Nachrichten

Schule, Posten, Verschwörung

Meldungen aus Israel

von Sabine Brandes  21.04.2026

Landwirtschaft

Von Staub zu Öl

Im Kibbuz Sde Boker wird Bio-Olivenöl produziert. Das Projekt interpretiert die alte zionistische Idee neu, die Wüste zum Blühen zu bringen

von Sabine Brandes  21.04.2026

Gesellschaft

»Ich lasse das nicht in mein Leben«

Yuval Amshalem zieht der Liebe wegen nach Berlin. Bei der Online-Wohnungssuche sah der 24-Jährige sich mit einem antisemitischen Shitstorm konfrontiert, auf den der AI-Experte entspannt reagiert. Ein Gespräch über Ziele im Leben

von Sophie Albers Ben Chamo  21.04.2026

Musik

Vom Kinderzimmer in Cholon in die US-Charts

Die israelische Band Temper City nimmt mit ihrem Song »Self Aware« einen weltweiten Hit auf

von Sabine Brandes  21.04.2026

Warschau/Jerusalem

Polen und Israel streiten über Vorwürfe von Kriegsverbrechen

Der Warschauer Außenminister Sikorski sagt, IDF-Soldaten räumten selbst Kriegsverbrechen ein. Sein israelischer Kollege Sa’ar spricht von »haltlosen und verleumderischen Aussagen«

von Admin  21.04.2026

Jom Hasikaron

Israel begeht Gedenktag für Gefallene – Appelle an Einheit und Hoffnung

»Diese Kriegsgeneration verdient es, vom Tag danach zu träumen. Sie verdient ein Lied der Hoffnung«, sagt Präsident Isaac Herzog

 21.04.2026

Jom Hasikaron

So viele Verluste

Mein Vater floh vor der Schoa, wurde beinahe in seinem Kibbuz ermordet und starb als Flüchtling im eigenen Land. Der Gedenktag wird dieses Jahr für mich besonders schmerzhaft sein

von Eshkar Eldan Cohen  20.04.2026

Jom Hasikaron

Wenn Hunde heilen

Ein Projekt in Israel bringt Soldaten und traumatisierte Überlebende mit jungen Hunden zusammen – und schafft stille Rettungsräume im Alltag. Eine Begegnung im Yarkon-Park in Tel Aviv

von Sabine Brandes  20.04.2026