Gazastreifen

Hamas fordert Freilassung palästinensischer Häftlinge

Hamas-Terroristen bereiteten am Donnerstag die Übergabe der Geiseln mit einer Propaganda-Show vor Foto: picture alliance / Anadolu

Die Fortsetzung der Gespräche über die Waffenruhe-Vereinbarung im Gaza-Krieg hängt aus Sicht der islamistischen Terrororganisation Hamas von der Freilassung palästinensischer Häftlinge durch Israel ab. »Die Vermittler müssen sicherstellen, dass der Feind die Bedingungen der Vereinbarung einhält«, erklärte Basim Naim, Mitglied des Politbüros der Hamas. 

Israel hatte in der Nacht zu Sonntag mitgeteilt, die im Waffenruhe-Abkommen vorgesehene Entlassung palästinensischer Häftlinge werde ausgesetzt. Erst müsse die islamistische Terrororganisation versichern, mit den demütigenden Zeremonien bei der Freilassung der israelischen Geiseln aufzuhören, hieß es zur Begründung. Betroffen sind 602 palästinensische Häftlinge. Sie hätten am Samstag im Austausch für sechs israelische Geiseln freikommen sollen.

Ob das Abkommen zwischen den Kriegsparteien halten wird, ist ungewiss. Katar, Ägypten und die USA vermitteln zwischen beiden. Im Rahmen einer ersten Phase ist auch noch die Übergabe vier weiterer Geisel-Leichen durch die Hamas vorgesehen. 

Nach Angaben des katarischen Außenministeriums sieht das Abkommen vor, dass die erste Phase fortdauern kann, solange beide Konfliktparteien über die zweite Phase verhandeln. Diese soll zu einem endgültigen Ende des Kriegs sowie zur Freilassung der noch verbliebenen Geiseln führen. Die Kämpfe könnten also weiter ausgesetzt bleiben - obwohl beide Kriegsparteien Berichten zufolge bislang - anders als vorgesehen - noch gar keine ernsthaften Verhandlungen über die zweite Phase geführt haben.

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