Nahost

Gewalt zwischen Palästinensern im Westjordanland soll enden

Die Stadt Dschenin im Norden des Westjordanlands Foto: picture alliance/dpa

Nach Kämpfen zwischen Sicherheitskräften der palästinensischen Autonomiebehörde und Extremisten in der Stadt Dschenin im Westjordanland haben sich beide Seiten auf ein Ende der Gewalt geeinigt. Das teilte ein lokales Bürger-Komitee palästinensischer Persönlichkeiten der Stadt im Norden des Gebiets mit. Eine offizielle Bestätigung durch die Autonomiebehörde von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas gab es zunächst nicht. 

Die Vereinbarung ist bedeutsam, weil die Palästinenserbehörde nach einer Waffenruhe im Gazastreifen, die am Sonntag beginnen soll, auch dort die Verwaltung übernehmen und die Hamas ersetzen will. Dies wird auch von Israels westlichen Verbündeten unterstützt. Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu lehnt das jedoch ab. 

Die Vereinbarung sieht demnach vor, dass Kämpfer des sogenannten Dschenin-Bataillons, das aus Mitgliedern der Terrororganisationen Hamas und Palästinensischer Islamischer Dschihad besteht, ihre Waffen abgeben müssen. Diese beiden Terrorgruppen bekämpft Israel auch im Gazastreifen. 

Die Vereinbarung über ein Ende der Gewalt zwischen Palästinensern könnte nach Einschätzung örtlicher Beobachter auch mit der Wiederaufnahme israelischer Luftangriffe in Dschenin zu tun haben. Dabei waren am Dienstag und Mittwoch zwölf Menschen getötet worden. dpa/ja

Reaktionen

EU kritisiert Wahlaufschub in den Palästinensergebieten

Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas vertagt die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen bis in den Herbst 2027

 14.10.2026

Jahrestag der Geiselrückkehr

Schön, dass du wieder da bist!

Als ich Alon Ohel auf einer Straße in Tel Aviv sah, wollte ich ihn ansprechen – und ließ ihn weitergehen. Über Solidarität und die Kraft einer Gesellschaft

von Sabine Brandes  14.10.2026

Hamas-Terror

Ein Jahr Freiheit – doch die Narben bleiben

Vor einem Jahr war die Freude unbändig, als die letzten 20 lebenden Geiseln nach 738 Tagen in den Tunneln unter dem Gazastreifen nach Israel zurückkehrten

von Sabine Brandes  14.10.2026

Sicherheit

Unerlaubter Pilot an Bord: Maschine muss wieder umdrehen

Weil ein indonesischer Kapitän an Bord war, wurde einem Frachtflug von Ethiopian Airlines die Landung in Israel verweigert

von Sabine Brandes  13.10.2026

Krieg

Netanjahu fordert Ermittlungen gegen Soldaten im Film »NAZA«

Der Premier wirft den anonymen Beteiligten mögliche Straftaten im Zusammenhang mit der Weitergabe geheimer Informationen vor

von Sabine Brandes  13.10.2026

Interview

»Wenn wir weder denken noch irgendetwas tun müssen – was machen wir dann?«

Der israelische Mathematiker Assaf Hasson warnt vor oberflächlichen Antworten, undurchsichtigen Beweisen und einer Generation, die sich zu sehr auf Künstliche Intelligenz verlässt

von Sabine Brandes  13.10.2026

Oktoberfest

Wiesn am Mittelmeer

Die bayerische Festtradition wird in Israel neu interpretiert

von Sabine Brandes  13.10.2026

Glosse

Wir stehen zum Existenzrecht Pakistans!

Absurder als im rot-rot-grünen Berlin wird’s nicht mehr

von Philip Fabian  13.10.2026

Replik

Einspruch, euer Ehren!

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ging in diesem Jahr an Philippe Sands. Ausgerechnet ein Mann, dessen Autorität auf juristischer Präzision und universellen Maßstäben gründet, nimmt es mit dem Völkerrecht erstaunlich ungenau

von Leeor Engländer  13.10.2026