Israel

Gedenkfahrten nach Polen abgesagt

Israelische Schüler beim »Marsch der Lebenden« in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau (2019) Foto: imago images / ZUMA Press

Traditionelle Gedenkreisen israelischer Schüler nach Polen sind wegen der Corona-Krise auch für den Herbst abgesagt worden. Das israelische Bildungsministerium teilte am Montag mit, in den Monaten Oktober bis November geplante Reisen sollten nicht stattfinden. Davon seien landesweit mehr als 17.500 Schüler der 11. und 12. Klassen betroffen. Es seien 145 Delegationen geplant gewesen.

Ziel der Polen-Reisen israelischer Schüler ist ein tieferes Verständnis der Geschichte des Holocaust. Dabei werden unter anderem verschiedene deutsche Konzentrations- und Vernichtungslager im damals besetzten Polen besucht, außerdem treffen sich die israelischen Schüler mit polnischen Altersgenossen.

BESCHRÄNKUNGEN »Wegen der bestehenden Beschränkungen für Flüge, Hotels und Busfahrten ist eine geregelte Reise zu dem Zeitpunkt nicht möglich«, hieß es in der Mitteilung. Die Absage komme früh, um finanzielle Verpflichtungen zu vermeiden. Eine solche Reise kostet die Eltern umgerechnet rund 1200 Euro.

Schon im März waren geplante Reisen Tausender israelischer Schüler wegen des Ausbruchs des Coronavirus ausgefallen. Auch der internationale »Marsch der Lebenden« von Auschwitz nach Birkenau fand nicht statt.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist der Erreger Sars-CoV-2 bisher bei 17.863 Menschen in Israel nachgewiesen worden, 15.091 sind wieder genesen. 298 Menschen sind den Angaben zufolge nach einer Coronavirus-Infektion gestorben. dpa

Diplomatischer Konflikt

Streit um russisches Schiff in Haifa: Ukraine bestellt Israels Botschafter ein

Der ukrainische Außenminister Sybiha beschwert sich über »illegalen Handel mit gestohlenem ukrainischem Getreide«. Sein israelischer Kollege Sa’ar weist dies zurück, kündigt aber eine Prüfung an

 28.04.2026

Jerusalem

Neue Allianz von Lapid und Bennett knapp vor Likud

Trotz des Vorsprungs würde sich an den politischen Machtverhältnissen insgesamt kaum etwas ändern

 28.04.2026

Tel Aviv

Generalstabschef warnt vor Disziplinverlust in der Armee

Eyal Zamir spricht in Zusammenhang mit dem Fehlverhalten einiger Soldaten von einem »offenen Widerspruch zu den Grundsätzen der Streitkräfte«

 28.04.2026

Krieg

IDF greift Hisbollah-Ziele im Libanon an

Die Terror-Miliz hatte zuvor israelische Soldaten angegriffen

 27.04.2026

Berlin

»Ich will mich nicht verstecken«

Ron Dekel wurde angepöbelt, weil er eine Kippa trug. Ein Video davon ging viral, er wurde im Netz beleidigt, man lauerte ihm vor der Synagoge auf. Hier spricht der Präsident der Studierendenunion darüber, was ihm passiert, seitdem er sich sichtbar als Jude zeigt

von Mascha Malburg  27.04.2026

Jerusalem

Israel ernennt ersten Botschafter für Somaliland nach Anerkennung der Region

Einen Botschafter Somalilands in Israel gibt es bereits. Im Januar wurde Mohamed Hagi für den posten ernannt

 27.04.2026

Nord-Israel

Wegen Hisbollah-Angriffen: Beschränkungen im Norden wieder eingeführt

Das Lag-BaOmer-Fest auf dem Berg Meron kann in diesem Jahr nicht in gewohnter Form stattfinden

 27.04.2026

Nahost

Verdrehte Moral

Es ist geradezu atemraubend, mit welcher Inbrunst das Opfer-Täter-Verhältnis hierzulande verkehrt wird, wenn es um Israels Reaktion auf islamistische Terrororganisationen geht

von Jacques Schuster  27.04.2026 Aktualisiert

7. Oktober

Der Angriff auf den Kibbuz Holit: Erst Nachmittags kam Hilfe

IDF-Bericht: Rund 60 palästinensische Terroristen dringen am frühen Morgen in das Areal ein. Bei dem Massaker werden 13 Zivilisten ermordet. Neun Bewohner werden als Geiseln verschleppt

 27.04.2026