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Gazelle, Motorrad, Auszeit

Berggazelle beim Trampen Foto: Ben-Gurion University of the Negev

Gazelle
Einst bevölkerte sie den Nahen Osten in Scharen, von Israel bis in den Irak. Heute ist die Berggazelle (Gazella gazella) vom Aussterben bedroht. In einer neuen Studie haben die Universitäten Tel Aviv und Ben Gurion die Lebenszyklen der Tiere vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis heute untersucht und geben damit einen Ausblick auf die Erhaltung der Art. Archäologische Überreste zeigen, dass die Gazellen im Altertum das Hauptjagdgut für die Menschen in der Region waren. Bis zum 19. Jahrhundert stieg ihre Zahl dennoch stetig. Dann allerdings ging sie, durch die Ausbreitung der Städte, stark zurück. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher in »Oryx«, einer internationalen Fachzeitschrift für Naturschutz.

Motorrad
In einer emotionalen Zeremonie ist ein neues Zaka-Einsatzmotorrad eingeweiht worden. Es wurde in Erinnerung an den getöteten israelischen Soldaten Amit Ben Yigal von Zaka-Unterstützern aus der ganzen Welt gespendet. Die Organisation leistet nach Unfällen oder Selbstmordattentaten Hilfe und birgt die Opfer. Das Gefährt wird die Flotte der Helfer verstärken. Bei der Zeremonie waren neben Minister Zachi Hanegbi auch die Eltern des 21-Jährigen anwesend. Der Vater, Baruch Ben Yigal, sagte, dass sein Sohn, ein Einzelkind, mit Jerusalem sehr verbunden gewesen sei. Es sei für ihn sehr berührend, dass das Motorrad in seinem Namen durch die Stadt fährt. »Ich hoffe, dass es nur bei Geburten eingesetzt wird und nicht bei Tragödien.« Der junge Soldat war bei einem Einsatz in einem Dorf im Westjordanland angegriffen und von einem Stein am Kopf getroffen worden.

Auszeit
Vor einem Jahr wurde »Gather« gegründet, eine Initiative, die »digitale Nomaden« aus aller Welt in die Kibbuzim Israels locken will. Wegen der Grenzschließung während der Corona-Pandemie allerdings lassen die Laptop-Eigentümer auf sich warten. Deshalb will sich Gather neu erfinden. Jetzt lädt das Start-up Einheimische zur Auszeit in die Wüste ein. Während fünf Tagen soll man in der Ruhe der kargen Landschaft arbeiten, abhängen und sich kennenlernen können. Zum Preis von rund 300 Euro kann man anreisen – Unterkunft, Essen und natürlich stabiles Internet sind inbegriffen.

Vertrag
Es ist der umfassendste Plattenvertrag, den ein israelischer Künstler jemals abgeschlossen hat. Teen-Star Noa Kirel hat beim US-Unternehmen »Atlantic Records« einen Vertrag in Millionenhöhe unterschrieben. Am Tag darauf hatte die Sängerin ihre neue Single »Million Dollar« auf YouTube veröffentlicht. Und auch beim Anschauen geht es um große Zahlen: Der Clip ist schon mehr als eine Million Mal angesehen worden. 2015 war die junge Künstlerin mit einem Song über Nacht in Israel zum Star geworden. Kirel absolviert gerade ihren Militärdienst in der Musikabteilung der israelischen Armee. Atlantic hat solch große Namen wie Coldplay, Cardi B und Ed Sheeran unter Vertrag.

Hotels
Wenn die Urlauber endlich zurückkehren dürfen, werden sie einige Häuser mehr zur Auswahl haben. In Tel Aviv haben neue Unterkünfte führender Designhotelketten wie Soho House und Nobu eröffnet. Die bekannten Unternehmen reagierten damit auf die Nachfrage der internationalen Touristen vor dem Ausbruch des Coronavirus. Darüber hinaus investieren derzeit lokale Hotels in neue Konzepte. Der Ausbau der touristischen Infrastruktur ist Teil des Plans zur Stadtentwicklung »Tel Aviv-Yafo 2030« – »für ein lebenswertes, vielfältiges und nachhaltiges Tel Aviv für Einheimische und Gäste«, wie die Stadtverwaltung angibt.

Hilfe
Als ein Palästinenser in der Stadt Hebron von extremistischen Siedlern angegriffen wurde, kam ihm ein israelischer Soldat der Golani-Brigade zu Hilfe. Auch der Soldat wurde von ihnen geschlagen und getreten. Dennoch half er dem Mann, Mohammad Bader, zu entkommen. Ein Video des Vorfalls kursiert derzeit im Internet. Der Übergriff habe während gewalttätiger Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und Israelis stattgefunden, gab die Armee an. Bader jedoch sei lediglich über die Straße gegangen. Der dreifache Familienvater dankte dem Soldaten im Anschluss dafür, sein Leben gerettet zu haben. Die Polizei teilte mit, sie habe vier Angreifer mittlerweile festgenommen. Eine Untersuchung wird eingeleitet.

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Kommentar

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