Nahost

Für Geisel übergebene Frauenleiche zurück in Gaza

Foto: picture alliance/dpa

Die Leiche einer Palästinenserin, die die Hamas anstelle von Schiri Bibas an Israel übergeben hatte, ist zurück im Gazastreifen. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) überführte die sterblichen Überreste von Israel nach Gaza, wie die Organisation mitteilte.

Die Übergabe erfolgte bereits am Mittwoch. Hamas-Behörden bestätigten, dass Vertreter des Roten Kreuzes die Leiche überstellt haben. Die Identität der Frau bleibt weiterhin unklar.

Die Hamas hatte vor einer Woche im Rahmen eines Deals mit Israel vier Leichen an das Rote Kreuz übergeben. Diese sollten die sterblichen Überreste von vier israelischen Geiseln sein, darunter Kfir und Ariel Bibas, die Söhne von Shiri Bibas, die zum Zeitpunkt ihrer Verschleppung erst neun Monate und vier Jahre alt gewesen waren.

Lesen Sie auch

Nach einer forensischen Untersuchung stellte sich jedoch heraus, dass sich in einem der Särge nicht die Leiche von Schiri Bibas, die auch die deutsche Staatsangehörigkeit besaß, sondern die einer Palästinenserin befand. Die Terrororganisation räumte später einen möglichen Irrtum ein. Die Vertauschung - ob wissentlich oder versehentlich - löste in Israel große Empörung aus.

Einen Tag später übergab die Hamas schließlich die richtige Leiche von Schiri Bibas. Sie und ihre beiden kleinen Söhne wurden am Mittwoch in Israel beigesetzt.

Nach einer forensischen Untersuchung teilte die israelische Armee mit, die Kinder seien im November 2023 von ihren Entführern brutal ermordet worden. Auch Schiri sei in Geiselhaft ermordet worden, teilte ihr Heimatort, der Kibbuz Nir Oz, mit. dpa/ja

Boykott?

Weitere Firma verweigert Jerusalemer Seilbahn-Projekt

Die israelische Regierung will per Seilbahn einen direkten Zugang zur hochsymbolischen Klagemauer in Jerusalem schaffen. Aber immer mehr ausländische Partner ziehen sich zurück

von Andrea Krogmann  20.10.2026

Wahlkampf

Netanjahu stellt sich hinter religiöse Wehrdienstverweigerer

Um an der Macht zu bleiben, braucht Israels Ministerpräsident die Unterstützung der ultraorthodoxen Juden. Wenige Tage vor der Wahl übt er den Schulterschluss mit Religiösen, die sich der Wehrpflicht entziehen

von Andrea Krogmann  20.10.2026

Vanessa Emde (Die Linke)

Berlin

Linken-Fraktion vorerst ohne Einigung im Streit um Emde

Eine Abgeordnete, die in ihrer Israel-Kritik immer wieder nachlegt, und eine Fraktionsspitze, die ein Problem mit ihr hat: Im Berliner Koalitionspoker bleibt der Streit um Vanessa Emde ungelöst

 20.10.2026

Hamas

Emiratische Blase in Gaza

Israel erlaubt den VAE Infrastrukturarbeiten nahe Rafah. Den Wiederaufbau der Enklave knüpft Netanjahu an die Entwaffnung der Terrororganisation

von Sabine Brandes  20.10.2026

Tel Aviv

Wehrdienst oder Gefängnis: Armee stellt Chabad-Studenten vor die Wahl

Am Ben-Gurion-Flughafen wurden Dutzende Männer aus der Chabad-Lubawitsch-Bewegung festgenommen, als sie aus New York zurückkehrten

 20.10.2026

Tel Aviv

Gloria Gaynor tritt in Israel auf

Nur wenige ausländische Musiker kommen derzeit nach Israel. Die »Queen of Disco« ist eine von ihnen. Was für ein Verhältnis hat sie zum jüdischen Staat?

 20.10.2026

Dubai

»Fly Dubai«-Kapitän schildert Axt-Angriff: »So wollte ich nicht sterben«

»Beim ersten Schlag dachte ich, dass etwas auf meinen Kopf gefallen wäre«, sagt Smit Machchhar drei Wochen nach dem Anfriff

 20.10.2026

Knessetwahl

Gantz zieht die Reißleine

Nach dem Absturz seiner Partei verzichtet der Ex-Generalstabschef auf eine Kandidatur – und wirbt erneut für eine große Einheitsregierung.

von Sabine Brandes  20.10.2026

Tel Aviv

Israels Armee verhängt Urlaubsstopp vor der Wahl

Die Hintergründe

 20.10.2026