Israel

Frauen, Kriegskosten, Hotels

Der »Brüllende Löwe« bestimmt den Alltag. Foto: Flash 90

Frauen
Mehr als 30 weibliche Besatzungsmitglieder haben seit Samstag an Luftangriffen der israelischen Luftwaffe auf den Iran im Rahmen der Operation »Brüllender Löwe« teilgenommen. Dies bestätigte die Armee am Montag auf Anfrage von »Ynet«. Zu dieser Zahl gehören Dutzende Pilotinnen, Kampfnavigatorinnen und Technikerinnen, die an den Langstreckenmissionen teilgenommen haben. Zuvor hatte es eine Debatte über den Dienst von Frauen in Kampfeinheiten und im Militär im Allgemeinen gegeben. In einem Interview mit der »Daily Mail« hatte eine Militärangehörige gesagt, dass es mehr als 70 weibliche Kampfpiloten und Navigatoren in der Luftwaffe gibt.

Opfer
Bei direkten Einschlägen iranischer Raketen sind am Wochenende elf Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. In Beit Schemesch kamen neun Menschen ums Leben, als der Schutzraum einer Synagoge getroffen wurde. In Tel Aviv kam eine Frau um, als sie die alte Dame, für die sie sorgte, in Sicherheit bringen wollte. Ein 102-jähriger Mann starb, als er in den Schutzraum hastete und stürzte. In Beer­sheva wurden 19 Menschen verletzt, als ein Wohnhaus getroffen wurde. Die Namen der Toten sind: Sara und Ronit Elimelech, Gavriel Baruch Ravach, Mary Ann De Vera, Bruria und Yosef Cohen, Oren Katz sowie Sara, Yaakov und Avigail Biton.

Hotels
Abu Dhabi hat die Hotels im Emirat angewiesen, den Aufenthalt von Touristen zu verlängern, die aufgrund der Sperrung des Luftraums nicht ausreisen können. Man werde die Kosten dafür übernehmen. Auch rund 500 Israelis befinden sich gerade länger als geplant in Abu Dhabi. Auf ihre schwierige Lage hatte Yossi Shelley, Israels Botschafter in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), die lokalen Behörden hingewiesen. Diese Maßnahme gilt nur für das Emirat Abu Dhabi und nicht für die gesamten VAE.

Haushalt
Der neue Krieg gegen den Iran habe Israel bereits neun Milliarden Schekel (umgerechnet rund 2,4 Milliarden Euro) gekostet. Dies sagte am Montag Finanzminister Bezalel Smotrich. Er räumt ein, dass das Defizit im Haushaltsentwurf für 2026 mehr als die anvisierten 3,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) betragen wird. »Ich habe keine Bedenken, selbst wenn der Krieg das Defizit um einen weiteren Prozentpunkt erhöht. Alles, was die Armee braucht, um die Operation bestmöglich durchzuführen, wird sie erhalten.« Laut Gesetz muss der Staatshaushalt bis Ende März verabschiedet werden, ansonsten löst sich die Knesset automatisch auf.

Notfallhilfe
Israels Regierung hat am Sonntag ein erstes Notfallhilfspaket für Menschen genehmigt, deren Häuser durch die Raketenangriffe des Iran unbewohnbar wurden. So werden zunächst 2000 Schekel (umgerechnet rund 520 Euro) an jeden ausgezahlt, dessen Wohnung beschädigt wurde. Der Betrag wird in zwei Teile aufgeteilt, wobei 500 Schekel (rund 130 Euro) direkt gezahlt werden, um dringende persönliche Bedürfnisse zu decken, so das Finanzministerium. Die zusätzliche Beihilfe in Höhe von 1500 Schekel (rund 390 Euro) für weitere Maßnahmen folgt danach. Beantragen kann man diese Gelder über eine Hotline oder online bei den Steuerbehörden.

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