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Fotos, Haare, Kleidung

Das israelische Model Yael Shelbia Foto: imago images / MediaPunch

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Fotos, Haare, Kleidung

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  18.02.2023 18:55 Uhr

Fotos
Israelische Models und Fotografen haben ein neues Lieblingsziel: Marokko. Das israelische Modehaus Renuar hat seine neueste Kampagne in dem nordafrikanischen Land gedreht. Möglich wurde dies erst, nachdem die beiden Länder ihre Beziehungen im Rahmen der Abraham-Abkommen normalisiert hatten. Unter den Schönen waren einige der bekanntesten Gesichter Israels, darunter die Models Yael Shelbia und Omer Nudelman. Auch Ran Danker, der sowohl modelt als auch als Sänger erfolgreich ist, war dabei. Shelbia und Nudelman zeigten sich allerdings etwas enttäuscht, »weil wir gern mehr vom Land gesehen hätten«. Auch israelische Touristen strömen zunehmend nach Marokko, darunter viele mit marokkanischen Wurzeln, um die Spuren ihrer Vorfahren zu erkunden.

Haare
Einige Behandlungen zur Haarglättung können Nierenversagen verursachen, hat eine aktuelle Untersuchung im Auftrag des Gesundheitsministeriums in Jerusalem ergeben. Laut Professor Linda Shavit vom Shaare-Zedek-Krankenhaus sei Israel das erste Land, das zahlreiche Fälle dokumentiert hat und demzufolge Produkte vom Markt nimmt. So sind mittlerweile sämtliche Produkte mit Glyoxylsäure untersagt. Shavit geht davon aus, dass die Veröffentlichung der Forschungsergebnisse Ärzte auf der ganzen Welt veranlassen wird, Patienten mit Nierenversagen, insbesondere junge Frauen, die den Großteil der Haarglättungskunden ausmachen, zu fragen, ob sie sich einer solchen Behandlung unterzogen haben.

Krankenhaus
Premierminister Benjamin Netanjahu und Professor Yitshak Kreiss, Geschäftsführer des israelischen Sheba Medical Center, haben in der vergangenen Woche das neue Edmond-und-Lily-Safra-Kinderkrankenhaus eingeweiht. Es wird zu den technologisch fortschrittlichsten Kinderhospitälern überhaupt gehören. Zehntausende israelische Mädchen und Jungen werden jedes Jahr in Shebas bestehendem Kinderhospital behandelt, ebenso wie Hunderte Kinder aus dem Westjordanland und dem Gazastreifen, von denen viele an seltenen genetischen Krankheiten leiden. »Der Bau des neuen Kinderkrankenhauses ist eine große Leistung und eine großartige Mizwa, um jungen Menschen zu helfen«, sagte Netanjahu. Das Sheba ist bereits jetzt auf der »Newsweek«-Rangliste unter den zehn besten Krankenhäusern der Welt.

Kleidung
Das Busunternehmen Kavim wird einem 13-jährigen Mädchen eine Entschädigung zahlen, nachdem ein Fahrer sich geweigert hatte, es einzusteigen zu lassen, weil das Kind Shorts und ein Tanktop trug. Das Mädchen, Tamara Lahav, sagte, der Fahrer habe ihr zu verstehen gegeben, dass ihre Kleidung »sexuelle Belästigung nach dem Gesetz« sei. Laut einer Einigung zahlt die Firma 2000 Euro für die »Verletzung und Demütigung«, die Lahav erlitt. In einer Erklärung heißt es, das Verhalten des Fahrers sei falsch gewesen. Kavim wolle Sorge dafür tragen, »eine Wiederholung solcher Vorfälle zu verhindern«.

Einwanderung
Alija- und Integrationsminister Ofer Sofer ist nach Frankreich gereist, um die Einwanderung nach Israel zu fördern. Sofers Besuch unterstreicht seine Absicht, die Einwanderungsbemühungen auch auf westliche Länder auszudehnen, anstatt sich hauptsächlich auf Länder der ehemaligen Sowjetunion zu konzentrieren. In geheimen Gesprächen soll Sofer jedoch betont haben, dass er sich weiterhin für die Einwanderung aus der Ukrai­ne und Russland einsetze. Das Thema Einwanderung erregte in jüngster Zeit in Israel viel Aufmerksamkeit, da Mitglieder der rechtsgerichteten Regierung planen, eine mögliche Alija auf Personen mit einem jüdischen Elternteil zu beschränken.

Drogen
Die israelische Armee (IDF) vereitelte einen versuchten Drogenschmuggel von Ägypten nach Israel und beschlagnahmte dabei Drogen im Wert von mehr als 13 Millionen Euro. Nach Angaben der IDF entdeckten Soldaten auf Überwachungskameras einen mutmaßlichen Kurier, der ein Geländefahrzeug nah am Grenzzaun zu Ägypten steuerte. Nach einer Verfolgungsjagd stoppte die Armee schließlich das Fahrzeug und nahm den etwa 30-jährigen Schmuggler, einen Beduinen, fest. Dabei wurden 92 Kilogramm Heroin und Kokain sowie 28 Kilogramm Haschisch sichergestellt. Der Leiter der Polizei in der Negev, Nachshon Nagler, sagte, der außergewöhnliche Fang führe zu »harten wirtschaftlichen Schäden« für kriminelle Banden im ganzen Land, insbesondere im Süden. Die Armee vereitelte allein 2022 rund 450 Versuche, Drogen ins Land zu schmuggeln.

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