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Fledermäuse, Reaktion, Wehrpflicht

Fledermaus im Anflug Foto: Getty Images/iStockphoto

Fledermäuse
Eine Studie der Zoologischen Fakultät der Universität Tel Aviv zeigt, dass Fledermäuse im Wettbewerb um Nahrung mit anderen Tieren verschiedene Strategien anwenden. Das Forschungsteam untersuchte das Verhalten der Fledermäuse in Gegenwart von Hausratten, die um dieselben Nahrungsquellen konkurrieren. Die Analyse von mehr als 150.000 mittels Video dokumentierten Fledermauslandungen in der Nähe einer Nahrungsquelle ergab, dass sich das Verhalten der fliegenden Säugetiere entsprechend der Jahreszeiten und Nahrungsverfügbarkeit ändert: Im Winter seien die Fledermäuse vorsichtiger. Im Sommer jedoch, bei intensiverer Konkurrenz, hätten sie weniger Angst vor Konflikten mit den Ratten gezeigt – selbst auf die Gefahr hin, sich zu verletzen.

Reaktion
Nach mehrfachem Bruch des Friedensplans durch die Hamas hat Israel mit Angriffen auf die palästinensische Terrororganisation reagiert. Laut Medienberichten beschoss die israelische Luftwaffe Ziele der Hamas unter anderem im Bereich von Gaza-Stadt, Rafah und Khan Younis. Damit zog Jerusalem die Konsequenzen aus Angriffen der Hamas auf israelische Soldaten sowie auf die anhaltende Verzögerung bei der vereinbarten Übergabe getöteter Geiseln, so Verteidigungsminister Israel Katz. Israelische Medien berichteten, dass bewaffnete Palästinenser Soldaten in Rafah angegriffen haben, unter anderem mit Panzerfäusten, auch ein Scharfschütze sei beteiligt gewesen. Dabei wurde der Reservist Yona Efraim Feldbaum getötet. Am Mittwochmorgen meldete die IDF, dass die Waffenruhe wiederhergestellt sei.

Wehrpflicht
Mitglieder der Regierungspartei Likud haben angekündigt, an einer für Donnerstag geplanten ultraorthodoxen Anti-Wehrpflicht-Kundgebung in Jerusalem teilzunehmen. »Der Likud schickt unter Netanjahus Führung einerseits unsere Kinder an die Front und demonstriert andererseits für die Wehrdienstverweigerung«, kommentierte Avigdor Lieberman, Vorsitzender der säkularen Partei Israel Beiteinu. Der Likud habe sich zu einem Ableger der Charedim entwickelt, so Lieberman. Er wolle »dieser Schande bald ein Ende bereiten und ein Gesetz zur Wehrpflicht für alle verabschieden«. Im Oktober 2026 stehen die nächsten Parlamentswahlen an. Allerdings gehen viele davon aus, dass es vorgezogene Wahlen geben wird.

Restaurant
»Chakra«, ein Restaurant in Jerusalem, ist bei der Verleihung der World Culinary Awards als »Bestes Restaurant Israels 2025« ausgezeichnet worden. Die jährliche Veranstaltung wird von der »World Travel Awards Group« organisiert. Laut Website werden die Nominierten geprüft und die Gewinner durch eine Online-Abstimmung ermittelt, an der professionelle Köche, Gastronomiekritiker und die Öffentlichkeit teilnehmen. Erstmals belegt ein Jerusalemer Restaurant den ersten Platz. Chefkoch Eran Peretz, der Chakra im Jahr 2000 zusammen mit Ilan Grosi und Roger Moore eröffnet hatte, dankte seinen Mitarbeitern und Gästen und freute sich, dass die Auszeichnung mit dem 25-jährigen Bestehen des Restaurants zusammenfällt.

Kamele
Premier Benjamin Netanjahu soll mit großer Wut auf die Aussage von Finanzminister Bezalel Smotrich zu Saudi-Arabien reagiert haben. Das behauptet eine Quelle aus Regierungskreisen. Smotrich hatte verkündet: »Wenn Saudi-Arabien einen palästinensischen Staat als Preis für die Normalisierung der Beziehungen zu Israel fordert, können sie weiter auf Kamelen in der saudischen Wüste reiten.« Netanjahu habe sich darüber so aufgeregt, dass seine Berater einen Arzt rufen wollten, weil sie befürchteten, der Premier falle in Ohnmacht, heißt es. Smotrich entschuldigte sich noch am selben Tag bei Saudi-Arabien. Das sei kein Zufall gewesen, so die Quelle weiter. »Netanjahu setzt auf eine Normalisierung mit den Saudis.«

Beschluss
Verteidigungsminister Israel Katz hat die Aufhebung des in Südisrael verhängten Ausnahmezustands beschlossen. Der war am Morgen des 7. Oktober 2023 im ganzen Land verhängt worden, galt später nur noch in den südlichen Gegenden und hatte es dem Heimatfrontkommando des Militärs unter anderem erlaubt, Versammlungen einzuschränken und Gebiete abzusperren. Am Dienstag lief er nun aus. »Ich habe beschlossen, der Empfehlung der IDF zu folgen und erstmals seit dem 7. Oktober die Ausnahmesituation an der Heimatfront zu beenden«, so Katz. Seine Entscheidung spiegele die neue Sicherheitslage im Süden wider, »die dank des entschlossenen und kraftvollen Vorgehens unserer Truppen« gegen die Hamas erreicht wurde.

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