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Eurovision, Syrien, Ehrung

Singt in Wien für Israel: Noam Bettan Foto: Flash 90

Eurovision
Noam Bettan wird Israel beim diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) in Österreich vertreten. Der 27-Jährige setzte sich im Finale der Fernsehshow Hakokhav Haba, zu Deutsch: »Der nächste Star«, durch. Über die ESC-Teilnahme Israels hatte es eine monatelange Debatte gegeben. Aus Protest gegen das Vorgehen Israels im Gazastreifen boykottieren Spanien, Irland, Island, die Niederlande und Slowenien den kommenden 70. ESC. Medien zufolge beschreibt Bettan seine Teilnahme deshalb mit den Worten: »Es ist, als würde man sich in die Höhle des Löwen begeben.«

Syrien
Ein führender kurdischer Kommandeur hat die USA aufgefordert, sich stärker in Syrien zu engagieren. Regierungstruppen hatten zuvor wichtige Gebiete im Nordosten des Landes eingenommen. Zugleich erhoffe er sich auch Unterstützung aus Israel, das bereits die drusische Minderheit in Syrien beschützt. Die Kurden betonten, nicht nach Unabhängigkeit zu streben, sondern ihre Zukunft innerhalb Syriens zu sichern. Israel sehen sie als potenziellen Verbündeten in einem Umfeld, in dem sie sich von westlichen Staaten zunehmend alleingelassen fühlen.

Ehrung
Die Bar-Ilan-Universität verleiht ihre höchste Auszeichnung an den US-Sondergesandten Steve Witkoff. Seitens der Hochschule hieß es, man wolle Witkoffs »zentrale Rolle bei der Rückkehr israelischer Geiseln, der Vermittlung eines Waffenstillstands sowie seinen Beitrag zur regionalen Normalisierung« würdigen. Universitätspräsident Arie Zaban hob Witkoffs Empathie im Umgang mit Angehörigen der Opfer und seine Fähigkeit hervor, internationale Unterstützung zu mobilisieren. Anlässlich des 70. Jahrestags ihres Bestehens reiht die Bar-Ilan-Universität ihn damit in die Reihe prominenter Ehrendoktoren ein, darunter Elie Wiesel und Yitzhak Rabin.

Pässe
Kurz vor Ablauf der Frist für die Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo hat Israel eine politische Hürde aus dem Weg geräumt, um einem Großteil seiner Delegation die Teilnahme zu ermöglichen. Die Knesset stimmte mit 16 zu neun Stimmen dafür, dem Premier vorübergehend Befugnisse des Innenministers zu übertragen. Dadurch kann er persönlich israelische Pässe für Athleten ausstellen, die bislang keine hatten. Die Dokumente müssen genehmigt, gedruckt und abgeholt werden, bevor die Regis­trierung am 26. Januar schließt. Die Eröffnungsfeier der Winterspiele ist für den 6. Februar angesetzt.

Archäologie
Der israelische Archäologe Gabriel Barkay ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Er galt als einer der wichtigsten Forscher seiner Zeit, der international durch seine Arbeiten über den Tempelberg und die Entdeckung eines der ältesten Fragmente eines biblischen Textes bekannt wurde. Seine Bereitschaft, unkonventionelle Methoden anzuwenden, und sein selbstbewusster Umgang mit der Bibel als historische Quelle machten ihn ebenso einflussreich wie umstritten. »Seine Herangehensweise dürfte mit der nächsten Forschergeneration schon seltener werden«, sagte Zachi Dvira, der zwei Jahrzehnte mit Barkay am »Temple Mount Sifting Project« arbeitete.

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