Nahost

Eskalation für Deeskalation

Im israelischen Qiryat Shemona löscht die Feuerwehr Brände in einem Wohngebiet, die durch Raketenangriffen der Hisbollah entstanden. Foto: picture alliance / Anadolu

Aufgrund der Situation im Libanon und Israel sind die USA amerikanischen und israelischen Medienberichten zufolge »extrem beunruhigt«. Die Administration des scheidenden Präsidenten Joe Biden hofft aber laut Nachrichtenseite »Axios« darauf, den von Israel ausgeübten militärischen Druck für die Herbeiführung einer Deeskalation nutzen zu können.

Demnach wird in Washington D.C. eine diplomatische Vereinbarung anvisiert, die es Bewohnern im Norden Israels und im Süden des Libanon erlauben könnte, in ihre Wohnungen zurückzukehren. In Israel mussten im letzten Jahr 60.000 Menschen wegen der seit einem Jahr andauernden Terrorattacken der Hisbollah-Terroristen evakuiert werden.

Sowohl die Vereinigten Staaten als auch Israel suchen laut »Axios« nach Wegen, die Aggressoren der Hamas in Gaza und die der Hisbollah im Libanon zu »entkoppeln«. Die Amerikaner streben ein Abkommen mit der Hisbollah an, das die Kriegshandlungen im Norden beenden soll, bevor der Krieg in Gaza endet. Bisher sind die Terror-Anführer beider Gruppen nicht bereit, Vereinbarungen mit Israel zuzustimmen.

Lesen Sie auch

Massive Luftangriffe

Sowohl die Hamas als auch die Hisbollah wollen Israel vernichten. Beide sind Proxies des Iran, was bedeutet, dass sie vom Teheraner Regime dafür finanziert werden, Israel zu terrorisieren. Ein direkter Krieg Israels mit dem Iran wurde vor wenigen Wochen durch diplomatische Bemühungen zumindest vorerst verhindert. Weiterhin besteht jedoch auch diese Gefahr.

Zuletzt kam es zu massiven Luftangriffen Israels auf Hunderte Terror-Standorte im Libanon. Der Generalstabschef der israelischen Streitkräfte (IDF), Herzi Halevi, hatte zuvor klargemacht, die Operation werde andauern, bis die Hisbollah die mit ihr übermittelte Nachricht verstanden habe.

Am Freitag wurde der hochrangige Hisbollah-Kommandeur Ibrahim Aqil bei einem Angriff der israelischen Luftwaffe getötet. Letzte Woche waren bei der Explosion Tausender Pager zahlreiche Hisbollah-Mitglieder verletzt worden. Israel hat diesen Angriff aber nicht eingeräumt. im

Debatte

Völkerrecht und Iran-Krieg: Merz spricht von einem Dilemma

Es sei nicht der Moment, »unsere Partner zu belehren«, sagt der Kanzler zu den Angriffen der USA und Israels gegen den Iran. Verurteilungen und Sanktionen hätten gegen Teheran wenig ausgerichtet

 01.03.2026

Zusammenfassung

Israels Armee: Wir greifen Ziele des iranischen Terrorregimes im Herzen von Teheran an

Der Iran hat mittlerweile bestätigt, dass etliche hochrangige Militärs wie Generalstabschef getötet wurden

 01.03.2026

Iran

IDF: Chamenei war der Letzte auf der Terroranführer-Liste des 7. Oktober

Die israelische Armee hat bekannt gegeben, dass mit Chamenei der letzte der für die Massaker des 7. Oktober verantwortlichen Anführer eliminiert sei

 01.03.2026

Israel

Netanjahu kündigt Intensivierung von Angriffen auf Teheran an

In dieser Offensive setze Israel »wie nie zuvor« die gesamte Kraft der Armee ein, sagt der Premier

 01.03.2026

Iran-Krieg

Zwischen Jubel und Ungewissheit

Wie Israelis auf den Tod des iranischen Obersten Führers Ali Chamenei reagieren

von Sabine Brandes  01.03.2026

Luftfahrt

Bericht: Israels Staatsflugzeug zum Berliner Flughafen gebracht

Wegen des Kriegs gegen den Iran: »Flügel Zions« parkt nun am Flughafen BER

 01.03.2026

Israel

Neun Tote bei Einschlag iranischer Rakete in Synagoge in Beit Schemesch

Ein Haus, bei dem es sich um eine Synagoge handeln soll, wurde direkt von einer iranischen Rakete getroffen. Sechs Menschen werden weiterhin vermisst

 01.03.2026 Aktualisiert

Schweiz

Drohung gegen koscheren Supermarkt

In Zürich ist es am Samstagabend zu einem Großaufgebot der Polizei vor jüdischen Einrichtungen gekommen

von Nicole Dreyfus  01.03.2026

Deutschland

Warnung vor Terror-Gefahr in Deutschland wegen Iran-Krieg

Wegen des Krieges in Nahost rechnet der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, mit einer »gesteigerten Bedrohungslage für jüdisches Leben in Deutschland«

 01.03.2026