Jemen

Erstmals im Iran-Krieg: Huthi greifen Israel an

Huthi-Terroristen in Sanaa (Archivfoto) Foto: picture alliance/dpa

Wenige Stunden nach Ankündigungen aus der US-Regierung über baldige Verhandlungen ist die militant-islamistische Huthi-Miliz in den Iran-Krieg eingetreten. Die Rebellen reklamierten am Samstag einen Raketenangriff auf Israel für sich.

Das israelische Militär bestätigte den Raketenstart aus dem Jemen. In Beerscheba und umliegenden Städten im Süden Israels heulten die Sirenen. Die Rakete wurde Medienberichten zufolge abgefangen. Es ist der erste Angriff der vom Iran unterstützten Huthi auf Israel im laufenden Krieg.

Angriff nach 15-Punkte-Plan der USA

Der Sondergesandte der US-Regierung, Steve Witkoff, hatte Gespräche mit dem Iran noch in dieser Woche in Aussicht gestellt. Dabei geht es insbesondere um eine Antwort auf einen dem Iran vorliegenden 15-Punkte-Plan der USA für ein Kriegsende.

Die Huthi, deren Parole »Tod Amerika, Tod Israel und ein Fluch über die Juden« lautet, begannen im November 2023 – einen Monat nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober – erstmals Angriffe auf Israel und den internationalen Schiffsverkehr.

Erster Angriff seit Oktober 2025

Während des Gaza-Krieges feuerte die vom Iran unterstützte Miliz Dutzende Raketen und Drohnen auf Israel ab. Seit dem Waffenstillstand mit der Hamas im Oktober 2025 hatte die Gruppe keine weiteren Angriffe auf Israel verübt. dpa/ja

Nachrichten

Nachteulen, Gedenken, Tierschutz

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  17.09.2026

Eklat

Kampfpilot weist Vorwürfe von »Naza« zurück

Ein ehemaliger Kommandeur einer Luftwaffenbasis widerspricht der Darstellung, die Armee nehme den Tod von Zivilisten bewusst in Kauf. Zugleich verteidigt er die kritische Auseinandersetzung mit dem Militär

von Sabine Brandes  17.09.2026

Tel Aviv

Schwitziges Date

Beim alljährlichen »Singles Run« laufen Tausende der großen Liebe hinterher

von Sabine Brandes  17.09.2026

Jerusalem

Netanjahu strebt Gesetzesänderung an

Der Ministerpräsident reagiert damit auf die Diskussion um den Dokumentarfilm »Naza«. Über dessen Macher Yuval Abraham und Rachel Szor sagt der Regierungschef: »Ihr Platz ist nicht hier.«

 17.09.2026

New York/Tel Aviv/Rabat

Israel und Marokko wollen Beziehungen weiter aufwerten

Im Zuge der sogenannten Abraham-Abkommen begann Marokko 2020, die Beziehungen zu Israel zu normalisieren. Nun einigen sich die Außenminister beider Länder auf die Umsetzung konkreter Schritte

 17.09.2026

Umfrage

Netanjahus Lager liegt knapp vorn

Mit wie vielen Sitzen könnten der Likud und die ihn unterstützenden Parteien rechnen, wenn die Wahl heute stattfände?

 17.09.2026

Berlin

Berliner Linke nennen Hamas-Massaker »Widerstand«

In einer Sitzung wurde die Forderung nach einer »vollen politischen und materiellen Unterstützung des palästinensischen Widerstands in all seinen Formen« erhoben. Und dies ist nur die Spitze des Eisbergs

 17.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  16.09.2026

Diplomatie

Vance: US-Nahostpolitik darf nicht Israel untergeordnet sein

Der US-Vizepräsident betont strategische Partnerschaft mit Israel, pocht aber auf eine Außenpolitik, die sich an den Interessen der USA orientiert

von Sabine Brandes  16.09.2026