Reisebranche

Erholung von der Corona-Krise

Reisende am Ben-Gurion-Flughafen Foto: Flash90

Es geht aufwärts: Das israelische Tourismusministerium hat die offiziellen Zahlen der Touristen-Einreisen veröffentlicht. Demnach kamen 2,675 Millionen ausländische Besucher im Jahr 2022 in Israel an, um durch das Land zu reisen. Damit liegen die Zahlen etwa 41 Prozent niedriger als 2019, ein Rekordjahr für den Tourismus aus dem Ausland.

Nach dem Ende der Corona-Maßnahmen im März 2022 war das Land erst im Mai ohne Einschränkungen für Ausländer wieder geöffnet worden. Die Einnahmen aus dem »Incoming-Tourismus« beliefen sich auf etwa 3,8 Milliarden Euro gegenüber 6,6 Milliarden Euro im Jahr 2019.

einreise Einige Faktoren hätten die Einreise von Touristen 2022 beeinflusst, so das Ministerium: »Touristen planen ihre Reisen weit im Voraus, und Israel öffnete die Grenzen später für den Tourismus als ähnliche Ziele in der Region und in Europa.« Daher falle die Erholungsrate von der Krise etwas niedriger aus als im globalen Durchschnitt. Doch Ende 2022 wurde auch ein Anstieg verzeichnet. Während im Dezember 2019 358.000 Gäste nach Israel flogen, waren es im Dezember des vergangenen Jahres 266.200 – nur noch ein Rückgang von 25 Prozent.

Nach dem Ende der Corona-Maßnahmen im März 2022 war das Land erst im Mai ohne Einschränkungen für Ausländer wieder geöffnet worden.

Der neue Tourismusminister Haim Katz (Likud) meinte: »2022 war ein Jahr der Erholung von der Corona-Krise. Der Trend ist positiv. Jetzt ist das Brechen des Rekords von 2019 ein realistisches Ziel am Horizont. Wir wollen Hindernisse abbauen, Projekte starten, die das Unterkunftsangebot erhöhen, und die Infrastruktur entwickeln, um das touristische Potenzial des Landes voll auszuschöpfen.«

Unterdessen habe sich der Inlandstourismus als ebenso wichtige Wirtschaftskraft erwiesen, so der Minister. Bei den Übernachtungen sei 2022 mit mehr als 20 Millionen in einer Vielzahl von Unterkünften eine höhere Zahl erreicht worden als vor Ausbruch der Pandemie. Somit erreichten die Einnahmen aus dem Inlandstourismus mehr als 4,8 Milliarden Euro, ein Viertel mehr als drei Jahre zuvor.

Noch schneller erholte sich der »Outgoing-Tourismus«: Während 9,2 Millionen Israelis 2019 ins Ausland reisten, waren es im vergangenen Jahr mit 8,4 Millionen nur knapp neun Prozent weniger.

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  08.09.2026

Reaktion

Israel schließt britisches Konsulat in Jerusalem

Die britische Labour-Regierung will einen härteren Kurs im Umgang mit Israels Siedlungspolitik einschlagen und beschließt Sanktionen. Nun reagiert Israel

 08.09.2026

Meinung

London belohnt die Verweigerungshaltung der Palästinenser

Mit ihren Sanktionen gegen israelische Siedlungen will die britische Regierung im Nahost-Konflikt einer Zwei-Staaten-Lösung näher kommen. Doch sie zeigt vor allem: Verhandeln lohnt sich nicht

von Daniel Neumann  08.09.2026

Jerusalem

Gadi Eisenkot baut Vorsprung vor Netanjahu aus

Seine Partei Yashar könnte damit auf eine Mehrheit von 61 Sitzen kommen, ohne auf arabische Parteien angewiesen zu sein.

 08.09.2026

Luftfahrt

Delta und United fliegen wieder nach Israel

Auch europäische Linien bereiten eine Wiederaufnahme ihrer Routen zum Ben-Gurion-Flughafen vor

 08.09.2026

Jerusalem

Bericht: Netanjahu wurde vor dem 7. Oktober von den Vereinigten arabischen Emiraten gewarnt

»Seine Missachtung der Warnungen kommt einer strafrechtlich relevanten Fahrlässigkeit gleich«, erklärt der frühere Ministerpräsident Naftali Bennett

 08.09.2026

Jerusalem

Oberstes Gericht weist Klage von Israelis im Ausland wegen fehlendem Wahlrecht ab

Die Richter entschieden nicht über die grundsätzliche Frage, ob die Betroffenen zu Unrecht von der Wahl ausgeschlossen wurden, sondern verwarfen den Antrag aus verfahrensrechtlichen Gründen

 08.09.2026

Kommentar

Warum der Börsenverein des Deutschen Buchhandels nie wieder »Nie wieder!« sagen sollte

Wer Antisemitismus nur dort bekämpft, wo es bequem ist, bekämpft ihn nicht – und wer wie im Fall Maha El Hissy konkrete Vorwürfe nicht ernsthaft prüfen will, sollte aufhören, zu erklären, wie ernst er diesen Kampf nimmt

von Andreas Büttner  08.09.2026

Deutschland

Schoa-Überlebende und Antisemitismusbeauftragte rechnen mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und Maha El Hissy ab

Die Hintergründe

 08.09.2026