Jerusalem

»Der weltweite Anstieg des Judenhasses ist ein globaler Notstand«

Präsident Isaac Herzog Foto: copyright (c) Flash90 2025

Eine Woche nach dem blutigen Anschlag auf eine Chanukka-Feier in Sydney hat der israelische Staatspräsident Isaac Herzog zu einem weltweiten Kampf gegen Antisemitismus aufgerufen. »Der weltweite Anstieg des Judenhasses ist ein globaler Notstand«, sagte Herzog bei einer Gedenkveranstaltung in Jerusalem für die 15 Todesopfer in Australien. 

Zwei islamistische Attentäter - ein Vater und sein Sohn - hatten vor einer Woche am berühmten Bondi Beach in Sydney während des Lichterfests Chanukka 15 Menschen getötet. Der Vater wurde von der Polizei erschossen, der Sohn mit lebensgefährlichen Schusswunden ins Krankenhaus gebracht.

In der australischen Metropole wurde am Abend (Ortszeit) an die Opfer bei einer Gedenkfeier erinnert, an der auch Premierminister Anthony Albanese teilnahm.

Israels Präsident fordert entschlossenes Durchgreifen 

Herzog forderte, alle müssten sich am Kampf gegen Antisemitismus beteiligen. »Dies ist ein dringender Aufruf zum Handeln, um die nächste Katastrophe zu verhindern«, sagte der Präsident. In jedem Land erfordere dies »sehr entschlossene und harte Maßnahmen sowie starke Führung«. 

Während der Veranstaltung gab es eine Live-Schalte zu der Gedenkversammlung in Sydney. »Ich möchte den Juden Australiens sagen: Das Volk Israel steht an eurer Seite«, sagte Herzog. Er hoffe, dass er die jüdische Gemeinde in Australien bald besuchen könne. 

»Trotz der tausenden Kilometer, die uns trennen, fühlen wir euren Schmerz, sehen euren Mut unter Beschuss und teilen euer Gefühl von Verlassenheit, Schock und Entsetzen.« Vor seiner Rede hielten die Anwesenden eine Schweigeminute für die Opfer ein. Anschließend zündete Herzog eine Gedenkkerze an. 

»Wir werden nicht zulassen, dass der Hass uns bricht«, sagte Herzog. »Wir werden nicht zulassen, dass der Terror unser Licht, unsere Einheit, unser Zusammengehörigkeitsgefühl, unsere gegenseitige Verantwortung und unsere Ewigkeit schmälert. Gemeinsam werden wir diese Dunkelheit besiegen.« dpa

Jerusalem

Frühere Staatschefinnen fordern Strafen für israelische Siedler

Die frühere Präsidentin Irlands, Mary Robinson, und die frühere Premierministerin Neuseelands, Helen Clark, forderten unter anderem ein Verbot des Handels mit Waren illegaler Siedlungen

 29.07.2026

Tel Aviv

Zahl der Tollwut-Fälle binnen drei Jahren mehr als verdreifacht

Von Januar bis Mai 2026 wurden in Israel bereits 63 Ausbrüche der Krankheit bei Tieren festgestellt

 29.07.2026

Jerusalem

Netanjahus drei Wohnsitze kosteten Israel in 18 Monaten rund 783.000 Euro

Neue Badewannen, »zubereitete Speisen« und andere Posten sowie unkenntlich gemachte Einträge sorgen für Kritik

 29.07.2026

Jerusalem

Iran verstärkt Pläne für Anschläge auf israelische Spitzenpolitiker

Die verschärfte Sicherheitslage soll auch erklären, warum Ministerpräsident Benjamin Netanjahu seine Reise in die USA ungewöhnlich diskret organisierte

 29.07.2026

Bahnverkehr

Mehr »Regios« für Israel

Auf der gerade eröffneten »Ostroute« sollen bald neue Züge aus Deutschland fahren

von Valentin Suckut  28.07.2026

Jerusalem

Umfrage: Eisenkots Partei bleibt vor Likud

Wie viele Mandate würden »Yashar!« und Likud in der Knesset bekommen?

 28.07.2026

Gazastreifen

Morgens Krankenpfleger, nach Feierabend Terrorist

Sie waren Krankenpfleger, Ärzte und Terroristen: Anhand von Nachrufen des Islamischen Dschihad und der Hamas konnte das Doppelleben von 18 Mitarbeitern des Gesundheitswesens enthüllt werden

 28.07.2026

USA-Besuch

Netanjahu reist zu Gesprächen mit Trump nach Washington

Der israelische Regierungschef soll gegenüber seinen Ministern erklärt haben, die US-Regierung wolle einen Abzug Israels Truppen aus dem Libanon, Syrien und Gaza. »Ich werde Nein sagen«, so der Ministerpräsident

 27.07.2026

Aufruf

Zwei Moscheen im Westjordanland angezündet – Siedler sprühen Parolen auf Moschee

In der Westbank ist es zu einer Serie mutmaßlicher Angriffe radikaler Siedler gekommen. Unterdessen forderten zahlreiche frühere Vertreter von Armee und Geheimdiensten Trump auf, gegenüber Netanjahu das Thema anzusprechen

 27.07.2026