Computer

Der iPad macht Alija

Für unterwegs: Ein Teenager und sein iPad mitten in Jerusalem Foto: Flash 90

Computer

Der iPad macht Alija

Israelis können endlich den Tablet-PC von Apple kaufen

von Sabine Brandes  29.12.2010 10:38 Uhr

Kaum angekommen, ist er schon unentbehrlich. Der kleine Tablet-Computer von Apple namens iPad ist in Israel gelandet. Zehn Monate nach der Markteinführung in den USA kann er nun offiziell in Geschäften von Haifa bis Eilat gekauft werden. Doch nicht nur Technikfreaks sind verrückt nach dem 24 x 19 cm kleinen Gerät. Sogar im Krankenhaus erleichtert der iPad den Ärzten die Arbeit.

Noch vor der Einführung in Israel hatte sich Geschäftsmann Rami Levy einen Tablet-PC aus den USA mitgebracht. »Ich hatte mich in New York in das Ding verguckt und musste es einfach haben«, sagt der Tel Aviver. »Der iPad ist wahnsinnig praktisch, ich surfe im Netz, lese Bücher und die Zeitung. Dazu ist er handlicher als ein Laptop und hat eine hervorragende Qualität.« Viele Israelis denken wie Rami, doch bis vor wenigen Tagen war es nicht erlaubt, Apples neuestes Produkt nach Israel einzuführen. Einige Geräte waren sogar am Ben-Gurion-Flughafen konfisziert worden. Der Grund: Die Behörden nahmen an, dass das Signal des iPads zu stark sei und andere Geräte im Land, etwa Computer oder Mobiltelefone, stören könnte. Nach einer Prüfung jedoch erklärte Kommunikationsminister Mosche Kahlon, die Tests hätten bestätigt, der iPad sei sicher und könne importiert werden.

Iwrit Der hiesige Importeur iDigital beschloss nach der Bekanntgabe des Ministers, das Gerät für seine Kunden besonders attraktiv zu machen: Auf dem israelischen iPad werden nicht nur lateinische, sondern auch hebräische Schriftzeichen zu lesen sein. Wer sich mit dem Iwrit-tauglichen Apparat ausstatten will, muss mit 2.300 bis 2.500 Schekel, etwa 450 bis 500 Euro, rechnen.

Einige Ärzte am Mayanei Hayeschua Krankenhaus von Bnei Brak haben den iPad schon. Als erstes Krankenhaus im Land nutzen die Mediziner hier die brandneue Technologie, um Anamnesen zu überprüfen, Röntgenbilder sowie CT-Scans einzusehen und Testergebnisse abzufragen. Yoram Liwer, Leiter des Hospitals, ist begeistert über die Arbeitserleichterung von Apple: »Die eindrucksvolle Qualität erlaubt es, sämtliche Bilder genauestens zu betrachten. Das wird die Pflege der Patienten revolutionieren.« Mit dem iPad, sagt Liwer, könnten die Mediziner auch mit Kollegen außerhalb des eigenen Hauses kommunizieren, zu jeder Tages- und Nachtzeit die Daten hin- und herschicken. »Der iPad ist schon heute ein anerkanntes medizinisches Gerät, das für Patienten wie Ärzte große Vorteile bringt. Unser Personal kann ihn überall mit hinnehmen, und es macht sogar Spaß, mit ihm zu arbeiten.«

Beerscheba

Plünderer vom Nova-Festival zu Haftstrafen verurteilt

Nach dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 gab es viele Beispiele von Mut und Solidarität. Drei Männer dagegen plünderten am Schauplatz des Massakers. Nun gibt es ein Urteil

 12.01.2026

Kommentar

Wir müssen unsere Kinder schützen

In Israel wurde ein 14-jähriger Junge bei Protesten gegen die Wehrpflicht von einem Bus erfasst und getötet. Hier reflektiert ein orthodoxer Rabbiner aus Jerusalem, was sich ändern muss.

von Rabbiner Raphael Evers  12.01.2026

Nahost

Rubio telefonierte mit Netanjahu über mögliche US-Intervention

Vor dem Hintergrund der Proteste wächst in Israel die Sorge vor einer regionalen Eskalation

von Sabine Brandes  12.01.2026

Nahost

Israels Armee würde »mit Macht« auf iranischen Angriff reagieren

Im Iran gehen Tausende gegen die Führung des Landes auf die Straße. US-Präsident Trump erwägt laut Berichten Militärschläge. Der Iran warnte deshalb auch Israel

 11.01.2026

Iran

Iranisches Regime droht mit Angriff auf US-Stützpunkte

Seit rund zwei Wochen gehen Menschen im Iran auf die Straße. US-Präsident Trump warnte Teheran vor Gewalt gegen die Protestierenden. Laut Berichten erwägt er Militärschläge. Das Mullah-Regime warnt

 11.01.2026

Waffenruhe

Israelische Armee bereitet Offensive auf Gaza-Stadt vor

Sollte sich die Hamas nicht freiwillig entwaffnen, will die Armee den Angriff noch im März beginnen

 11.01.2026

Be'eri

Nach dem 7. Oktober

Daniel Neumann hat den Kibbuz Be’eri besucht und fragt sich, wie es nach all dem Hass und Horror weitergehen kann. Er weiß, wenn überhaupt, dann nur in Israel

von Daniel Neumann  10.01.2026

Knesset

In den Startlöchern

Israels Parteien bereiten sich auf die Wahl vor

von Sabine Brandes  10.01.2026

Nachrichten

Wetter, Katargate, Bevölkerung

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  10.01.2026