Nahost

Darüber sprachen Merz und Netanjahu

Foto: picture alliance / ZB

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat kurz vor einem historischen Treffen israelischer und libanesischer Vertreter mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu telefoniert.

»Der Bundeskanzler ermutigte Premierminister Netanjahu zur Aufnahme direkter Friedensgespräche mit der libanesischen Regierung. Er sprach sich dafür aus, die Kampfhandlungen im Süden des Libanon zu beenden«, teilte Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin mit. Die Hisbollah müsse die Waffen niederlegen.

Außenminister Johann Wadephul (CDU) telefonierte derweil mit seinem libanesischen Amtskollegen Jussef Radschi. Direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon »können ein wichtiger erster Schritt in eine Zukunft sein, in der beides geachtet wird: Israels legitime Sicherheitsinteressen & Libanons Recht auf territoriale Integrität & Souveränität«, hieß es in einem Posting auf X.

Die Angriffe der Hisbollah auf Israel müssten aufhören. »Wir unterstützen die Ausübung des Gewaltmonopols Libanons auf seinem ganzen Territorium & die Entwaffnung der Hisbollah. Zugleich muss die israelische Armee Zivilbevölkerung & zivile Infrastruktur schützen.«

Zum ersten Mal seit Jahrzehnten wollen die libanesische Regierung und Israel in Washington morgen direkte Gespräche auf politischer Ebene aufnehmen. Israel und die vom Iran unterstützte Terror-Miliz Hisbollah im Libanon befinden sich bereits zum zweiten Mal in rund zwei Jahren in einem offenen Krieg, die israelische Armee ist im Süden des Nachbarlandes auch mit Bodentruppen präsent. Jerusalem reagiert damit auf den permanenten Beschuss Israels durch die Hisbollah.

Die libanesische Regierung ist keine aktive Kriegspartei und will eine sofortige Deeskalation sowie den Abzug der israelischen Truppen erreichen. Israel will grundlegende sicherheitspolitische Veränderungen durchsetzen und dringt auf die Entwaffnung der Hisbollah, die auch die libanesische Regierung erreichen will. dpa/ja

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