Jerusalem

Besuch an der Kotel

Jair Bolsonaro (l.) mit Israels Premier Benjamin Netanjahu am Montagnachmittag an der Kotel Foto: Flash 90

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat im Rahmen seines Staatsbesuchs in Israel angekündigt, eine Handelsvertretung in Jerusalem zu eröffnen. Nach Angaben des israelischen Außenministeriums wird sie Teil der Botschaft in Tel Aviv sein.

Bolsonaro hatte in der Vergangenheit angekündigt, die Botschaft nach Jerusalem zu verlegen. Damit wäre er dem Beispiel der USA gefolgt. US-Präsident Donald Trump hatte die Botschaft im Mai 2018 nach Jerusalem verlegen lassen. Zuvor hatte er Jerusalem als Israels Hauptstadt anerkannt.

»Ich liebe Israel«, sagte Bolsonaro bei seiner Ankunft am Sonntag in Israel.

FREUNDSCHAFT Bei seiner Ankunft in Israel am Sonntag sagte Bolsonaro: »Ich liebe Israel.« Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lobte die israelisch-brasilianischen Beziehungen, die unter dem neuen Präsidenten Bolsonaro »in eine neue Ära eintreten werden. Wir werden zusammen Geschichte schreiben«. Zahlreiche Abkommen in den Bereichen Wirtschaft, Gesundheit und Sicherheit würden verabschiedet werden, so Netanjahu weiter.

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Am Montagnachmittag besuchte Bolsonaro, der – anders als seine linken Amtsvorgänger als erklärter Freund Israels gilt und die Beziehungen zum jüdischen Staat verbessern will – mit Benjamin Netanjahu die Klagemauer in der Jerusalemer Altstadt.

Es ist das erste Mal, dass ein ausländisches Staatsoberhaupt in Begleitung eines israelischen Ministerpräsidenten als Teil des offiziellen Besuchsprogramms die Kotel besuchte, wie das israelische Außenministerium bestätigte. Bisher hatten Staatschefs die Klagemauer lediglich privat besucht.

»Israel und Brasilien werden in eine neue Ära eintreten. Wir werden Geschichte schreiben«, so Israels Premier.

US-Präsident Donald Trump hatte 2017 bei seinem Aufenthalt in Israel die Klagemauer ebenfalls privat besucht. US-Außenminister Mike Pompeo hatte dies erst im März allerdings in Begleitung von Netanjahu getan.

Bolsonaro ist noch bis Mittwoch in Israel. Mit palästinensischen Vertretern trifft er sich nicht.  dpa/ja

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