Umwelt

Brände durch Hitzewelle

Feuer in der Nähe des Moschaw Aderet Foto: Flash 90

Eine unerwartete Hitzewelle verursacht derzeit in Israel mehrere Waldbrände. An verschiedenen Orten von Nord bis Süd brachen Feuer aus, nachdem die Temperaturen im Land am Mittwochnachmittag teilweise bis auf 42 Grad Celsius gestiegen waren.

In der Kleinstadt Or Yehuda südlich von Tel Aviv war ein Feuer in trockenem Buschwerk ausgebrochen, das binnen kürzester Zeit auf Häuser übergriff. Mindestens fünf Gebäude wurden von den Flammen beschädigt oder zerstört. Die Feuerwehr brachte die Menschen in Sicherheit und riegelte das Viertel Ramat Pinkas ab.

haifa Auch in unmittelbarer Nähe der Großstadt Haifa brennt es derzeit lichterloh. Die bergige Region zwischen dem Wohnviertel Neve Schaanan und der angrenzenden Stadt Nescher wurde von Flammen heimgesucht, die Wohnhäuser bedrohen. Die Polizei hat damit begonnen, das Technion in Haifa zu evakuieren, das durch den Brand in Nescher bedroht ist. Zunächst werden die Gebäude im östlichen Teil des Campus geräumt. Dazu gehören die Wohnheime, das akademische Zentrum und die Fakultät für Ingenieurswesen.

Die ungewöhnlich hohen Temperaturen sind durch ein Hochdruckgebiet entstanden, das aus Ägypten über Israel zieht, gepaart mit besonders niedriger Feuchtigkeit und starken Winden. Trotz der Hitze ist der Himmel bewölkt, neblig und voller Staub, der aus der Sahara kommt.

Sämtliche Feuerwehren des Landes sind im Einsatz, gab das Sicherheitsministerium an. Auch Löschflugzeuge seien startbereit, können jedoch oft wegen der starken Winde nicht oder nur eingeschränkt starten. Besonders große Brände müssen die Einsatzkräfte in verschiedenen arabischen Gemeinden des Ara-Tals bekämpfen, darunter in Barta’a und Arara. Verschiedene Ortschaften könnten in den nächsten Stunden evakuiert werden, heißt es von offizieller Seite. Offene Feuer sind im ganzen Land verboten worden. Der Funkenflug könnte sofort Brände entfachen, heißt es.

Rauchvergiftung Weitere Feuer brennen in Modiin, Petach Tikwa, Kfar Saba und Kfar Jona sowie in der Hafenstadt Aschdod. Auch die bewaldete Gegend um Jerusalem ist betroffen. Ein großer Brand lodert in der Nähe der Stadt Beit Schemesch, im Moschaw Aderet. Insgesamt sind mindestens fünf Menschen mit Rauchvergiftungen behandelt worden.

»Es ist ein ungewöhnliches, doch sehr kurzes Extremwetter«, erklärt Giora Frenkel vom Meteo-Tech-Institut für Meteorologie. Das Gesundheitsministerium rief die Bürger auf, vor allem Ältere und Schwächere, Sonne und Hitze zu meiden, sich keinen unnötigen physischen Belastungen auszusetzen, sich wenn möglich in gekühlten Räumen aufzuhalten und viel Wasser zu trinken.

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