Nach Raketeneinschlag

Zwölf tote Kinder und über 30 Verletzte

Bei dem Einschlag einer Rakete im drusischen Dorf Majdal Schams auf den Golanhöhen sind am Samstag zwölf Kinder und Jugendliche getötet worden. »Die Opfer sind Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 20 Jahren«, bestätigte der IDF-Sprecher Daniel Hagari in einer Pressekonferenz.

In dem Dorf Majdal Schams sei demzufolge ein Fußballfeld getroffen worden. Die teils Schwerverletzten wurden in das Rambam-Krankenhaus in Haifa geflogen, wie es auf dem X-Account des Hospitals hieß.

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Die israelische Armee hatte von einem Raketenangriff der Terrororganisation Hisbollah berichtet. Diese bestritt eine Verwicklung umgehend. Laut israelischer Armee hatte die Hisbollah rund 40 Raketen vom Libanon auf die Golanhöhen abgefeuert. Mindestens eine Rakete sei in Majdal Schams eingeschlagen, teilte das Militär mit. Der Vorfall wecke die Befürchtung, dass es in der Region zu einem größeren Flächenbrand kommen könnte.

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»Es gibt keinen Zweifel, dass die Hisbollah alle roten Linien überschritten hat«, sagte Außenminister Israel Katz dem Fernsehsender Channel 12. »Wir stehen vor einem umfassenden Krieg.« Das könne mit hohen Kosten für Israel verbunden sein, aber die Kosten für die Hisbollah würden noch höher sein, warnte der Chefdiplomat.

»Die Hisbollah-Terroristen haben Kinder brutal angegriffen.«

Israels Staatspräsident Isaac Herzog schrieb auf X: »Die Hisbollah, die vom Iran bewaffnet und finanziert wird, macht keinen Unterschied zwischen Kindern und Erwachsenen, Soldaten und Zivilisten, Juden und Muslimen, Drusen und Christen. Die Hisbollah-Terroristen haben heute Kinder brutal angegriffen und ermordet, deren einziges Verbrechen darin bestand, zum Fußballspielen hinauszugehen. Sie kehrten nicht zurück.«

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Die Welt könne angesichts von Nasrallahs Terroranschlägen, die auf Geheiß des Reichs des Bösen im Iran erfolgen, nicht länger schweigen. »Der Staat Israel wird seine Bürger und seine Souveränität entschlossen verteidigen«, schrieb Herzog.

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Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu plane, so schnell wie möglich aus den USA nach Israel zurückkehren. »Unmittelbar nach Bekanntwerden der Katastrophe gab Ministerpräsident Netanjahu Anweisungen, die Rückkehr nach Israel so schnell wie möglich voranzutreiben«, schrieb sein Büro auf X. Nach seiner Rückkehr werde der Regierungschef das Sicherheitskabinett einberufen, hieß es aus seinem Büro weiter.

Das Bildungsministerium hat eine Hotline für Betroffene eingerichtet.

In Majdal Schams leben vor allem Drusen. Die arabischsprachige Religionsgemeinschaft ist im 11. Jahrhundert aus dem schiitischen Islam hervorgegangen und siedelt heute vor allem in Syrien, dem Libanon, Israel und Jordanien. Das geistliche Oberhaupt der Drusen, Sheikh Muafak Tarif, wird in israelischen Medien mit den Worten: »Ein anständiges Land kann es nicht zulassen, dass seinen Bürgern und Einwohnern weiterhin Leid zugefügt wird. Das ist die Realität, die seit neun Monaten in den nördlichen Gemeinden herrscht. Dieser Abend hat alle möglichen Grenzen überschritten«.

Laut der Online-Zeitung »Times of Israel« hat das israelischen Bildungsministerium eine Hotline für Eltern, Schüler und Lehrkräfte eingerichtet. Die Hotline sei in Israel auf Hebräisch und Arabisch verfügbar und unter *6552 mit der 5 als Durchwahl erreichbar.

Wegen der unablässigen Angriffe der Hisbollah gibt es rund 100.000 israelische Binnenflüchtlinge. Insgesamt flüchteten nach dem 7. Oktober etwa eine Viertelmillion Menschen, entweder vor den Angriffen und dem Raketenterror der Hamas im Süden oder dem Dauerbeschuss der Hisbollah im Norden.

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock verurteilte am Sonntag den Raketenangriff. »Dass dabei Kinder und Jugendliche getötet wurden, die einfach nur Fußball spielen wollten, ist entsetzlich. Mein Mitgefühl gilt ihren Familien«, teilte sie auf der Plattform X mit. Seit Monaten seien israelische Bürgerinnen und Bürger unter Beschuss der Hisbollah, schrieb sie. »Die perfiden Angriffe müssen sofort aufhören. Es gilt jetzt, mit kühlem Verstand zu agieren. Es sind in diesem Konflikt schon viel zu viele Menschen gestorben«, so die Grünen-Politikerin. ja/dpa

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