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Besuch, Rakete, Schwindler

Israels Präsident Isaac Herzog Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Besuch
Der israelische Präsident Isaac Herzog ist am Sonntag zu einem Staatsbesuch in Bahrain aufgebrochen. Es sei der erste Besuch eines israelischen Staatsoberhaupts in dem Golfstaat, teilte Herzogs Büro mit. Herzog komme auf Einladung des Königs Hamad bin Issa Al-Chalifa. Der Präsident sagte vor seiner Abreise, der Besuch sei »ein weiterer historischer Schritt in den Beziehungen zwischen Israel und arabischen Staaten«. Herzog wird von einer Delegation mit Mitgliedern aus den Bereichen Industrie und Wirtschaft begleitet. Am Montag werde er bei dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Mohammed bin Sajid Al Nahjan, zu Gast sein. Dabei solle es um Zusammenarbeit im Bereich der Raumfahrt gehen. 2020 hatten die Emirate und Bahrain als erste Golfstaaten ein Abkommen zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Israel unterzeichnet. Die Annäherung richtet sich vor allem gegen den schiitischen Iran, in dem die Emirate einen Erzfeind sehen. Aber auch wirtschaftliche Interessen spielten eine Rolle. Bis dahin unterhielten nur die Nachbarländer Ägypten und Jordanien als arabische Staaten diplomatische Beziehungen zu Israel. dpa

Rakete
Nach einem Raketenangriff aus dem Gazastreifen hat die israelische Luftwaffe in der Nacht zum Sonntag Ziele in dem Palästinensergebiet beschossen. Es seien eine Raketenwerkstatt der im Gazastreifen herrschenden islamistischen Terrororganisation Hamas sowie ein Hamas-Tunnel im südlichen Teil des Küstenstreifens getroffen worden, teilte die israelische Armee mit. Die Kampfjets seien aus dem Gazastreifen beschossen worden, daraufhin sei auch ein Militärposten in dem Gebiet am Mittelmeer angegriffen worden. Wenige Stunden zuvor hatten palästinensische Terroristen erstmals seit etwa einem Monat wieder eine Rakete auf das israelische Grenzgebiet abgefeuert. Das israelische Militär teilte mit, die Raketenabwehr sei nicht aktiviert worden. Es war zunächst unklar, welche Gruppierung für den Angriff verantwortlich war. Zuletzt waren Anfang November mehrere Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert worden. dpa

Schwindler
Simon Hayut, ein israelischer Betrüger, der durch die Netflix-Dokumentation über seine Liebeseskapaden als »Tinder Swindler« bekannt wurde, ist in Tel Aviv mit einer jungen Frau gesichtet worden, die laut der Tageszeitung »Maariv« seine neueste Flamme zu sein scheint. Er habe mit der 21-jährigen Deutschen in einem italienischen Restaurant gesessen. Die als Anna bezeichnete junge Frau soll extra nach Israel gereist sein, um Zeit mit Hayut zu verbringen. Der Herzensbrecher wurde kürzlich von einem Tel Aviver Gericht verurteilt, der Social-Media-Plattform Instagram 20.000 NIS (etwa 5600 Euro) an Anwaltskosten zu zahlen, nachdem er nicht vor Gericht erschienen war.

Kinder
Israelische Rettungsorganisationen bereiten sich darauf vor, vier Kinder aus dem Südsudan nach Tel Aviv zu transportieren, um sich einer lebensrettenden Herzoperation zu unterziehen. Drei Jahre nach dem Ende des Bürgerkriegs in dem afrikanischen Land befindet sich das Gesundheitssystem im Chaos. Die Ärzte können keine Spezialbehandlungen durchführen, wie sie für Kinder mit angeborenen Herzfehlern erforderlich sind. Die gemeinnützige Organisation IsraAID plant seit fast drei Jahren, die vier Kinder Gai (8), Habiba (6), Phillip (5) und Joel (5) zur Behandlung nach Israel zu bringen. Sie werden im Rahmen einer gemeinsamen Initiative von IsraAID und »Save a Child’s Heart« im Wolfson Medical Center in Holon bei Tel Aviv versorgt. Vor einigen Tagen operierten die Ärzte der Organisation einen fünfjährigen Jungen aus Gaza am offenen Herzen. Es war das 3.000. Kind aus den palästinensischen Gebieten, das von den israelischen Medizinern gerettet wurde. »Als die Ärzte in Gaza uns sagten, es gebe eine Möglichkeit für israelische Ärzte, die komplizierte Operation durchzuführen, waren wir so glücklich. Jeder in Gaza spricht darüber, dass sie die professionellsten der Welt sind und dass man ihnen vollkommen vertrauen kann«, sagte Amirs Mutter.

Reifen
Ein am Wochenanfang im Internet verbreitetes Video aus Israel zeigt einen Kampf zwischen Pkw-Fahrern auf einer großen Autobahn, bei dem einer die Reifen eines anderen zersticht und dann droht, das Messer auch gegen den Mann einzusetzen. In dem von mehreren israelischen Medien geteilten Video sieht man einen Mann, der sich einem anderen Fahrer nähert und schließlich zwei Reifen des Autos aufschlitzt. Die Aufnahme ist am Sonntag auf Twitter gepostet worden, Stunden nach einer Beerdigung für einen Mann aus Holon, der bei einem gewalttätigen Vorfall im Straßenverkehr erstochen wurde.

Drogen
Die Zahl der sexuellen Übergriffe, die den israelischen Vergewaltigungskrisenzentren im Zusammenhang mit dem Verabreichen von Vergewaltigungsdrogen, sogenannten »rape drugs«, gemeldet wurden, erreichte im vergangenen Jahr Rekordhöhen, berichtete die Vereinigung der Zentren. Im Jahr 2021 erhielt der Verein fast 100 Hilferufe, eine Steigerung von 36 Prozent gegenüber dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Israelische Gerichte haben bisher nur zwei Personen wegen sexueller Übergriffe in derartigen Fällen verurteilt. Der Bericht zeigt zudem einen Anstieg der Zahl der Anrufe im Zusammenhang mit Sexualdelikten gegen Minderjährige um fast 20 Prozent.

Park
Im Nationalpark Tel Megiddo ist ein neues, modernes Besucherzentrum eröffnet worden. Es betont neben der Ausstellung historischer Artefakte die Verbindung zwischen Tel Megiddo und der Bibel. Die Siedlungsgeschichte reicht über mehr als 4000 Jahre zurück. Megiddo gilt als bedeutendste archäologische Stätte der biblischen Periode in Israel und als eine der wichtigsten Forschungsstätten des Nahen Ostens. Im Jahr 2005 wurde sie gemeinsam mit Hazor und Beer Sheva ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.

Brustkrebs
Ruth Monicka Parasol kündigte mit ihrer Stiftung eine Spende in Höhe von 3,5 Millionen US-Dollar an, um Brustkrebsforschung zu finanzieren. Das Frauen-Brustkrebszentrum für Diagnose, Forschung und Behandlung wird im Tel Aviv Sourasky Medical Center eröffnet werden. Es soll zentrale Anlaufstelle für Krebspatientinnen sein. 20 Ärztinnen werden Stipendien erhalten, um Forschungen zu Brust- und Eierstockkrebs durchzuführen. »Damit helfen wir Sourasky, die bestmögliche Brustkrebsversorgung anzubieten, und finanzieren innovative, von Frauen geleitete Forschung, damit es für zukünftige Generationen von Frauen bessere Behandlungsmöglichkeiten gibt«, sagte Parasol.

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