Musik

Aus für Static und Ben-El

Das Duo sorgte noch bei der Makkabiade für Riesenstimmung. Foto: Flash90

Boom! Jetzt ist es aus. Das erfolgreichste Popduo Israels der letzten Jahre, Static und Ben-El, hat sich nach sieben Jahren Musikkooperation getrennt. Mit ihrem Song »Tudo Bom« landeten sie einen Mega-Hit, der an einem Tag die meisten Aufrufe eines israelischen Liedes in YouTube aller Zeiten einheimste.  

Jahrelang waren sie nicht nur erfolgreich, sondern auch äußerst beliebt bei Jung und Alt mit ihren fröhlichen Songs, perfekt zum Feiern, ihren bunten Klamotten und der immer guten Laune. »Silsulim« wurde 2016 zum »hebräischen Lied des Jahres« gekürt.

RADIOSTATIONEN Hinter Static und Ben-El steckten die beiden jungen Sänger Liraz Russo (alias Static) und Ben El Tavori, der Sohn der Musiklegende Shimi Tavori. Musikalischer Produzent war Yarden Peleg, besser bekannt als Jordi. Ihre Hits wie »Tudo Bom«, »Kwisch Hachof« und »Silsulim« liefen in den Radiostationen rauf und runter.

2018 hatte das Paar einen zehnjährigen Plattenvertrag über fünf Millionen US-Dollar mit Capitol Records unterzeichnet. Es folgten einige Songs gemeinsam mit internationalen Künstlern, darunter mit Pitbull »Further Up« und den Black Eyed Peas »Shake Ya Boom Boom«. Große Hits aber wurden die im Ausland nicht.

»Von zwei Kindern mit einem Traum wurden wir zur Band des Jahrzehnts mit Millionen von Aufrufen, Tausenden von Auftritten in Israel und im Ausland.«

Static und ben-El

In einer gemeinsamen Erklärung vom Donnerstag verkündeten sie, ab jetzt getrennte Wege zu gehen: »Wir haben beide beschlossen, die Zeit ist gekommen, dass jeder von uns seinen eigenen Weg einschlägt«, schrieben Russo und Tavori auf ihren sozialen Medien. »Das unglaubliche Projekt namens ‚Static and Ben-El‘ hat unser Leben für immer verändert. Von zwei Kindern mit einem Traum wurden wir zur Band des Jahrzehnts mit Millionen von Aufrufen, Tausenden von Auftritten in Israel und im Ausland. Ein wirklich erfüllendes Unterfangen und ein wahr gewordener Traum – alles dank euch.«

Das Paar schrieb, dass die Entscheidung »nicht einfach war, aber sie ist auch nicht neu. Wir lieben uns immer noch sehr und werden uns natürlich in allem unterstützen.« Beide wollten sich individuell erforschen und neue Musik bringen, die Grenzen sprengt. »Genauso, wie wir es vor sieben Jahren gemacht haben.«

SKANDALE In den vergangenen Wochen hatte sich der Druck auf Static und Ben-El verstärkt, da ihr Privatleben zunehmend in den Fokus der Medien rückte. Es ging um Betrugs- und Sorgerechtsskandale. Nach der Veröffentlichung von Aufnahmen, wie Tavori seine Ex-Freundin beleidigt, kündigte die Strauss-Gruppe, die mit dem Duo eine laufende Werbekampagne für ihren Schokoladenpudding Milky, einschließlich passendem Song, hatte, die Zusammenarbeit auf.

Noch bei der Makkabiade im Sommer hatten die beiden Künstler für Stimmung gesorgt und waren vom Publikum umjubelt worden. Am Donnerstag aber sagten sie ein gemeinsames Konzert ab, wenige Stunden darauf dann die offizielle Bekanntgabe der Trennung. Ein trauriger Tag für Partygänger und Musikliebhaber Israels.

Diplomatie

»25 Gründe, warum ich Israel vermisse«

Der deutsche Botschafter Steffen Seibert verlässt in wenigen Tagen nach vier Jahren das Land und kehrt zurück nach Berlin

von Sabine Brandes  30.06.2026

Archäologie

Höhle der Menschheitsgeschichte

Funde in einer Hunderttausende von Jahren verschlossenen Höhle südlich von Haifa könnten eines der größten Rätsel über die Vorgeschichte des Homo sapiens lösen

von Sabine Brandes  30.06.2026

Folgen des 7. Oktober

Israel tötet Peiniger von Rom Braslavski

Rund zwei Jahre lang wurde der Deutsch-Israeli von Terroristen des Islamischen Dschihad gequält. Als er von der Tötung »Abu Yusufs« hört, bricht er in Tränen

 30.06.2026

Meinung

Georg Restle, die Jüdische Allgemeine und der berüchtigte Scheck aus Jerusalem

Früher hätte man Journalisten wie Restle, die Juden unterstellen, sie seien nur Sprachrohr einer Regierung in Israel, die Eignung als Politik-Redakteure beim Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk abgesprochen. Zu Recht

von Michael Thaidigsmann  30.06.2026

Internationales Rotes Kreuz

Knesset lehnt Gesetz zum Besuchsverbot für Häftlinge ab

Sicherheitsminister Ben-Gvir wollte den Zugang zu palästinensischen Sicherheitsgefangenen verwehren, doch der Gesetzentwurf scheitert an Stimmen der eigenen Koalition

von Sabine Brandes  30.06.2026

Bnei Brak

Rabbiner verflucht Israels Armeechef Eyal Zamir

Ein israelischer Soldat wurde wegen eines religiösen Aufnähers inhaftiert. Das und die geplante Einberufung von Charedim sorgt für Verärgerung bei den Ultraorthodoxen

 30.06.2026

Rüstungstechnologie

Israelische Raketenabwehr für Katar

Fotos beweisen, dass in katarischen Regierungsmaschinen Militärtechnologie von Elbit verbaut wurde. Dabei pflegen Israel und Katar nicht einmal diplomatische Beziehungen

 29.06.2026

Reaktionen

»Erster Schritt zum Frieden«

Während Jerusalem und Beirut das Abkommen begrüßen, weist die Hisbollah es entschieden zurück

von Sabine Brandes  29.06.2026

Jerusalem

Israel erkennt den Völkermord an den Armeniern an

Die historische Entscheidung birgt diplomatische Sprengkraft. Außenminister Sa’ar bezeichnete die Anerkennung als »moralische Pflicht«

von Sabine Brandes  29.06.2026