Kurzmeldungen

Auf die Schnelle

Waldbrand bei Jerusalem Foto: Flash 90

Beschäftigt
Israels Politik begleitet er von Anfang an, Staatspräsident ist er jedoch erst seit fünf Jahren. »Ich genieße jeden Tag«, sagt Schimon Peres zum bisherigen Verlauf seiner Amtszeit. »Jeder Tag ist ein großes Geschenk für mich – die Schönheit des Staates Israel und die Menschen hier zu sehen und die Interessen Israels in der Welt zu vertreten.« Im vergangenen halben Jahrzehnt haben in Peres’ Amtssitz 662 Veranstaltungen stattgefunden, an denen etwa 163.000 Bürger teilgenommen haben. Außerdem hat der Präsident an 1.205 politischen Arbeitstreffen mit Staatsoberhäuptern und Vorsitzenden diverser Organisationen und Gemeinschaften aus aller Welt teilgenommen und mit mehr als 800 ausländischen Journalisten gesprochen. Der immer noch erstaunlich fitte Peres hat 50 Staatsbesuche absolviert. In Israel hat er 157 Gemeinden und Bezirke besucht und in 70 Schulen Tausende Schüler getroffen. Während seiner Amtszeit hat er über 100.000 Anfragen von Bürgern aus Israel und der ganzen Welt erhalten – und beantwortet. Auch auf Facebook ist der 88-Jährige selbstverständlich präsent.

Bezirzt
Ein Land zum Verlieben. 60 amerikanische Jüdinnen und Juden landen in dieser Woche in Israel. Sie wollen nicht nur Alija machen, sondern auch in Israel die Liebe ihres Lebens finden. Die Rolle des Schadchen übernimmt die Organisation Nefesh B’Nefesh, die seit ihrer Gründung 2002 Tausende von Singles aus den USA nach Israel gebracht hat. 640 von ihnen sind inzwischen verheiratet, die meisten von ihnen mit Israelis. Acht der späteren Paare haben sich bereits auf dem Hinflug kennengelernt – männliche und weibliche Singles werden nämlich gezielt nebeneinander gesetzt. Die 34-jährige Serena Golden aus New York etwa heiratete im vergangenen März den 38-jährigen Israeli Assaf Shimoni. Mehr als 1.700 Nordamerikaner will Nefesh B’Nefesh in diesem Jahr nach Israel bringen. Etwa 450 von ihnen werden schon im Sommer erwartet.

Befeuert
Die Hitzewelle ist schuld. In Ein Hemed, westlich von Jerusalem, ist am vergangenen Sonntag ein Waldbrand ausgebrochen. 37 Feuerwehreinheiten und fünf Löschflugzeuge waren im Einsatz. Erst nach mehreren Stunden konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Nach Angaben von Magen David Adom trugen vier Menschen leichte Rauchvergiftungen davon, ein Feuerwehrmann wurde verletzt. Die Grenzpolizei evakuierte zahlreiche Bewohner aus ihren Häusern in Mevasseret Zion. In den vergangenen Wochen war es schon mehrfach zu Waldbränden im Gebiet um Jerusalem gekommen.

Beerdigt
Im April hatte er den Israel-Preis erhalten, die höchste Auszeichnung des Staates. Der Psychologe Shlomo Bentin, geboren 1946 in Rumänien, war eine Koryphäe auf dem Gebiet der Neuropsychologie. Am Freitag vergangener Woche kam der Wissenschaftler bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Er war mit dem Fahrrad in der nordkalifornischen Stadt Berkeley, wo er als Gastdozent tätig war, unterwegs, als er von einem Lastwagen angefahren wurde. Bentin war bis zu seinem Tod Professor an der psychologische Fakultät des Hadassah-Krankenhauses in Jerusalem sowie Mitglied des Interdisziplinären Zentrums für Neuronale Berechnungen an der Hebräischen Universität. Seine jüngsten Forschungen beschäftigten sich mit Autismus, Gesichtserkennung und mit den Spiegelneuronen, die den Menschen zur Empathie befähigen. Bentin wird in Mevasseret Zion beerdigt, wo er mit seiner Frau und seinen drei Kindern lebte.

Beschleunigt
Israel wird ein Stückchen mobiler. Am Sonntag ist die neue Eisenbahnverbindung zwischen Tel Aviv und Beer Sheva eingeweiht worden. Damit ist es nun möglich, in 55 Minuten von einer Stadt in die andere zu gelangen – 21 Minuten schneller als zuvor. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte dazu in der wöchentlichen Sitzung des Regierungskabinetts: »Es ist sehr wahrscheinlich, dass es uns noch im Laufe dieses Jahres gelingen wird, die Fahrtzeit auf 45 Minuten zu reduzieren. Beer Sheva und Tel Aviv sind nun ein zusammenhängendes Gebiet, und junge Menschen aus dem Großraum Tel Aviv können in Beer Sheva günstige Wohnungen kaufen und zwischen den beiden Städten pendeln.« ja

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