Kurzmeldungen

Auf die Schnelle

Der Mond kommt nach Aschdod. Foto: Thinkstock

Kurzmeldungen

Auf die Schnelle

Raketen, Trauben, Cyberspace

von Sabine Brandes  16.02.2015 21:08 Uhr

Raketen
Zum zweiten Mal innerhalb von einer Woche sind Raketen aus dem Gazastreifen abgefeuert worden. Das Ziel war dieses Mal jedoch ausnahmsweise nicht Israel, sondern das Mittelmeer. Israelische Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass die Hamas mit dem Abschuss ihre Raketensysteme testen wollte. Im Gazakrieg vom vergangenen Sommer sind schätzungsweise 80 Prozent der Waffen der Terrororganisation von der israelischen Armee vernichtet worden. Doch die geht davon aus, dass die Hamas inzwischen schon wieder damit beschäftigt ist, ihre Arsenale aufzufüllen.

Trauben
Zum ersten Mal sind Traubenkerne aus byzantinischer Zeit gefunden worden. Die Ausgrabungen sind in einem Gemeinschaftsprogramm der Universität Haifa und der Altertumsbehörde durchgeführt worden. In der alten Stadt Halutza in der Negevwüste fanden die Archäologen 1500 Jahre alte Kerne. Die Traubenart existiert heute nicht mehr. Doch den Archäologen geht es nicht nur um die Geschichte. Jetzt wollen die Wissenschaftler aus den Kernen Trauben züchten und anschließend sogar Wein herstellen. Ausgrabungsleiter Guy Bar-Oz von der Universität Haifa frohlockte nach dem Fund: »Wir versuchen, den Wein des Altertums zu reproduzieren. Und vielleicht werden wir dann verstehen, was den guten Tropfen aus dem Negev so besonders gemacht hat.«

Weltall
Sie können in einer Rakete fliegen, auf dem Mond spazieren, Astronautenanzüge anprobieren oder stundenlang in den Sternenhimmel blicken. Der neue Vergnügungspark in Aschdod dreht sich rund um das Weltall. Doch es soll nicht nur gespielt werden: Die israelische Raumfahrtagentur will mit dem geplanten Park die Jugend an das Thema Raumfahrt heranführen. Der Bürgermeister der Stadt, Yehiel Lasry, freut sich, dass das in seiner Stadt passieren soll: »Dieses Projekt ist von nationaler Bedeutung. Spaß und Bildung werden hier verbunden.« Neben den Aktivitäten, bei denen sich die Nachwuchs-Astronauten austoben können, werden akademische Projekte und sogar Start-ups für die ganz Jungen angeboten. Der Space Park soll in drei Jahren in der südlichen Hafenstadt eröffnet werden.

Cyberspace
Das Kabinett hat zum Wochenbeginn einen umfassenden Plan zur »nationalen Cyber-Abwehrbereitschaft« abgesegnet. Vor drei Jahren war bereits das staatliche Cyberbüro gegründet worden, das sich ausschließlich damit beschäftigt, Israels Auftritt im Cyberspace zu stärken. Bei dem neuen Plan geht es vor allem um die Verteidigung im virtuellen Raum, also hauptsächlich den Schutz vor Angriffen im Internet. Umgesetzt werden soll das Vorhaben vornehmlich durch eine »Cyber Task Force«, die direkt dem Premierminister unterstellt ist.

Türkei
Um die politischen Beziehungen zwischen Israel und der Türkei steht es nicht zum Besten. Die wenigsten Israelis würden derzeit ihre Ferien in Antalya oder Bodrum verbringen wollen. Dennoch blühen die Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern. »Und das sind sehr gute Nachrichten«, sagt Emmanuel Nahshon vom israelischen Außenministerium. »Denn die Märkte der beiden Länder ergänzen sich in besonderer Weise.« Innerhalb der vergangenen fünf Jahre hat sich das Handelsvolumen mehr als verdoppelt und beläuft sich derzeit jährlich auf rund 5,6 Milliarden Dollar. Das Verhältnis der einstigen Verbündeten war in der Folge des Streits um die Gaza-Flottille im Jahr 2010 auf einem Nullpunkt angekommen und hat sich bis dato nicht wieder normalisiert.

Stabschef
Gadi Eisenkot ist am Montag als neuer Stabschef der IDF vereidigt worden. Der 54-Jährige tritt damit die Nachfolge von Benny Gantz an. Premier Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Mosche Yaalon ernannten Eisenkot offiziell zum Stabschef. Damit verbunden war seine Beförderung zum Generalleutnant. Der scheidende IDF-Chef Benny Gantz hielt eine Abschiedsrede und wandte sich an seinen »Freund Gadi« mit den Worten: »Heute, da dich dieses Ehrenspalier begrüßt, solltest du wissen, dass eine professionelle, gut ausgebildete und flexible Armee steht, die für ihren Einsatz bereit ist.« Anschließend besuchten Gantz und Eisenkot gemeinsam die Westmauer in Jerusalem.

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