Israel

Archäologen entdecken 5000 Jahre alten Tempel

Foto: Israel Antiquities Authority

In Israel haben Archäologen womöglich einen der ältesten Tempel der Region freigelegt. Der 5000 Jahre alte Fund in der Schefela-Ebene zwischen Tel Aviv und Jerusalem gebe Einblicke in die Anfänge der Verstädterung in Israel, heißt es in einer Mitteilung der israelischen Antikenbehörde (Dienstag). Erstmals entdeckt wurde die antike Siedlung Hurvat Husham beim heutigen Bet Schemesch im Zuge von Erschließungsarbeiten für ein Industriegebiet.

Die Forscher legten demnach ein öffentliches Gebäude frei, das als Kultstätte gedient haben könnte. Größe, Gestaltung und weitere Merkmale des Gebäudes deuteten darauf hin, dass es sich vielleicht um einen Tempel handele, so die Grabungsleiter. Demnach wäre es einer der frühesten je gefundenen Tempel im jüdischen Tiefland.

Spuren einer Zeit im Umbruch

Neben dem Gebäude wurde laut Mitteilung eine Struktur aus stehenden Steinen gefunden, bei der es sich nach Einschätzung der Forscher um einen zeitlich früheren offenen Kultbereich handelt. Die Stätte offenbare damit »einige der ersten Merkmale des Übergangs vom Dorfleben zum städtischen Leben« in der frühen Bronzezeit.

In dieser Zeit hätten sich der Lebensstil und die Weltanschauung der Bewohner der Region stark verändert. Mit dem Anstieg der Bevölkerung habe sich dabei eine hierarchische Gesellschaft entwickelt. Neben der Verstädterung und dem Bau öffentlicher Gebäude seien eine einsetzende Standardisierung und intensiverer Handel mit Nachbarregionen Merkmal der Zeit. kna

Wirtschaft

Israel hofft auf mehr Touristen

Kriege und Konflikte in der Region haben den Israel-Tourismus einbrechen lassen. Nun hofft das staatliche Tourismusbüro auf steigende Nachfrage. Es wertet aktuelle Zahlen als positiven Trend

 13.01.2026

Verkehr

Eine Stadt tritt auf die Bremse

Im Kampf gegen Staus führt Tel Aviv die 30er-Zone fast im gesamten Stadtgebiet ein

von Sabine Brandes  13.01.2026

Ehemalige Geiseln

»Es war ganz und gar unmenschlich«

David Cunio wusste zwei Jahre lang nicht, ob seine Brüder noch leben. In einem Interview erzählt er jetzt ausführlich über den Horror in Gaza

von Sabine Brandes  13.01.2026

Meinung

Die Hamas muss sich entscheiden: Deal or no deal?

Die Terrororganisation hält sich nicht an das Waffenstillstandsabkommen mit Israel und verzögert so dessen Umsetzung. Der Druck auf die Hamas muss nun unbedingt erhöht werden

von Sarah Cohen-Fantl  13.01.2026

Jerusalem

Ehemalige Geisel warnt: Die Hamas gibt nicht auf

»Sie sind regelrecht besessen von uns – das ist der Sinn ihres Lebens«, sagt Eitan Mor

 13.01.2026

Hintergrund

Hamas will angeblich Verwaltung in Gaza abgeben

Die Terrorgruppe signalisiert Bereitschaft zur Übergabe von zivilen Einrichtungen – doch weigert sich nach wie vor, die Waffen niederzulegen

von Sabine Brandes  12.01.2026

Beerscheba

Plünderer vom Nova-Festival zu Haftstrafen verurteilt

Nach dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 gab es viele Beispiele von Mut und Solidarität. Drei Männer dagegen plünderten am Schauplatz des Massakers. Nun gibt es ein Urteil

 12.01.2026

Kommentar

Wir müssen unsere Kinder schützen

In Israel wurde ein 14-jähriger Junge bei Protesten gegen die Wehrpflicht von einem Bus erfasst und getötet. Hier reflektiert ein orthodoxer Rabbiner aus Jerusalem, was sich ändern muss

von Rabbiner Raphael Evers  12.01.2026

Nahost

Rubio telefonierte mit Netanjahu über mögliche US-Intervention

Vor dem Hintergrund der Proteste wächst in Israel die Sorge vor einer regionalen Eskalation

von Sabine Brandes  12.01.2026