Israel

Archäologen entdecken 5000 Jahre alten Tempel

Foto: Israel Antiquities Authority

In Israel haben Archäologen womöglich einen der ältesten Tempel der Region freigelegt. Der 5000 Jahre alte Fund in der Schefela-Ebene zwischen Tel Aviv und Jerusalem gebe Einblicke in die Anfänge der Verstädterung in Israel, heißt es in einer Mitteilung der israelischen Antikenbehörde (Dienstag). Erstmals entdeckt wurde die antike Siedlung Hurvat Husham beim heutigen Bet Schemesch im Zuge von Erschließungsarbeiten für ein Industriegebiet.

Die Forscher legten demnach ein öffentliches Gebäude frei, das als Kultstätte gedient haben könnte. Größe, Gestaltung und weitere Merkmale des Gebäudes deuteten darauf hin, dass es sich vielleicht um einen Tempel handele, so die Grabungsleiter. Demnach wäre es einer der frühesten je gefundenen Tempel im jüdischen Tiefland.

Spuren einer Zeit im Umbruch

Neben dem Gebäude wurde laut Mitteilung eine Struktur aus stehenden Steinen gefunden, bei der es sich nach Einschätzung der Forscher um einen zeitlich früheren offenen Kultbereich handelt. Die Stätte offenbare damit »einige der ersten Merkmale des Übergangs vom Dorfleben zum städtischen Leben« in der frühen Bronzezeit.

In dieser Zeit hätten sich der Lebensstil und die Weltanschauung der Bewohner der Region stark verändert. Mit dem Anstieg der Bevölkerung habe sich dabei eine hierarchische Gesellschaft entwickelt. Neben der Verstädterung und dem Bau öffentlicher Gebäude seien eine einsetzende Standardisierung und intensiverer Handel mit Nachbarregionen Merkmal der Zeit. kna

Krieg

Tanker im Persischen Golf attackiert

Die Golfregion ist für Tanker und Frachtschiffe weiterhin gefährlich. Erneut wird ein Tanker angegriffen

 02.11.2026

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  02.11.2026

Jerusalem

Lieberman: »Nicht mit Bibi und nicht mit Tibi«

Der Chef von Israel Beiteinu schließt eine Zusammenarbeit mit Netanjahu und den arabischen Parteien aus – und fordert eine rein zionistische Koalition

von Sabine Brandes  02.11.2026 Aktualisiert

Israel

Herzog ruft Israels Politiker zu Kompromissbereitschaft auf

Der Präsident mahnt die Parteichefs zur Flexibilität bei den Koalitionsgesprächen und warnt vor Neuwahlen. Am Mittwoch beginnen die Beratungen in seinem Amtssitz

 01.11.2026

Regierungsbildung

Israels Oppositionschefs treffen sich zu Gesprächen

Avigdor Liberman soll sich mit Gadi Eisenkot getroffen haben, Yair Golan sprach mit der Gemeinsamen Liste. Der Likud schließt unterdessen eine Rotation im Amt des Ministerpräsidenten aus

 01.11.2026

Gadi Eisenkot spricht in der Wahlnacht vor Anhängern

Regierungsbildung in Israel

Eisenkot nennt vier Bedingungen für mögliche Koalitionspartner

Der Yashar-Chef will die neue Knesset-Mehrheit rasch nutzen und lädt jeden Abgeordneten zur Zusammenarbeit ein, der seine Grundsätze akzeptiert

 01.11.2026

Jair Golan, Vorsitzender der Demokraten in Israel, im Porträt

Nahost

Opposition warnt vor neuem Krieg mit Iran unter Netanjahu

Angesichts wachsender Spannungen mit dem Iran stellt ein führender Oppositionspolitiker die politische Legitimation Netanjahus für eine neue militärische Auseinandersetzung infrage

 01.11.2026

Isaac Herzog spricht beim Weltwirtschaftsforum in Davos

Regierungsbildung

Israels Präsident kündigt Gespräche zur Regierungsbildung an

Keines der politischen Lager in Israel erreicht die erforderliche Mehrheit von 61 Sitzen. Nun liegt die Initiative bei Präsident Herzog. Wer erhält den ersten Auftrag zur Regierungsbildung?

 01.11.2026

Jerusalem

Wahlsieger ohne Mehrheit

Das endgültige Wahlergebnis liegt vor. Benjamin Netanjahus Likud hat mehr Sitze als alle anderen Parteien. Nützt ihm das etwas?

 30.10.2026