Bat Yam

Anschlag vereitelt

Eine Bombe explodierte am Sonntagnachmittag in einem Bus in der israelischen Stadt Bat Yam, die im Süden an Tel Aviv angrenzt. Dank aufmerksamer Fahrgäste wurde jedoch eine Katastrophe verhindert und niemand verletzt. Die Behörden gehen nach ersten Ermittlungen davon aus, dass es sich um einen Terroranschlag handelt.

Nachdem Passagiere in der Linie 240 eine Tasche sahen, die ihnen suspekt vorkam und offensichtlich niemandem gehörte, alarmierten sie den Busfahrer Michael Yoger. Nachdem dieser selbst die Tasche inspiziert hatte, forderte er die zwölf Passagiere auf, das Fahrzeug umgehend zu verlassen. Die anschließend eingetroffene Polizei räumte die Gegend und versuchte, den Sprengsatz zu entschärfen. Dabei ging er in die Luft. Die Explosion ließ sämtliche Scheiben bersten und beschädigte das Innere des Busses.

Held Dass er ein Held ist, wies Yoger anschließend weit von sich. »Ich – ein Held? Ich habe eine Tasche gesehen, aus der Kabel lugten und dann die Leute aus dem Bus geschickt. Das ist alles.« In der Tasche sollen sich fünf Kilogramm Sprengstoff befunden haben, berichten israelische Medien. Genug, um große Zerstörung anzurichten.

Sicherheitsminister Yitzhak Aharonowitsch forderte anschließend die israelische Bevölkerung auf, wachsam zu sein und jegliche verdächtige Handlung umgehend der Polizei zu melden.

Hamas Bisher hat niemand die Verantwortung für den Anschlag übernommen. Die palästinensischen Terrorgruppen Hamas und Islamischer Dschihad lobten die Attacke jedoch. »Wir begrüßen den Einsatz in Tel Aviv«, sagte Hamas-Sprecher auf Al Aqsa TV, dem offiziellen Fernsehsender der Organisation. »Es ist eine Antwort auf all die Taten, die die Zionisten täglich begehen.«

Bereits vor etwas mehr als einem Jahr war in Tel Aviv ein Anschlag auf einen Bus verübt worden. Damals wurden 28 Menschen verletzt.

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