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Anerkennung, Bilder, Liebe

Frauenpower: Kamala Harris Foto: imago images/ZUMA Wire

Anerkennung
Politikerinnen in Israel freuen sich auf die angehende US-Vizepräsidentin Kamala Harris, derzeit Senatorin in Kalifornien. »Dies ist ein großes Geschenk, das wir uns zum 100. Geburtstag des Frauenwahlrechts in Amerika gegeben haben«, sagte die Knessetabgeordnete Merav Michaeli von der Arbeitspartei. »Ich habe volles Vertrauen, dass sie eine gerechtere Gesellschaft für alle schafft, und ich habe vor, für eine bessere Zukunft in Israel in ihre Fußstapfen zu treten.« Auch die Likud-Abgeordnete Sharren Haskel gratulierte: »Es ist wundervoll zu sehen, dass eine Frau wie Kamala die unsichtbare Barriere durchbricht und eine derartige Schlüsselposition erreicht.«

Verkauf
Das amerikanische Unternehmen Snap Inc., das die Messaging-App Snapchat herausbrachte, hat die israelische Firma Voca.ai gekauft. 70 Millionen US-Dollar gingen dafür über den Tisch. Voca, gegründet 2017 von den beiden Tech-Unternehmern Einav Itamar und Alan Bekker, entwickelt Voice-Assistenten für Callcenter auf der Basis von Künstlicher Intelligenz. Zu ihren Investoren gehört unter anderem American Express. Die 35 Angestellten sollen von Snap Inc. übernommen werden, heißt es.

Bilder
Der Flug von Korean Air hatte eine Fracht von unschätzbarem Wert geladen: 106 Meisterwerke aus dem Israel-Museum in Jerusalem, darunter einige der bedeutendsten Ausstellungsstücke. Nach einem ungewollten verlängerten Aufenthalt in Südkorea wegen der Corona-Pandemie kamen die Bilder jetzt wieder in ihrer Heimat an. Darunter waren impressionistische und post-impressionistische Werke von Renoir, Pissarro, Gauguin, Monet und anderen. Das Museum hatte sie im Rahmen seiner internationalen Zusammenarbeit mit anderen Häusern an das Hangaram Art Museum in Seoul ausgeliehen. Am 30. August endete die Ausstellung, doch wegen fehlender Flugverbindungen konnten die Werke vorerst nicht zurückkehren. Erst vor wenigen Tagen landeten sie schließlich auf dem Ben-Gurion-Flughafen. Unter den berühmten Werken befinden sich unter anderem die »Seerosen« von Claude Monet.

Liebe
Das israelische Außenministerium ist zum Schadchen avanciert. Für den aus China stammenden »Single-Tag« am 11. November bot die Behörde an, die Nutzer von sozialen Medien miteinander zu verbinden. Auf seinem offiziellen Twitter-Account wandte sich das Ministerium an »alle Singles und jüdischen Mütter in der Welt«. Die Nutzer wurden aufgefordert, Wohnort, Alter und Hobbys zu posten. Anschließend sollten die Angaben mit den mehr als 660.000 Followern des Ministeriums geteilt werden. Die Behörde selbst machte auch mit. Sie schrieb über sich, sie sei »72 Jahre alt und genießt lange Spaziergänge am Strand, Archäologie, Tech-Dinge und @Fauda«. Der Single-Tag ist in den frühen 90er-Jahren in China eingeführt worden und avancierte in den vergangenen Jahren zu einem Hit in den sozialen Medien.

Gratulation
Sie macht aus ihrer Präferenz kein Hehl: Die Schauspielerin Gal Gadot (Wonder Woman) sandte per Facebook und Instagram Glückwünsche an den angehenden Präsidenten der USA, Joe Biden. »Das Volk hat gesprochen! Gratulation an Joe Biden und Kamala Harris«, schrieb die Künstlerin und sammelte innerhalb kurzer Zeit mehr als eine Million »Likes« von ihren Fans. Doch nicht allen gefiel es. Rechtsgerichtete Israelis kritisierten, Gadot sei eine »Hollywood-Linke geworden, die ihr Land vergessen hat«.

Spende
Prince Charles hat eine private Spende an das Peres Center for Peace and Innovation überwiesen. Es ist das erste Mal, dass ein Mitglied der britischen Königsfamilie offiziell Geld für die israelische Sache gibt. Der Thronfolger ist ein enger Freund Israels, reiste zur Beerdigung von Präsident Schimon Peres an und war Teil der internationalen Delegation in Jerusalem zum 75. Jahrestag der Befreiung des Todeslagers Auschwitz. »Die Spende an das Peres Center unterstreicht die Bedeutung seiner Besuche«, so der britische Botschafter in Tel Aviv, Neil Wiagan, »und sie spiegelt die Bedeutung der Beziehung zwischen Großbritannien und Israel wider.«

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