Terror

Al Qaida spricht Hebräisch

Jetzt wird auch in Iwrit gedroht: Al-Qaida-Video auf You Tube Foto: Youtube.com

Wenn das Terrornetzwerk Al Qaida Bekennerschreiben publiziert oder Drohungen ausstößt, bedient es sich in der Regel des Arabischen. Am Donnerstag haben die Dschihadisten erstmals die Sprache des Landes benutzt, das sie vernichten wollen. Auf Iwrit warnten die Islamisten die »jüdischen Aggressoren«, dass diese »vor Raketenangriffen nicht sicher« sein würden, es sei denn, sie verließen Palästina.

Die in Gaza agierende Gruppe, die sich »Gemeinschaft der Sunni-Anhänger« nennt, reagiert mit dem auch über You Tube verbreiteten Clip auf die gezielte Tötung von Islam Yassin. Er war am Mittwoch bei einem israelischen Angriff gestorben, zusammen mit seinem Bruder. Yassin war die rechte Hand von Mumtaz Darwish, des Anführers der »Armee des Islam«, die mit Al Qaida kooperieren soll. Yassin steht im Verdacht, die Entführung israelischer Touristen auf der Sinai-Halbinsel geplant zu haben und an der Verschleppung des israelischen Soldaten Gilad Schalit beteiligt gewesen sein.

Die mit einer leicht heiseren Stimme auf Hebräisch vorgetragene Warnung von Al Qaida wird von Experten als psychologische Kriegsführung gewertet. Israelis sollen in der eigenen Sprache hören, wie ihnen gedroht wird. Der Text wurde vom Armeesender ausgestrahlt. Ohne Übersetzung, versteht sich.

Link:
http://www.youtube.com/watch?v=UGuqCbIULpU&feature=player_embedded

Aschkelon

Charedi-Extremisten stürmen Haus des Chefs der Militärpolizei

Gegner der Wehrpflicht auch für Ultraorthodoxe haben die Familie des IDF-Offiziers bedroht. Eine gefährliche »rote Linie« sei überschritten, sagt die Armee

 29.04.2026

Jerusalem

Haben die Raketenlieferungen nach Deutschland Israel gefährdet?

In Israel ist eine Diskussion über die Frage entbrannt, ob es richtig war, inmitten iranischer Raketenangriffe Arrow-Abfangraketen zu exportieren

 29.04.2026

Medien

Springer-Chef Döpfner nimmt »Politico«-Redaktion in die Pflicht

Niemand sollte für Axel Springer arbeiten, wenn er Israels Existenzrecht anzweifelt, stellt Mathias Döpfner nach Kritik aus der »Politico«-Redaktion klar

 29.04.2026

Israel

Herzog setzt sich für Deal in Netanjahu-Prozess ein

US-Präsident Trump drängt darauf, dass der in einem Korruptionsverfahren angeklagte israelische Regierungschef Netanjahu begnadigt wird. Israels Präsident Herzog strebt eine Einigung an.

 28.04.2026

Nahost

Verdrehte Moral

Es ist geradezu atemraubend, mit welcher Inbrunst das Opfer-Täter-Verhältnis hierzulande verkehrt wird, wenn es um Israels Reaktion auf islamistische Terrororganisationen geht

von Jacques Schuster  28.04.2026 Aktualisiert

Israel

Gefängnis fürs Grillen

Mehr Strafen für Verstöße gegen »religiöse Disziplin«

von Sabine Brandes  28.04.2026

Nahost

Sa’ar: Israel hat »keine territorialen Ambitionen im Libanon«

Israels rechtsextremer Finanzminister Smotrich hat kürzlich gefordert, Israels neue Grenze im Norden müsse ein Fluss im Libanon sein. Israels Außenminister widerspricht.

 28.04.2026

Kommentar

Antisemitismus und Israelfeindlichkeit werden die SPD nicht retten

Die Sozialdemokraten sollten sich nicht an Zohran Mamdani oder Pedro Sánchez orientieren, sondern an einer alten Wahrheit von Bill Clinton

von Stefan Laurin  28.04.2026

Diplomatischer Konflikt

Streit um russisches Schiff in Haifa: Ukraine bestellt Israels Botschafter ein

Der ukrainische Außenminister Sybiha beschwert sich über »illegalen Handel mit gestohlenem ukrainischem Getreide«. Sein israelischer Kollege Sa’ar weist dies zurück, kündigt aber eine Prüfung an

 28.04.2026