Archäologie

900 Jahre alter Goldohrring

Caesarea: eine der wichtigsten historischen Stätten Israels Foto: Flash 90

Israelische Archäologen haben ein Bronzegefäß mit einem mutmaßlich rund 900 Jahre alten Goldohrring sowie Goldmünzen in der Küstenstadt Caesarea gefunden. Es handele sich um einen »seltenen und wichtigen Schatz«, teilte die israelische Altertumsbehörde am Montag mit. Die Münzen datierten auf das Ende des 11. Jahrhunderts. Dadurch sei es möglich, eine Verbindung zwischen dem Fund und der Eroberung der Stadt durch die Kreuzfahrer im Jahr 1101 zu ziehen.

»Jemand hat sein Vermögen versteckt, in der Hoffnung, es wiederzufinden, kam aber niemals zurück«, hieß es in einer Mitteilung. Der Schatz habe sich zwischen zwei Steinen in einem Brunnen befunden. »Das Versteck ist ein stilles Zeugnis von einem der dramatischsten Ereignisse in der Geschichte Caesareas – der gewaltsamen Eroberung der Stadt durch die Kreuzfahrer.«

GOLDMÜNZEN Sechs der gefundenen 24 Münzen seien extrem seltene kaiserlich-byzantinische Goldmünzen gewesen. Fünf davon seien mit einer Einbuchtung versehen und gehörten zu der Herrschaft des byzantinischen Kaisers Michael VII. Dukas (1071-1079). »Diese verweisen auf Kontakte, mögliche Geschäftsbeziehungen zwischen Caesarea und Konstantinopel zu dieser Zeit«, sagte Robert Kool, Münzenexperte der Altertumsbehörde.

Caesarea ist eine der wichtigsten historischen Stätten Israels. Sie liegt zwischen Tel Aviv und Haifa. Der römische König Herodes errichtete dort einen der größten Seehäfen des römischen Reichs. Die Metropole Caesarea – benannt zu Ehren der römischen Kaiser – war damals ein international bedeutendes Handelszentrum.  dpa

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