Jerusalem / Washington

50-Jahr-Feier

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu bei der 50-Jahr-Feier der Knesset und des US-Kongresses am 7. Juni 2017 Foto: Flash 90

Die Knesset und der US-Kongress haben am Mittwoch in einer Live-Schaltung gemeinsam das 50. Jubiläum der Eroberung Ost-Jerusalems durch Israel und die Vereinigung der zuvor geteilten Stadt gefeiert.

Knesset-Sprecher Yuli Edelstein forderte die US-Regierung dabei auf, Jerusalem zu »offiziellen und unumstrittenen Hauptstadt des Staates Israel« zu erklären und die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen.

Trump Edelstein betonte, unter israelischer Souveränität sei sichergestellt, dass die heiligen Stätten in Jerusalem Betern aller Religionen offenstehen. Zuvor war US-Präsident Donald Trump von seinem Wahlversprechen abgerückt, die amerikanische Botschaft in Israels Hauptstadt zu verlegen.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu ging in seiner Ansprache nicht direkt auf diese Frage ein. Laut »Times of Israel« sagte er: »Es ist ein Vergnügen, zu Ihnen aus Jerusalem zu sprechen – der ewigen, ungeteilten Hauptstadt Israels.« Außerdem versprach Netanjahu, Jerusalem werde niemals wieder geteilt sein.

Der Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Paul Ryan, lobte, dass in Jerusalem Anhänger aller Religionen »sicher und friedlich« beten könnten. »Das sollten wir nicht als selbstverständlich ansehen«, fügte er hinzu. ag

Mentale Gesundheit

Die Einsamkeit wiegt am Schwersten

Fast eine Million Israelis suchten seit Kriegsbeginn Hilfe bei der psychischen Notfall-Hotline Eran

von Sabine Brandes  07.10.2026

Porträt

Nach der Musik das Essen

Der Norden war von Terror und Krieg besonders geschunden. Aber auch Absagen aus dem Ausland beendeten Shachar Bers Karriere als Drummer. Mit einer eigenen Aufstrich-Marke wagt er den Neuanfang

von Sabine Brandes  07.10.2026

Nachrichten

Massage, Kibbuz, Opposition

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  07.10.2026

Kommentar

Wenn Chuzpe Leben rettet

Die bemerkenswerte Abwesenheit von Scham, Vorsicht und Selbstzweifel ist eine israelische Eigenart. Im Fall des Flydubai-Fluges half sie, eine Katastrophe zu verhindern

von Sabine Brandes  07.10.2026

Kfar Aza

»Die Angst steckt noch immer im Rucksack«

Shachar Tzuk überlebte das Hamas-Massaker. Drei Jahre später hat sie ein Zuhause, eine Verlobte und ein neues Leben – aber noch immer eine gepackte Fluchttasche

von Sabine Brandes  07.10.2026

Terror

Flydubai-Copilot wollte offenbar Tel Aviver Flughafen treffen

Was war das Ziel des mutmaßlichen Angreifers beim Flydubai-Flug nach Tel Aviv? Die Ermittlungen dazu laufen noch, doch immer mehr Informationen sickern an die Öffentlichkeit

 07.10.2026

Libanon

Hisbollah bezeichnet Hamas-Massaker als »Akt des Widerstandes«

Die Hisbollah hält am dritten Jahrestag an ihrer Rechtfertigung des Angriffs vom 7. Oktober 2023 fest. Seitdem haben die Kämpfe auch im Libanon Tausende Menschen das Leben gekostet

 07.10.2026

Krieg

Israels Armee hat seit Hamas-Massakern 100.000 Ziele angegriffen

Vor drei Jahren ermordeten Hamas-Terroristen rund 1.200 Menschen in Israel. Der Überfall löste den Gaza-Krieg aus. Israel hat seither Zehntausende Ziele in der Region angegriffen

 07.10.2026

Jahrestag der Massaker

Israel gedenkt der Opfer des 7. Oktober

Drei Jahre nach den blutigen Massakern im Süden Israels gedenkt das Land der Opfer. Präsident Herzog findet berührende Worte. Am Abend sollen Zehntausende in Tel Aviv zusammenkommen

 07.10.2026 Aktualisiert