Terror

25-jährige israelische Geisel im Gazastreifen für tot erklärt

Sahar Baruch sel. A.

Der 25-jährige Israeli Sahar Baruch ist nach Informationen der Geiselfamilien in der Gefangenschaft der islamistischen Terrororganisation Hamas im Gazastreifen ermordet worden. Das Forum der Geiselfamilien sowie der Ortschaft Kibbuz Beeri, aus der der junge Mann stammte, teilten dies am Samstag mit.

Der Student war am 7. Oktober von Terroristen aus dem Grenzort in den Gazastreifen verschleppt worden. Seine Großmutter und sein Bruder wurden bei dem Massaker der Hamas ebenfalls ermordet.

Der bewaffnete Hamas-Arm, die Kassam-Brigaden, hatten am Freitag ein Video veröffentlicht. Es zeigte den 25-Jährigen zunächst lebend. Am Ende ist eine blutige Leiche zu sehen. Die Kassam-Brigaden behaupteten, er sei bei einem israelischen Befreiungsversuch getötet worden.

Der israelische Armeesprecher Daniel Hagari hatte am Freitag mitgeteilt, zwei israelische Soldaten seien bei einem Einsatz zur Rettung von Geiseln schwer verletzt worden. »Wir haben bei dieser Operation keine Geiseln gerettet«, sagte er.

Das Forum der Geiselfamilien teilte am Samstag mit, man werde die Rückführung der Leiche des jungen Mannes als Teil jeglichen Deals mit der Hamas über die Freilassung von Häftlingen fordern. »Wir werden nicht ruhen, bis alle wieder zu Hause sind.«

Nach Angaben der israelischen Armee sind derzeit noch 138 Geiseln in der Gewalt der Hamas und anderer Terror-Gruppen im Gazastreifen. Bei dem beispiellosen Überfall auf Grenzorte in Israel wurden mehr als 240 Menschen entführt.

Im Rahmen eines Deals zwischen der Regierung in Jerusalem und der Hamas wurden kürzlich insgesamt 105 Geiseln freigelassen. Im Austausch entließ Israel 240 palästinensische Häftlinge - unter ihnen Kriminelle, Mörder, Terroristen - aus israelischen Gefängnissen.

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