Jom Haazmaut

16 Helden für Israel

Iris Yifrach, Bat-Galim Shaer und Rachelle Fraenkel, die drei Mütter, deren Söhne 2014 von der Hamas ermordet wurden, entzünden eine Fackel. Foto: Flash 90

Trauer und Freude liegen oft nah beieinander: In Israel wurde das am Mittwochabend besonders deutlich. Tagsüber wurde der gefallenen Soldaten und der Opfer des Terrors am Jom Hasikaron gedacht. Als die Sonne unterging, begann nach dem jüdischen Kalender der neue Tag, und damit der Jom Haazmaut.

Seitdem wird gefeiert. Überall sind am Unabhängigkeitstag blau-weiße Fahnen zu sehen, Feuerwerke zu erleben, es werden Partys und Grillfeste veranstaltet. Am Donnerstagvormittag standen dann die landesweite Flugschauen und das jährliche Bibelquiz auf dem Programm.

HERZLBERG Begonnen hatte der  Jom Haazmaut in Jerusalem mit der zentralen Zeremonie auf dem Herzlberg. Dabei entzündeten 16 Frauen und Männer 13 Fackeln. Es sind Menschen, die ihr persönliches Schicksal in eine Inspiration verwandelt haben. »Diese Frauen und Männer können die gesamte Bevölkerung motivieren«, sagte Sport- und Kulturministerin Miri Regev.

Unter ihnen sind Iris Yifrach, Bat-Galim Shaer und Rachelle Fraenkel, die drei Mütter, deren Söhne 2014 von der Hamas ermordet wurden. »Durch unsere persönliche Tragödie haben wir das Volk Israels erst richtig gesehen«, sagte Yifrach. »Wir sind ein Volk, das sich um einander kümmert, einander hilft und liebt.«

Space IL Der SpaceIL-Präsident Morris Kahn und der »Beresheet«-Gründer Kfir Damari, zwei zentrale Figuren hinter dem israelischen Vorhaben, auf dem Mond zu landen, waren ebenfalls dabei.

»Diese Frauen und Männer können die gesamte Bevölkerung motivieren.«Miri Regev

Auch der IDF-Kommandant Shai Siman-Tov entzündete gemeinsam mit seiner Frau eine Fackel. Siman-Tov, der seit dem Gaza-Krieg 2014 im Rollstuhl sitzt, kehrte in den aktiven Dienst zurück. Er widmete die Fackel »den Zehntausenden Soldaten, die ihre Tage und Nächte damit verbringen, den Staat Israel zu schützen«.

Sport Für den Sport war die Ruder-Paralympionikin Moran Samuel vertreten. Sie sagte nach der Zeremonie: »Als ich ein kleines Mädchen war, haben wir immer das Fackel-Entzünden angeschaut und gefragt, ob einem von uns jemals diese Ehre zuteilwird.«

Die Fackel für die Juden in der Diaspora entzündete Jeffrey Finkelstein, Präsident der jüdischen Föderation von Pittsburgh. In der Synagoge »Tree of Life« wurden im vergangenen Jahr elf Menschen bei einem antisemitischen Angriff ermordet.

Schoa-Überlebende Auch der berühmte Sänger Yehuda Poliker war dabei, sowie der Filmemacher Avi Nesher, der Direktor des Ziv Medical Center, Salman Zarka, der äthiopische Aktivist Menashe Zalka sowie Hodaya Oliel, die ihr Medizinstudium trotz zerebraler Kinderlähmung erfolgreich abschloss. Außerdem die Schoa-Überlebende Marie Nahmias, die als Pflegemutter 52 behinderte Kinder betreut, und der Teenager Gil Shlomo, der in Sderot als Leiter bei den Pfadfindern arbeitet.

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