Berlin

Offenes Ohr

Außenministerin Annalena Baerbock mit Kindern der Berliner Masorti-Kita Foto: picture alliance / photothek

Außenministerin Annalena Baerbock hat am Montagvormittag einen jüdischen Kindergarten in Berlin besucht. Als einen der Gründe für ihren Besuch nannte die Grünen-Politikerin, dass sie davon gehört habe, wie sich jüdische Eltern um die Sicherheit ihrer Kinder sorgen.

MASORTI Die Einrichtung im Berliner Westen wird von der Masorti-Bewegung getragen, die innerhalb der religiösen Strömungen eine Mittelposition zwischen Reform und Orthodoxie vertritt.

Die Mitarbeiter des Kindergartens führten Baerbock durch die Räume. Sie berichteten, dass am heutigen Montag eine separate Gruppe für israelische Kinder eröffnet worden sei, deren Familien wegen des Krieges nach Deutschland gekommen seien. »Manche wollen vier Wochen bleiben, andere denken über einen längeren Zeitraum nach«, sagte Eva Frenzen, Geschäftsführerin von Masorti e.V..

Kritische Fragen wie die, warum sich Deutschland bei der jüngsten UN-Abstimmung nicht mit Israel solidarisch gezeigt hat, musste die Außenministerin bei diesem Termin nicht fürchten. Im Gegenteil, die Kindergarten-Mitarbeiter waren dankbar, dass eine führende Politikerin in diesen Tagen, da Juden in Deutschland wieder um ihre Sicherheit bangen, ein offenes Ohr für sie hatte. tok

Frankfurt

Jüdische Gemeinde Frankfurt erhöht Druck auf Hessischen Rundfunk

Im Streit um das in der NS-Zeit enteignete Grundstück der örtlichen B’nai-B’rith-Loge stehen nun auch personelle Konsequenzen im Raum

 25.09.2026

Düsseldorf

Josef-Neuberger-Medaille für Grünen-Ministerin Mona Neubaur

Mit der Josef-Neuberger-Medaille ehrt die Jüdische Gemeinde Düsseldorf seit über 30 Jahren Menschen oder Institutionen der nichtjüdischen Öffentlichkeit

 14.09.2026

Rosch Haschana

Neujahrswünsche von Friedrich Merz und Johann Wadephul

Zum jüdischen Neujahrsfest schicken der Bundeskanzler und der Bundesaußenminister Grußbotschaften an die jüdischen Gemeinden

 10.09.2026

Berlin

Wahlkampfdebatte im Gemeindehaus

Die Jüdische Gemeinde lud anlässlich der bevorstehenden Wahl die Spitzenkandidaten von CDU, Linken, Grünen und SPD zum Podiumsgespräch. Am Ende wurde mal wieder über Antisemitismusdefinitionen gestritten

von Debora Eller  10.09.2026

Viktoria Ladyshenski

Schleswig-Holstein

»Wir packen unsere Koffer«

Viktoria Ladyshenski, Geschäftsführerin der Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holstein, warnt, dass die Gefahr durch linken und islamistischen Antisemitismus in Deutschland nicht ernst genug genommen wird

 08.09.2026

Sachsen-Anhalt

Landeszentrale unterstützt Fahrten von Schülern zu jüdischen Gemeinden

Seit Jahren können Schulklassen für Fahrten zu Gedenkstätten Zuschüsse beim Land Sachsen-Anhalt beantragen. Künftig soll auch jüdisches Leben sichtbar gemacht werden, weshalb das Land die Förderung ausweitet

 31.08.2026

Ehrung

Rabbiner Andreas Nachama erhält Berliner Moses-Mendelssohn-Preis         

Er gilt als eine zentrale Figur des jüdischen Lebens in Deutschland: der Rabbiner und Publizist Andreas Nachama. Nun erhält er eine besondere Auszeichnung

von Daniel Zander  31.08.2026

Memoiren

Und dennoch!

2012 erschienen die Lebenserinnerungen der Schoa-Überlebenden Charlotte Knobloch. Titel: »In Deutschland angekommen«. Heute sagt sie: »Ich habe mich getäuscht.« Jetzt legt deshalb ein weiteres Buch vor

von Christoph Renzikowski  21.08.2026

Straßenfest

Chabad Berlin feiert 30. Jubiläum

Drei Jahrzehnte jüdisches Leben: Mit einem Straßenfest möchte eine jüdische Gemeinde in Berlin nicht nur die eigene Geschichte feiern. Es soll auch ein Blick in die Zukunft geworfen werden

 20.08.2026