Frankfurt

Graumann und Grünbaum zur Doppelspitze in der Frankfurter Gemeinde gewählt

Der neue Vorstand wurde am 8. Oktober gewählt.

Benjamin Graumann und Marc Grünbaum sind zu den neuen Vorstandsvorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main gewählt worden. Am gestrigen Dienstag (8. Oktober) fand die konstituierende Sitzung des neugewählten Gemeinderats statt, der sich aus 17 Repräsentanten zusammensetzt. Den Vorsitz hatte die neu gewählte Gemeinderatsvorsitzende Miriam Adlhoch. Der Vorstand wird mit Rachel Heuberger, Daniel Korn und Boris Milgram vervollständigt.

Mit einer Innovation beginne der neue Vorstand seine vierjährige Amtszeit, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde. »Eine gleichberechtigte Vorstandsdoppelspitze ist erstmalig in der Geschichte der Jüdischen Gemeinde Frankfurt.« Die neue Aufstellung gelte einerseits als Antwort auf die gewachsenen Herausforderungen, andererseits als Zeichen eines starken Zusammenhalts innerhalb der Gemeinde sowie »einer vereinten Kraft, die für Stabilität und für weiteren Aufbau von Angeboten und Infrastruktur steht«.

Hierzu teilt der Vorstand möchte »mit einer gleichberechtigten Doppelspitze, einem starken Vorstand und dem verstärkten Einbeziehen unserer Gemeinderäte unsere Gemeinde voranbringen und stark für die Zukunft machen. Dabei ist uns die Stärkung der jüdischen Identität und des Zusammenhalts besonders wichtig«. Ebenso soll das jüdische Leben noch sichtbarer in unserer Stadt verankert und dabei Kooperationen mit unseren politischen, zivilgesellschaftlichen und interreligiösen Partnern vergrößert werden.

Salomon Korn und Leo Latasch werden nicht mehr dem Vorstand und dem Gemeinderat der Jüdischen Gemeinde Frankfurt angehören. Beide wurden erstmals 1986 in den Gemeinderat gewählt. Salomon Korn gehörte seit 1986 dem Gemeindevorstand an, ab 1999 als Vorsitzender. Leo Latasch war seit 1992 Vorstandsmitglied der Jüdischen Gemeinde Frankfurt.

Die Gemeinderatswahl fand am 19. September 2024 (Vorwahltag) und 29. September 2024 (Hauptwahltag) statt. Der Gemeinderat wird alle vier Jahre von den Gemeindemitgliedern neu gewählt. Der Gemeinderat wählt in seiner ersten Sitzung neben dem Gemeinderatsvorsitz den Vorstand, der wiederum den – und bei dieser Wahl – die Vorstandsvorsitzenden wählt.

Rosch Haschana

Neujahrswünsche von Friedrich Merz und Johann Wadephul

Zum jüdischen Neujahrsfest schicken der Bundeskanzler und der Bundesaußenminister Grußbotschaften an die jüdischen Gemeinden

 10.09.2026

Berlin

Wahlkampfdebatte im Gemeindehaus

Die Jüdische Gemeinde lud anlässlich der bevorstehenden Wahl die Spitzenkandidaten von CDU, Linken, Grünen und SPD zum Podiumsgespräch. Am Ende wurde mal wieder über Antisemitismusdefinitionen gestritten

von Debora Eller  10.09.2026

Viktoria Ladyshenski

Schleswig-Holstein

»Wir packen unsere Koffer«

Viktoria Ladyshenski, Geschäftsführerin der Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holstein, warnt, dass die Gefahr durch linken und islamistischen Antisemitismus in Deutschland nicht ernst genug genommen wird

 08.09.2026

Sachsen-Anhalt

Landeszentrale unterstützt Fahrten von Schülern zu jüdischen Gemeinden

Seit Jahren können Schulklassen für Fahrten zu Gedenkstätten Zuschüsse beim Land Sachsen-Anhalt beantragen. Künftig soll auch jüdisches Leben sichtbar gemacht werden, weshalb das Land die Förderung ausweitet

 31.08.2026

Ehrung

Rabbiner Andreas Nachama erhält Berliner Moses-Mendelssohn-Preis         

Er gilt als eine zentrale Figur des jüdischen Lebens in Deutschland: der Rabbiner und Publizist Andreas Nachama. Nun erhält er eine besondere Auszeichnung

von Daniel Zander  31.08.2026

Memoiren

Und dennoch!

2012 erschienen die Lebenserinnerungen der Schoa-Überlebenden Charlotte Knobloch. Titel: »In Deutschland angekommen«. Heute sagt sie: »Ich habe mich getäuscht.« Jetzt legt deshalb ein weiteres Buch vor

von Christoph Renzikowski  21.08.2026

Straßenfest

Chabad Berlin feiert 30. Jubiläum

Drei Jahrzehnte jüdisches Leben: Mit einem Straßenfest möchte eine jüdische Gemeinde in Berlin nicht nur die eigene Geschichte feiern. Es soll auch ein Blick in die Zukunft geworfen werden

 20.08.2026

Frankfurt am Main

Motty Steinmetz stimmt auf die Hohen Feiertage ein

Es dürfte es ein Abend werden, bei dem Musik und Spiritualität besonders eng miteinander verbunden sind

 20.08.2026

Bundeswehr

»Wir sind Partner auf Augenhöhe«

Am 21. Juni 2021 begann die jüdische Militärseelsorge bei der Bundeswehr. Militärbundesrabbiner Zsolt Balla zieht nach fünf Jahren eine positive Zwischenbilanz

 18.06.2026