Gründung

Mit Kölsch und Kippa

Rosenmontagszug in Köln Foto: dpa

Erstmals seit den 1930er‐Jahren gibt es in Köln wieder einen jüdischen Karnevalsverein. Er nennt sich nach eigenen Angaben vom Montag »Kölsche Kippa Köpp e.V.«. Die Abkürzung K.K.K. erinnert an den »Kleinen Kölner Klub«, in dem sich jüdische Kölner Jecken in den 1920er‐ und 1930er‐Jahren organisiert hatten.

GESCHICHTE Mit Beginn der Verfolgung durch das Naziregime fand der »Kleine Kölner Klub« ein jähes Ende. Einigen Mitgliedern gelang die Flucht ins Ausland, andere wurden ermordet.

Die »Köpp«, wie sich die Mitglieder des neuen Vereins nennen, sehen das Wiederaufleben als Bereicherung für den kölschen Karneval. »Wir sind uns der Tradition des früheren K.K.K. sehr bewusst, freuen uns aber auch darauf, neue Traditionen zu begründen«, sagte Präsident Aaron Knappstein. »Kölner Juden waren immer Teil des vielfältigen karnevalistischen Lebens, aber lange Zeit nicht sichtbar.«  dpa

Kompakt

Wahl, Neuauflage, Sommerfest

Meldungen aus den Gemeinden

 20.08.2019

Restitution

»Ethische Pflicht«

Bayern gibt NS‐Raubkunst an die Erben des Ehepaars Davidsohn zurück

von Helmut Reister  19.08.2019

München

Eine Puppenstube für die Gemeinde

Die IKG erhält eine Sammlung mit Spielzeugmöbeln aus dem »Volkskunsthaus Wallach«

von Ellen Presser  19.08.2019