IKG

Austausch und Anerkennung

Delegierte der Versammlung am Jakobsplatz Foto: KJR Muenchen-Stadt

Der Kreisjugendring (KJR) München-Stadt ist Träger von 49 städtischen Freizeitstätten und acht Kindertageseinrichtungen und gleichzeitig Arbeitsgemeinschaft von derzeit 68 Jugendverbänden und -gemeinschaften in München. Delegierte von derart geballter Jugendpower treffen sich zweimal im Jahr zur Vollversammlung in wechselnden Einrichtungen. Kurz nach der Eröffnung des 1982/1983 rundum erneuerten Jugend- und Kulturzentrums der Israelitischen Kultusgemeinde tagte man etwa im IKG-Gartenhaus in der Prinzregentenstraße.

Zum Frühjahrstermin im Juni 2018 wählte der KJR-Vorstand ganz bewusst das Jüdische Gemeindezentrum am St.-Jakobs-Platz. Dieser Ort stand lange vor der Entscheidung für die Kundgebung und Solidaritätsaktion vom 8. Juni 2018 fest, dem Tag, an dem 80 Jahre zuvor das Schicksal der Münchner Hauptsynagoge an der Herzog-Max-Straße und das Schicksal der Münchner Juden besiegelt worden war.

Geschichte Die KJR-Vorsitzende Steffi Lux ist, wie sie in ihrer Begrüßungsrede vor mehr als 100 Delegierten deutlich machte, »entsetzt, dass wir – mit dieser grausamen und menschenverachtenden deutschen Geschichte im Gepäck – in den vergangenen Wochen und Monaten beobachten müssen, wie antisemitische Übergriffe zunehmen«.

Für ihre deutlichen Worte gab es Applaus: »Wir verurteilen jede Form des noch immer weit verbreiteten Antisemitismus und setzen uns aktiv für eine bunte, vielfältige Gesellschaft, unsere Demokratie und die damit verbundenen Grundwerte ein.« Ehrensache, dass der Kreisjugendring bei der Aktion »Zusammenstehen gegen Antisemitismus!« mitmachte.

Das Grußwort der Israelitischen Kultusgemeinde überbrachte IKG-Geschäftsführerin Brigitte Meier, die sowohl den KJR als auch die Kontinuität jüdischer Jugendarbeit in München gut kennt. Seit 1955 im Verband, gab und gibt es kontinuierliche Verbindungen.

Filmprojekt Meier erinnerte an die Beteiligung des KJR nebst den katholischen und evangelischen Jugendverbänden am Gedenken 1988 an die sogenannte »Kristallnacht«, an die Erinnerungsarbeit mit Max Mannheimer, an den bayerisch-israelischen Jugendaustausch, an das Filmprojekt Kick it like Kurt, das mithilfe israelischer Filmstudenten in Fahrt kam.

Und sie zitierte aus der Präambel des Bayerischen Jugendrings, dem der KJR München-Stadt angehört, und in der es heißt: »Grundlage … ist die Anerkennung des eigenen Wertes der einzelnen Jugendgemeinschaften ohne Rücksicht auf politische, religiöse, klassenmäßige oder rassische Unterschiede.«

Rund drei Stunden wurde dann von den Jugendverbandsvertretern um jugendpolitische Forderungen gerungen – nur unterbrochen von einem köstlichen koscheren Buffet.

Frankfurt am Main

Jüdische Gemeinde zeichnet Jugendengagement mit Beni-Bloch-Preis aus

»Wir ehren unser langjähriges Vorstandsmitglied Benjamin Bloch sel.A. und erinnern damit an seinen Einsatz für die jüdische Gemeinschaft«, sagt der Vorstandvorsitzende der Gemeinde, Benjamin Graumann

 01.06.2026

Fest

Magdeburger Synagogen-Gemeinde hat neue Torarolle eingeweiht

Mit dem Fest der Toravollendung konnte die neue Torarolle der Magdeburger Synagogen-Gemeinde eingeweiht werden. Traditionell wurden die 5 Bücher Mose von einem Sofer genannten Schreiber in Israel angefertigt

von Thomas Nawrath  20.05.2026

Berlin

»Ein leuchtendes Beispiel«

Jüdische Gemeinde Chabad zeichnet die First Lady Elke Büdenbender für ihr Engagement zur Stärkung jüdisches Lebens in Deutschland aus

 20.05.2026

Chemnitz

Ausstellung zum Neuanfang der jüdischen Gemeinde Chemnitz

»Jetzt erst recht!«: Eine Ausstellung im Staatlichen Museum für Archäologie erinnert an den mutigen Neuanfang der jüdischen Gemeinde Chemnitz 1945

 18.05.2026

Baden-Württemberg

»Voices of Hope« - Stuttgart ist Bühne für Jewrovision

Die Veranstalter sprechen vom größten jüdischen Gesangs- und Tanzwettbewerb Europas: Am Freitag startet die Jewrovision in Stuttgart. Vorbild ist der ESC, der parallel in Wien stattfindet - jedoch mit anderen Tönen

von Leticia Witte  12.05.2026

Anschlag

Hakenkreuz an Synagoge in Cottbus

Innerhalb weniger Tage ist die Cottbuser Synagoge zweimal von Unbekannten beschmiert worden. In der Nacht zum Montag wurde an der Fassade ein Hakenkreuz entdeckt. Zeitgleich wurde ein alternatives Wohnprojekt mit einer Rauchbombe attackiert

 27.04.2026

Berlin

Berliner Rabbinerin wird Präsidentin der Rabbinical Assembly

Mit Gesa Ederberg übernimmt erstmals eine Europäerin das Spitzenamt der internationalen Organisation

 18.03.2026

Daniel Grossmann

»Wir bleiben sichtbar«

Der Münchener Dirigent erhält die Wilhelm-Hausenstein-Ehrung

von Esther Martel  04.03.2026

Sicherheit

»Keine jüdische Veranstaltung soll je abgesagt werden müssen«

Nach dem Massaker von Sydney wendet sich Zentralratspräsident Josef Schuster in einer persönlichen Botschaft an alle Juden in Deutschland: Lasst euch die Freude an Chanukka nicht nehmen!

von Josef Schuster  17.12.2025