Jom Hasikaron

»Auch wir sind Israel«

Verbunden war die Gedenkstunde mit dem Mincha-Maariv-Gebet. Foto: Marina Maisel

Fast 3000 Kilometer Luftlinie liegen zwischen München und Israel. In der vergangenen Woche, am Jom Hasikaron, war diese Entfernung bedeutungslos. Bei der Gedenkfeier für die gefallenen israelischen Soldaten und die Opfer des Terrorismus in der Ohel-Jakob-Synagoge machte IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch die besondere Nähe zu Israel mit einem einzigen kurzen Satz klar. »Auch wir sind Israel«, erklärte sie.

Die Vielzahl von Repräsentanten unterschiedlichster Organisationen und Gemeinschaften, die den Weg in die Synagoge gefunden hatten, unterstrich die Bedeutung dieses Tages. Eitan Levi von Bajt gehörte etwa zu den Gästen sowie Vertreter vom Verband Jüdischer Studenten in Bayern und Torah Mitzion.

Freiheit Generalkonsulin Sandra Simovich, die zusammen mit weiteren Vertretern des Staates Israel ebenfalls an der Gedenkstunde teilnahm, ging in ihrem auf Hebräisch gehaltenen Grußwort näher auf die Bedeutung des Jom Hasikaron ein. Der für alle Juden weltweit mit dem Staat Israel verbundene Begriff von »Freiheit« spielte auch im Grußwort der IKG-Präsidentin eine zentrale Rolle.

Bezogen auf den Anlass des Gedenkens, die gefallenen Soldaten und getöteten Zivilisten, sagte sie: »Diese Menschen haben ihr Leben für den Staat Israel gegeben, den jüdischen, demokratischen Staat. Sie gaben ihr Leben für den Glauben an Gerechtigkeit, für die Freiheit, im sicheren Wissen, das Richtige zu tun. Sie gaben ihr Leben in der Liebe zu ihrer Heimat, zu Israel, dem Land, in dem jüdische Menschen unangefochten, frei, selbstbestimmt und souverän leben können. Sie gaben ihr Leben für einen Traum, der wahr geworden ist. Für unseren Traum – für die Lebensversicherung der jüdischen Menschen in aller Welt.«

Schicksale Verbunden war die Gedenkstunde, in der auch Gilad Ben Yehuda eindrucksvoll vom Schicksal seines gefallenen Bruders berichtete und Shimrit Sutter-Schreiber (Stadt München) den ebenso bewegenden Text »Das Versäumnis« des israelischen Politikers Yair Lapid vortrug, mit dem Mincha-Maariv-Gebet. Die religiöse Zeremonie wurde von Gemeinderabbiner Shmuel Aharon Brodman und Rabbiner Yehuda Aharon Horovitz gestaltet.

Die Fortsetzung der Gedenkstunde fand dann im Gemeindezentrum statt. Im Restaurant »Einstein« bot der in Haifa geborene Dirigent, Pianist und Sänger Avishay Shalom getragene Melodien und Rhythmen an – Evergreens, die das Publikum zum Mitsingen und Tanzen animierten. Die auf die Leinwand projizierten Bilder aus Israel passten perfekt dazu.

Mobil

Handys im Klassenzimmer?

Wie jüdische Schulen mit der Nutzung der Telefone während der Unterrichtszeit umgehen

von Christine Schmitt  19.09.2019

Leipzig

Meilenstein für jüdisches Leben

Mit einem Konzert feierte die Israelitische Religionsgemeinde zehn Jahre Berliner Rabbinerseminar

von Isabel Seelmann  19.09.2019

Berlin

»Daran möchte ich mitwirken«

Kantor Isidoro Abramowicz über liturgische Tradition, Gebete und Ideen für die Synagoge Pestalozzistraße

von Gerhard Haase-Hindenberg  18.09.2019

Porträt der Woche

»Kunst ist meine Leidenschaft«

Arkadia Vershvovskaya studiert Jüdische Studien in Potsdam und malt in ihrer Freizeit

von Jérôme Lombard  15.09.2019

München

Landtagswahlen, Kultur, Mitzwe Makers

Meldungen aus der IKG

 05.09.2019

Zweiter Weltkrieg

Erinnerung wachhalten

IKG-Präsidentin Knobloch fordert, die Schrecken der Vergangenheit nicht zu vergessen

von Helmut Reister  05.09.2019