Gerhard Richter

»Birkenau«-Zyklus im Reichstagsgebäude

Die Bilder gelten als eine der bedeutendsten Werkgruppen des Dresdener Künstlers

Aktualisiert am 04.09.2017, 14:02

Auf facebook teilen Auf twitter teilen Auf google+ teilen per E-Mail schicken

Der Bilderzyklus »Birkenau« von Starkünstler Gerhard Richter ist künftig im Berliner Reichstagsgebäude zu sehen. Übergabe und Vorstellung des Werkes in der Westeingangshalle des Parlamentsgebäudes seien für Montag im Beisein des Künstlers geplant, teilte die Bundestagsverwaltung am vergangenen Mittwoch in Berlin mit.

Der 1932 in Dresden geborene Richter gilt als einer der wichtigsten zeitgenössischen Künstler. Der vierteilige Zyklus »Birkenau« aus dem Jahre 2014 zählt zu den bedeutendsten Werkgruppen Richters. Der Künstler stelle die Fotografien dem Bundestag als Schenkung zur Verfügung, hieß es. Der Kunstbeirat des Deutschen Bundestages hatte sich im Juni nach einem Vorschlag von Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) für das Werk entschieden.

motive Ausgehend von Fotografien, die im Jahre 1944 im Vernichtungslager Birkenau heimlich aufgenommen wurden, hat Richter deren Motive als Vorlage übernommen, sie in mehreren Arbeitsgängen immer wieder übermalt und verändert. Anschließend wurden von den monumentalen Gemälden gleich große Fotografien angefertigt und hinter Acrylglas versiegelt.

Richter hat bereits mit einer abstrakten schwarz-rot-goldenen Farbkomposition die nördliche Wand der Eingangshalle zum Parlament gestaltet. »Nunmehr erinnern auf der gegenüberliegenden Wand Bilder aus Birkenau, verfremdet im Prozess der Übermalung, an die Barbarei des Holocaust«, hieß es weiter.

So werde in der Halle ein gedanklicher Spannungsbogen aufgebaut und die historische Dimension deutschen Selbstverständnisses zur Anschauung gebracht. Die ursprünglich dort installierten Leuchtkästen von Sigmar Polke müssen restauriert werden, sodass eine neue Gestaltung für die Südwand gefunden werden musste. epd

Auf facebook teilen Auf twitter teilen Auf google+ teilen per E-Mail schicken
Jüdische Allgemeine ePaper
Die Wochenzeitung als ePaper
Cover der Jüdische Allgemeinen vom 24.05.2018

Ausgabe Nr. 21
vom 24.05.2018

Zum Angebot

Fotostrecken

70 Jahre Israel

In diesem Jahr feiert Israel seinen 70. Geburtstag. Am 5. Ijar 5708, dem 14. Mai 1948, wurde der jüdische Staat gegründet.

5. Ijar 5708/14. Mai 1948

Zum Dossier

Wieso Weshalb Warum

Religiöse Bräuche und Begriffe

mehr…

Sprachgeschichte(n)

Über die Herkunft gängiger Wörter wie Pleite, Knast und Polente

mehr…

Anzeige

Gottesdienste

Gottesdienste in den Jüdischen Gemeinden

Glossar

Glossar

Gemeinden

Juedische Gemeinden

Service

Service

Wetter

Wetter - Frühling
Berlin
24°C
wolkig
Frankfurt
28°C
wolkig
Tel Aviv
25°C
heiter
New York
27°C
wolkig
Zitat der Woche
»Wo liegt denn das Problem?«
Dieter Hanitzsch, nach Antisemitismusvorwürfen von der »Süddeutschen
Zeitung« geschasster Karikaturist, zur Kritik an seiner Zeichnung