Literatur

Zukunftsfonds fördert Kafka-Projekte

Franz Kafka (1883 - 1924) Foto: picture alliance / akg-images / Archiv K. Wagenbach

Literatur

Zukunftsfonds fördert Kafka-Projekte

Interessierte aus Deutschland und Tschechien können sich noch bis Ende des Monats um Fördergelder bewerben

 04.06.2024 09:29 Uhr

Anlässlich des 100. Todesjahrs Franz Kafkas unterstützt der deutsch-tschechische Zukunftsfonds grenzüberschreitende Projekte, die sich mit dem Leben und Werk des deutsch-jüdischen Schriftstellers auseinandersetzen.

Wie eine Sprecherin in Prag mitteilte, können sich Interessierte aus Deutschland und Tschechien noch bis Ende des Monats um Fördergelder bewerben. Denkbar seien nicht nur Literaturveranstaltungen, sondern auch Schul- und Jugendbegegnungen, Ausstellungen, Musik- oder Theateraufführungen, Workshops und interaktive Projekte. Die Vorhaben müssen bis Jahresende umgesetzt werden.

Der deutsch-tschechische Zukunftsfonds wurde 1997 gegründet, um zur grenzüberschreitenden Verständigung beizutragen. Er wird von den Regierungen der Bundesrepublik und der Tschechischen Republik gemeinsam finanziert.

»Kafka has Left the Building«

Zahlreiche Projekte wurden bereits genehmigt: Die Bergische Universität Wuppertal und die Prager Akademie der Wissenschaften veranstalten eine dreitägige wissenschaftliche Konferenz zu Kafkas Bezug zur Moderne. Unter dem Motto »Kafka macht Ferien« besuchen Gymnasialschüler aus Teplice und Bremerhaven gemeinsam Orte mit Bezug zu Leben und Werk des Schriftstellers.

Lesen Sie auch

Das deutsch-tschechische Kabarett »Das Thema« hat eine Aufführung mit dem Titel »Kafka has Left the Building« vorbereitet, die am 6. Juni im Prager Theater am Geländer (Divadlo na Zabradli) zu sehen ist. Regisseur ist der aus Bremen stammende Emil Rothermel.

Fünfzehn Vorträge

Ein anderes Projekt will Leben und Werk Kafkas in fünfzehn Vorträgen in Prager Kaffeehäusern einer breiten Öffentlichkeit vorstellen. Im nordböhmischen Frydlant unweit der Grenze zu Sachsen findet ein Kafka-Festival mit Diskussionen, Lesungen, Musik, Theater und Film statt. Kafka hielt sich wegen seiner Tätigkeit für die Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt für das Königreich Böhmen häufiger in der Region auf und fand dort Inspiration für seine Werke.

Der in Prag geborene Franz Kafka starb am 3. Juni 1924 in Kierling bei Wien an den Folgen seiner Tuberkuloseerkrankung. Der deutsch-jüdische Schriftsteller schuf mit seinen Romanfragmenten »Der Prozess«, »Das Schloss« und »Der Verschollene« sowie seinen Erzählungen Werke, die heute unbestritten zur Weltliteratur gehören. dpa

Holzstörche zur Geburt in Niederösterreich. Noch immer werden neben den klassischen Namen viele biblische Namen den Kindern gegeben.

Statistik

Diese hebräischen Vornamen in Österreich sind am beliebtesten

Österreichische Eltern wählen gern Klassiker. Unter den Top Ten sind auch viele Namen biblischen Ursprungs

von Nicole Dreyfus  04.07.2026

Bundesamt für Statistik

Dieser hebräische Vorname ist am beliebtesten bei Schweizer Eltern

Auch in der Schweiz wählen Eltern weiterhin häufig biblische Namen für ihr Neugeborenes

von Nicole Dreyfus  04.07.2026 Aktualisiert

Erhebung

Dieser hebräische Babyname ist in Deutschland am beliebtesten

Welche Namen geben Eltern ihren Sprösslingen in diesem Jahr am liebsten? In welchen Bundesländern gibt es Abweichungen?

 04.07.2026 Aktualisiert

Doha

Indirekte Gespräche zwischen Iran und USA sollen begonnen haben

Die Lage zwischen den USA und dem Iran bleibt weiter angespannt. Dennoch laufen nun Gespräche im Golfstaat Katar

 01.07.2026

Diplomatie

»25 Gründe, warum ich Israel vermisse«

Der deutsche Botschafter Steffen Seibert verlässt in wenigen Tagen nach vier Jahren das Land und kehrt zurück nach Berlin

von Sabine Brandes  30.06.2026

Resümee

Felix Klein: Lebensqualität für Juden hat sich verschlechtert

Nach acht Jahren im Amt wechselt der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, im August den Job. Auf seine Amtszeit blickt der 58-Jährige mit gemischten Gefühlen zurück

von Corinna Buschow, Markus Geiler  29.06.2026

Bündnis Sahra Wagenknecht

Mit einer Portion Antisemitismus gegen den Zionismus

Das Jugendbündnis im BSW hat einen Beschluss zum Zionismus gefasst, der aufhorchen lässt. Auf Instagram verwendete der Verband zudem antisemitische Bildsprache aus der NS-Zeit

von Michael Thaidigsmann  22.06.2026

Zeitgeschichte

Georges-Arthur Goldschmidt sieht Guillotine am Beginn der Schoa

Der französisch-deutsche Schriftsteller sagte in einem Interview »Diese Normalisierung der Todesstrafe hat Europa zerstört.«

 09.06.2026

Holocaust-Gedenken

Wagner und Mendel kritisieren Yad-Vashem-Entscheid

In Deutschland sollen zwei Niederlassungen der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem entstehen. Der jüdische Wissenschaftler Meron Mendel und der Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Jens-Christian Wagner, sehen das in Teilen kritisch

 29.05.2026