Schabbatregeln

»Vom Wettbewerb ausgeschlossen«

Herr Lederhendler, ab diesem Wochenende kämpfen israelische Sportler in Peking um Ränge und Medaillen. Viele Juden hatten bereits vor zwei Jahrtausenden Probleme mit Griechenlands heidnischen Olympiaspielen. Sie auch?
lederhendler: Ich glaube nicht, dass die Olympischen Spiele heute ein heidnischer Kult sind, und ich wünsche unseren Sportlern viel Erfolg. Allerdings tut es mir leid, dass einige von ihnen den Schabbat entweihen werden.

Was würden Sie an ihrer Stelle tun?
lederhendler: Ich bin religiös. Ich würde selbstverständlich nicht antreten, wenn ich dabei gegen die Schabbatregeln verstoßen müsste.

Das hört sich nach einem Vorwurf an.
lederhendler: Jeder muss selbst wissen, was er tut. Allerdings wäre die Schabbatentweihung im Prinzip vermeidbar. Auch ich trete bei internationalen Wettbewerben an. Nur muss mein Verband dafür Sorge tragen, dass das Hotel in Gehdistanz zum Austragungsort liegt, damit ich nicht auf Beförderungsmittel angewiesen bin. Leider werden die israelischen Sportverbände von Säkularen beherrscht, die auf uns keine Rücksicht nehmen. Täten sie das, gäbe es in Israel viel mehr religiöse Spitzensportler. Als sich Staatspräsident Schimon Peres weigerte, in Peking am Schabbat Auto zu fahren, wurde ihm ein Quartier im Olympischen Dorf zur Verfügung gestellt. An ihm können sich unsere Sportfunktionäre ein Beispiel nehmen.

Selbst in Israel finden Sportwettbewerbe meistens am Schabbat statt.
lederhendler: Genau. Damit ist eine absurde Lage entstanden, in der fromme Leistungssportler von den meisten Wettbewerben im eigenen Land ausgeschlossen sind.

Nicht alle Religiösen teilen Ihre Sportbegeisterung. In ultraorthodoxen Kreisen ist Sport als Zeitvergeudung und Ablenkung vom Torastudium verpönt.
lederhendler: Ich bin nationalreligiös und richte mich nach meinen Rabbinern. Und diese sehen in meiner sportlichen Betätigung nichts Verwerfliches, wenn ich genug Zeit für das Torastudium übrig lasse – was ich tue. Meine Kameraden an der Gymnasialjeschiwa sind stolz darauf, dass einer von uns zeigt, dass auch Religiöse zu sportlichen Spitzenleistungen fähig sind.

Mit dem zweifachen israelischen Tischtennis-Landesmeister sprach Wladimir Struminski.

Paris/Tel Aviv

Reporter ohne Grenzen streicht heimlich Terroristen aus Gaza-Journalistenliste

Angebliche Journalisten seien von Israel getötet worden, hieß es immer wieder. Nun zeigt sich erneut: Zumindest einige von ihnen waren Terroristen

 14.08.2026

Sachsen-Anhalt

Gericht: AfD-Mitgliedern kann Waffenbesitzkarte entzogen werden

Mitglieder und Unterstützer der AfD in Sachsen-Anhalt haben gegen den Entzug ihrer Waffenbesitzkarte geklagt. Das Verwaltungsgericht Magdeburg wies die Klage ab. Nun entschied das Oberverwaltungsgericht.

 10.08.2026

Potsdam

Jüdische Gelehrsamkeit in berühmter Schlösserlandschaft - Rabbinerseminare im Wandel

Vor fünf Jahren wurde das Europäische Zentrum Jüdischer Gelehrsamkeit eröffnet - mit Rabbinerseminaren und einer Synagoge. Seitdem hat sich in der Rabbinerausbildung viel verändert. Wie geht es weiter?

von Leticia Witte  10.08.2026

Islamismus

Tagesspiegel-Vorwürfe gegen Karoline Preisler: Nun antwortet die FDP-Politikerin

Hatte sie einen jungen Mann wegen einer Vornamensgleichheit zu Unrecht als CSD-Attentäter verdächtigt? Preisler widerspricht und beklagt, die Zeitung habe sie nicht zu Wort kommen lassen

 30.07.2026 Aktualisiert

Washington D.C.

Trump: Netanjahu will, dass USA im Iran involviert bleiben

Unterschiedliche Interessen Israels und der USA sind im Iran-Krieg mehrfach zutage getreten. Kurz vor seinem Treffen mit Netanjahu deutet Trump an, dass die Differenzen nicht überwunden sind

 28.07.2026

In eigener Sache

Volontär/in gesucht

Wir suchen zum 15. Oktober 2026 einen Volontär (m/w/d) in Vollzeit

 06.07.2026

Holzstörche zur Geburt in Niederösterreich. Noch immer werden neben den klassischen Namen viele biblische Namen den Kindern gegeben.

Statistik

Diese hebräischen Vornamen in Österreich sind am beliebtesten

Österreichische Eltern wählen gern Klassiker. Unter den Top Ten sind auch viele Namen biblischen Ursprungs

von Nicole Dreyfus  04.07.2026

Bundesamt für Statistik

Dieser hebräische Vorname ist am beliebtesten bei Schweizer Eltern

Auch in der Schweiz wählen Eltern weiterhin häufig biblische Namen für ihr Neugeborenes

von Nicole Dreyfus  04.07.2026 Aktualisiert

Erhebung

Dieser hebräische Babyname ist in Deutschland am beliebtesten

Welche Namen geben Eltern ihren Sprösslingen in diesem Jahr am liebsten? In welchen Bundesländern gibt es Abweichungen?

 04.07.2026 Aktualisiert