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Strände, Soldat, Flüge

Ausgezeichnet: die Badebuchten von Tel Aviv Foto: Flash 90

Strände
Alle 13 Strände Tel Avivs sind 2025 wieder mit der prestigeträchtigen Blauen Flagge versehen worden. Das Internationale Komitee für die Auszeichnung hatte den Status für alle 13 ausgewiesenen Strände der Stadt beibehalten. »Das bekräftigt das Engagement der Stadt, die höchsten internationalen Standards für Umweltqualität und Strandmanagement zu erfüllen«, so die Verwaltung von Tel Aviv. Bei der Blauen Flagge handelt es sich um ein international anerkanntes Umweltzeichen, das von der Foundation for Environmental Education (FEE) an Strände und Jachthäfen vergeben wird, die eine Reihe strenger Kriterien in den Bereichen Umwelt, Bildung, Sicherheit und Zugänglichkeit erfüllen.

Soldat
Israel hat in einem Spezialeinsatz in Syrien die sterblichen Überreste eines Soldaten geborgen, der 1982 im Libanonkrieg gefallen und seitdem vermisst worden war. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte mit, es handelte sich um eine gemeinsame Operation des Auslandsgeheimdienstes Mossad und der Armee. Der Panzersoldat Zvi Feldman war demnach während eines Kampfes bei Sultan Jakub gefallen und galt seitdem als verschollen. Dort hatte es eine Schlacht zwischen israelischen und syrischen Truppen gegeben, mehrere israelische Soldaten galten danach als vermisst. Die israelische Armee teilte mit, die Leiche Feldmans sei »im Herzen Syriens« gefunden und nach Israel gebracht worden. Der Soldat sei mithilfe von DNA-Tests identifiziert worden.

Flüge
Die Welle der Annullierungen israelischer Flüge durch ausländische Fluggesellschaften nach dem Angriff der Terrororganisation im Jemen, der Huthi-Rebellen, auf den Flughafen Ben Gurion am vergangenen Sonntag reißt nicht ab. Am Wochenende kündigten mehrere große Fluggesellschaften eine Verlängerung ihrer Annullierungen an, und die Liste der Gesellschaften, die sich für anhaltende Aussetzungen entscheiden, wird immer länger. Seit dem vergangenen Sonntag wurden rund 600 bis 700 Flüge gestrichen, das entspricht etwa 24 Prozent des internationalen Verkehrs am Flughafen. Insgesamt sind noch 25 Fluggesellschaften im Einsatz – davon drei israelische (EL AL, Israir und Arkia), die fast 70 Prozent der täglichen Flüge durchführen.

Trump
Anfang dieser Woche ist US-Präsident Donald Trump zu einer mehrtägigen Nahost-Reise aufgebrochen. Auf dem Plan standen Visiten in Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Einen Besuch in Israel sollte es allerdings nicht geben. Es ist die erste große Auslandsreise von Trumps zweiter Amtszeit. Es hieß, er wolle damit die Beziehungen zu diesen drei wichtigen Verbündeten festigen und seine Stärke als Verhandlungsführer auf der Weltbühne unter Beweis zu stellen. Am ersten Tag wurde er in Riad vom saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman empfangen. Die USA kündigten im Vorfeld von Trumps Reise Waffenverkäufe in Milliardenhöhe an. Während seines Besuchs wurden zahlreiche Abkommen zwischen den USA und den Golfstaaten erwartet, darunter Investitionen in KI, Chips, Fertigung und Energie. Unterdessen ist die Beziehung zwischen den engsten Verbündeten USA und Israel angespannt. In den vergangenen Tagen häuften sich die Meldungen, dass der US-Präsident Entscheidungen bei seiner Nahost-Politik trifft, ohne israelische Interessen in Erwägung zu ziehen oder sich mit der Regierung in Jerusalem zu beraten. Jüngst berichtete Reuters, dass die Vereinigten Staaten Saudi-Arabien nicht länger auffordern würden, die Beziehungen zu Israel zu normalisieren, als Voraussetzung für Fortschritte bei den Gesprächen über die Zusammenarbeit bei der zivilen Kernenergie. Die Zertifizierung wird jährlich überprüft.

Feier
Das Israel-Museum in Jerusalem wird 60 Jahre alt. Speziell zum Geburtstag der größten kulturellen Einrichtung des Landes hat die israelische Künstlerin Michal Rovner ihre Werke »Träume, Listen, 2025« erstellt. Außerdem gibt es eine Vielzahl von Sonderausstellungen zum Ehrentag. Das Israel-Museum beherbergt eine Sammlung von rund einer halben Million Exponate. Zu seinen Beständen gehören die weltweit umfassendsten Sammlungen zur Archäologie des Heiligen Landes sowie zur jüdischen Kunst und zum jüdischen Leben. Jährlich besuchen Hunderttausende Gäste das Museum, das auf einem Hügel im Jerusalemer Stadtteil Givat Ram liegt, in unmittelbarer Nähe des Bibellandmuseums, des Nationalen Campus für Israelische Archäologie, der Knesset, des Obersten Gerichtshofs Israels und der Hebräischen Universität.

Zeitgeschichte

Georges-Arthur Goldschmidt sieht Guillotine am Beginn der Schoa

Der französisch-deutsche Schriftsteller sagte in einem Interview »Diese Normalisierung der Todesstrafe hat Europa zerstört.«

 09.06.2026

Holocaust-Gedenken

Wagner und Mendel kritisieren Yad-Vashem-Entscheid

In Deutschland sollen zwei Niederlassungen der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem entstehen. Der jüdische Wissenschaftler Meron Mendel und der Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Jens-Christian Wagner, sehen das in Teilen kritisch

 29.05.2026

Reisen

Kein Parkplatz am Ben-Gurion-Flughafen

US-Militärjets blockieren 70 Prozent des Flughafens. Flüge fallen aus, Airlines bleiben weg und kurz vor dem Sommer herrscht große Unsicherheit

von Sabine Brandes  29.05.2026

Diplomatie

Israels Präsident begrüßt ersten Botschafter Somalilands

Als weltweit erstes Land hatte Israel vor einem halben Jahr die muslimisch geprägte Region im Norden Somalias als unabhängigen Staat anerkannt. Jetzt kommt der erste Botschafter nach Israel

 18.05.2026

Internationaler Strafgerichtshof

Bericht: Geheime internationale Haftbefehle gegen Ben-Gvir und andere

»Haaretz« berichtet über mögliche neue Schritte gegen mehrere israelische Minister und Militärvertreter

von Sabine Brandes  17.05.2026

Stuttgart

Die Vorfreude steigt

Die Jüdische Allgemeine berichtet weiterhin live von der Jewrovision. Die Jugendzentren sind inzwischen nach und nach angekommen, das Madrichim-Team empfängt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort. Die Vorfreude auf die Show steigt!

 15.05.2026

Genf

Döpfner fordert beim World Jewish Congress entschlossenen Kampf gegen Antisemitismus

Mit Blick auf die Hamas-Massaker vom 7. Oktober kritisiert der Springer-Chef die Reaktion: »Unmittelbar nachdem die Bilder der Opfer zu sehen waren, begann die Verharmlosung.«

 12.05.2026

In eigener Sache

Wir suchen Verstärkung

Wir suchen zum 1. Juli 2026 einen Politik-Redakteur (m/w/d) in Vollzeit

 07.05.2026

Jerusalem

Israel fordert von Großbritannien mehr Einsatz gegen Antisemitismus

Nach einem weiteren Terrorangriff auf Juden wirft Jerusalem London vor, die Lage nicht mehr unter Kontrolle zu haben. Präsident Herzog: »Es ist an der Zeit, dass die Welt aufwacht.«

 30.04.2026