brandenburg

Verein Opferperspektive wird 25 Jahre alt

Rechte Gewalt gehört bis heute zum Alltag des Vereins Foto: dpa

Der brandenburgische Verein Opferperspektive zur Unterstützung von Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt wird 25 Jahre alt. Stetig ansteigende Beratungszahlen zu Antidiskriminierungsfragen und fortlaufend hohe Zahlen bei rechten Gewalttaten machten deutlich, dass die Arbeit der Opferperspektive weiter unentbehrlich sei, erklärte der Verein am Donnerstag in Potsdam. Die gesellschaftliche Situation in Brandenburg habe sich zudem vor den Kommunal- und Landtagswahlen im kommenden Jahr zugespitzt.

täglich Der Verein erhalte nahezu täglich Hinweise auf neue Fälle rassistischer Ausgrenzung, von »Queerfeindlichkeit«, Diskriminierung oder rechten Übergriffen, hieß es. Die hohen Zustimmungswerte für die AfD bedeuteten für die Ratsuchenden der Opferperspektive, dass die gegen sie gerichteten Taten von großen Teilen der Brandenburger Gesellschaft gebilligt würden. Die AfD wird in Brandenburg seit geraumer Zeit als rechtsextremer Verdachtsfall vom Verfassungsschutz beobachtet.

Opferperspektive-Geschäftsführerin Judith Porath erklärte, der Verein werde sich auch in Zukunft für eine offene und solidarische Gesellschaft einsetzen. »Selbst wenn extrem rechte Kräfte wieder mehr Bedeutung und Macht in Brandenburg erlangen sollten, werden wir weiter für diejenigen streiten, die von rechter Gewalt und gesellschaftlicher Ausgrenzung betroffen sind«, betonte sie. Die Opferperspektive wurde 1998 als Reaktion auf eine massive Welle rechtsextremer Gewalt gegründet. Das Jubiläum wird am Freitagabend in Potsdam gefeiert. epd

Zeitgeschichte

Georges-Arthur Goldschmidt sieht Guillotine am Beginn der Schoa

Der französisch-deutsche Schriftsteller sagte in einem Interview »Diese Normalisierung der Todesstrafe hat Europa zerstört.«

 09.06.2026

Holocaust-Gedenken

Wagner und Mendel kritisieren Yad-Vashem-Entscheid

In Deutschland sollen zwei Niederlassungen der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem entstehen. Der jüdische Wissenschaftler Meron Mendel und der Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Jens-Christian Wagner, sehen das in Teilen kritisch

 29.05.2026

Reisen

Kein Parkplatz am Ben-Gurion-Flughafen

US-Militärjets blockieren 70 Prozent des Flughafens. Flüge fallen aus, Airlines bleiben weg und kurz vor dem Sommer herrscht große Unsicherheit

von Sabine Brandes  29.05.2026

Diplomatie

Israels Präsident begrüßt ersten Botschafter Somalilands

Als weltweit erstes Land hatte Israel vor einem halben Jahr die muslimisch geprägte Region im Norden Somalias als unabhängigen Staat anerkannt. Jetzt kommt der erste Botschafter nach Israel

 18.05.2026

Internationaler Strafgerichtshof

Bericht: Geheime internationale Haftbefehle gegen Ben-Gvir und andere

»Haaretz« berichtet über mögliche neue Schritte gegen mehrere israelische Minister und Militärvertreter

von Sabine Brandes  17.05.2026

Stuttgart

Die Vorfreude steigt

Die Jüdische Allgemeine berichtet weiterhin live von der Jewrovision. Die Jugendzentren sind inzwischen nach und nach angekommen, das Madrichim-Team empfängt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort. Die Vorfreude auf die Show steigt!

 15.05.2026

Genf

Döpfner fordert beim World Jewish Congress entschlossenen Kampf gegen Antisemitismus

Mit Blick auf die Hamas-Massaker vom 7. Oktober kritisiert der Springer-Chef die Reaktion: »Unmittelbar nachdem die Bilder der Opfer zu sehen waren, begann die Verharmlosung.«

 12.05.2026

In eigener Sache

Wir suchen Verstärkung

Wir suchen zum 1. Juli 2026 einen Politik-Redakteur (m/w/d) in Vollzeit

 07.05.2026

Jerusalem

Israel fordert von Großbritannien mehr Einsatz gegen Antisemitismus

Nach einem weiteren Terrorangriff auf Juden wirft Jerusalem London vor, die Lage nicht mehr unter Kontrolle zu haben. Präsident Herzog: »Es ist an der Zeit, dass die Welt aufwacht.«

 30.04.2026