WIZO

Paten beim Tango

Argentinien ist ganz nah. Das Bandonión spielt leise Musik. Eine sonore Stimme singt von der Liebe und ein Paar tanzt dazu Tango. Sehr leidenschaftlich. Würden die Gäste der WIZO-Gala jetzt die Augen schließen, wären sie nicht im Hotel Hilton, sondern irgendwo bei einer Milonga in Buenos Aires.
Aber am vergangenen Sonntag ging es nicht nur um die Liebe zum Tanz oder zur Musik. Im Mittelpunkt standen Kinder. Bei der Gala »One Night for Children« sammelten die Damen der Women’s International Zionist Organisation Patenschaften, die den WIZO-Kindergärten zugute kommen. Die Vorsitzende Michal Gelermann ist sehr zufrieden. »Wir haben 220 Patenschaften erhalten und von allen Gästen ein positives Feedback bekommen. Die rund 170 Gala-Besucher konnten nicht nur Gutes tun, sondern auch mit allen Sinnen ge-
nießen. Bei leichter sommerlicher Kost und einem delikaten Dessertbuffet blieb kein Feinschmecker unzufrieden.
Durch den Abend führte die Schauspielerin Susan Sideropoulos, die sich selbst noch an ihre Kindheit mit der WIZO erinnerte: «Schon von klein auf an spielte die WIZO bei uns zu Hause eine große Rolle. Und ich war immer sehr gern auf den Basaren.» Dass die gebürtige Hamburgerin selbst bald Mutter wird, war wohl neben den vielen Spenden die schönste Neuigkeit an diesem Abend. Lala Süsskind, die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, ermunterte die Gäste zum Großzügigsein. Israel sei ein «melting pot», in dem es auch Probleme gebe, aber hauptsächlich Herausforderungen. «Es geht um die Menschen. Das A & O bleibt die Unterstützung des Staates Israel.» Noch ganz neu in Berlin ist Emmanuel Nahshon, der Gesandte der israelischen Botschaft. Michal Gelermann bereitete ihn dann auch gleich ganz charmant darauf vor, demnächst öfter bei der WIZO zu sein. «Seit über 90 Jahren engagiert sich die WIZO für Menschen, die Hilfe brauchen. Die Patenschaft für einen Kindergartenplatz ist der erste Grundstein, um einem Kind zu helfen.»
Insgesamt unterhält die WIZO 170 Kindergärten in 76 israelischen Städten, Dörfern und Entwicklungsgebieten. darunter sind nicht nur Mehrzweck-Kindertagesstätten, sondern auch Einrichtungen für autistische Kinder und Notfallzentren für stark gefährdete Kinder. Sogar auf Militärbasen gibt es acht Tagesstätten. Dort werden die Kleinen neben regelmäßigem Essen auch mit allem versorgt, was für ihre Entwicklung wichtig ist. Wie das genau aussieht, das konnten die Gäste zwischen Vorsuppe und Hauptgang in einem Video sehen. Neu in diesem Jahr war die Tombola, die mit der Eintrittskarte verbunden war und bei der es Reise- und Sachgutscheine zu gewinnen gab. Katrin Richter

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