Vatikan

Papst empfängt Angehörige israelischer Geiseln

Der Heilige Vater mit Angehörigen der entführten israelischen Geiseln am Montag im Vatikan Foto: Vatican Media

Papst Franziskus hat Angehörige der von der Terrororganisation Hamas vor einem halben Jahr entführten israelischen Geiseln empfangen. Der Vatikan veröffentlichte am Montag Fotos, auf denen die Mitglieder von fünf Familien bei einer Privataudienz im Apostolischen Palast zu sehen sind - sie halten Fotos und Plakate in den Händen, die ihre entführten Angehörigen zeigen.

Eine Frau sagte laut »Times of Israel« nach dem Treffen, der Papst habe die Hamas als »böse« bezeichnet - was sie auch sei. »Und er war sehr deutlich, dass die Geiseln nach Hause kommen müssen.« Das Treffen sei sehr emotional und kraftvoll gewesen.

Der Papst hatte am Ostersonntag angesichts der Kriege im Gazastreifen und in der Ukraine zu Frieden gemahnt. Insbesondere forderte er einen sofortigen Waffenstillstand im Gazastreifen, wo seit fast sechs Monaten die israelische Armee die islamistische Hamas bekämpft.

Freilassung gefordert

Er verlangte auch einen garantierten Lieferweg für humanitäre Hilfe in den Gazastreifen, wo viele Menschen hungern. Auch müssten die am 7. Oktober von Hamas-Terroristen und anderen Extremisten aus Israel in den abgeriegelten Küstenstreifen entführten Geiseln freigelassen werden.

Im November traf Papst Franziskus erstmals Angehörige von Geiseln aus Israel und von Palästinensern aus dem Gazastreifen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche empfing die beiden Gruppen getrennt voneinander im Vatikan. dpa

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