Rabbiner

Orthodox, konservativ oder liberal

Orthodox, konservativ oder liberal

Wo Rabbiner
ausgebildet werden

von Baruch Rabinowitz und
Tobias Kaufmann

Das Jewish Theological Seminary (JTS) in New York ist die Ausbildungsstätte des konservativen Judentums. Die beiden Rabbiner Sabato Morais und Pereira Mendes gründeten es 1886 mit dem Ziel, das traditionelle Judentum in den USA zu erhalten und zu fördern. Am JTS werden auch Kantoren ausgebildet, und es gibt zahlreiche Programme im Bereich der Jüdischen Studien. Die Hochschule unterhält Dependencen in Buenos Aires und Jerusalem (Schechter Institute). Bis vor kurzem lehnte es das JTS ab, homosexuellen Studenten die Smicha zu verleihen. Derzeit wird jedoch auch über Möglichkeiten diskutiert, sie zu ordinieren. www.jtsa.edu
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Der Grundstein für die Yeshiva University (YU) in New York wurde 1927 gelegt. Neben der Ausbildung von Rabbinern bietet diese orthodoxe Universität auch säkulare Studiengänge – etwa an der renommierten Medizinischen Fakultät. Obwohl die meisten orthodoxen Ordinationen von Jeschiwot verliehen werden, ist die rabbinische Ausbildung an der Yeshiva University bei vielen, vor allem modern orthodoxen Studenten sehr beliebt. An der YU sind derzeit insgesamt fast 7.000 Studenten eingeschrieben. www.yu.edu
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Das Hebrew Union College (HUC) mit Hauptsitz in New York ist wohl die wichtigste rabbinische Akademie des Reformjudentums. Das HUC wurde 1875 vom Rabbiner Isaac Mayer Wise gegründet, der auch als Gründer der amerikanischen Reformbewegung gilt. Neben Rabbinern werden am HUC auch Kantoren, Lehrer und Führungskräfte für die Gemeinden ausgebildet. Insgesamt wurden hier rund 2.700 Rabbiner ordiniert, seit 1971 auch 441 Frauen. Das HUC unterhält Dependencen in Cincinnati, Los Angeles und Jerusalem. www.huc.edu
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Das Leo Baeck College (LBC) in London ist die europäische Alternative zum HUC. Das LBC, das ursprünglich Jewish Theological College hieß, feiert in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag. Die erste Frau wurde dort 1975 ordiniert. Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion wird es auch von vielen Studenten aus Osteuropa besucht. Seit seiner Gründung sind am LBC 150 Rabbiner ordiniert worden. 2005 haben sich 77 Studenten aus der ganzen Welt fürs Rabbinatsstudium eingeschrieben. www.lbc.ac.uk
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In Deutschland gibt es derzeit zwei Einrichtungen, die angehende Rabbiner besuchen können. Die 1979 gegründete Hochschule für Jüdische Studien (HfJS) in Hei- delberg, die vom Zentralrat der Juden getragen wird, bietet seit 2001 einen solchen Studiengang an. Das Grundstudium wird in Heidelberg absolviert, zum Hauptstudium müssen die Studierenden an eine liberale, konservative oder orthodoxe Einrichtung nach Jerusalem, New York oder London gehen, die mit der HfJS kooperiert. Ab diesem Wintersemester soll der neue Bachelor-Studiengang für angehende Rabbiner und Rabbinerinnen starten. Bisher wurden in Heidelberg keine Rabbiner ordiniert. Das momentan einzige Rabbinerseminar hierzulande ist das Abraham Geiger Kolleg an der Universität Potsdam. Das Partnerinstitut des HUC wird vom Zentralrat, der Bundesrepublik und der Leo Baeck Foundation gefördert. 2001 nahm es seine ersten Studenten auf. Nach fünf Jahren Ausbildung und dem Magisterabschluß in Jüdischen Studien haben die ersten drei Kandidaten diese Woche ihre Smicha erhalten.
www.abraham-geiger-kolleg.de
www.hfjs.uni-heidelberg.de

Holzstörche zur Geburt in Niederösterreich. Noch immer werden neben den klassischen Namen viele biblische Namen den Kindern gegeben.

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Welche Namen geben Eltern ihren Sprösslingen in diesem Jahr am liebsten? In welchen Bundesländern gibt es Abweichungen?

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